Wie lang ist das Hamburger U-Bahn-Netz?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt Landungsbrücken: Hier geht es von der U-Bahn direkt weiter auf die Fähren über die Elbe.“

Wie lang ist das Hamburger U-Bahn-Netz?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Netz der Hamburger U-Bahn ist rund 106,4 Kilometer lang. Damit ist es nach Berlin das zweitlängste und zugleich zweitälteste U-Bahn-Netz Deutschlands.

Die Hamburger U-Bahn ist eigentlich eine Hoch- und Untergrundbahn, denn große Teile ihrer Strecken liegen über der Erde.

Seit 1912 ist ihr Netz vom Hauptbahnhof aus in den Norden und Osten der Stadt gewachsen, bis nach Schleswig-Holstein.

Wie lang es heute ist und was es besonders macht, zeigen die Zahlen.

Clp DT4 Jungfernstieg
Foto: Christian Liebscher, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

106,4 km

Streckenlänge

zweitlängstes U-Bahn-Netz Deutschlands

93

Stationen

84 in Hamburg, 9 in Schleswig-Holstein

244,5 Mio.

Fahrgäste im Jahr 2023

auf vier Linien

Rund 61 Kilometer verlaufen auf Dämmen, Viadukten oder im Einschnitt, etwa 45 Kilometer im Tunnel.

Rund 106 Kilometer

Die Hamburger U-Bahn hat eine Streckenlänge von rund 106,4 Kilometern.

Damit ist sie nach der Berliner U-Bahn das zweitlängste U-Bahn-Netz in Deutschland.

Sie ist zugleich das zweitälteste, denn sie fährt schon seit dem Jahr 1912.

Betrieben wird sie von der städtischen Hamburger Hochbahn AG, der auch fast das ganze Netz gehört.

U Bahn Hamburg DT3 01 reworked
Foto: Platte C,, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Mehr Hochbahn als Untergrund

Typisch für Hamburg ist der große Anteil offener Strecken.

Rund 61 Kilometer verlaufen auf Dämmen und Viadukten oder im Einschnitt, nur etwa 45 Kilometer im Tunnel.

Die Züge fahren auf Normalspur und beziehen ihren Strom mit 750 Volt Gleichspannung aus einer seitlichen Stromschiene.

Die Strecken sind vollständig unabhängig vom übrigen Verkehr angelegt, sodass die Züge nirgends Straßen oder Eisenbahnen kreuzen müssen.

Gut zu wissen

Im Jahr 2022 beförderte die Hamburger U-Bahn 195,8 Millionen Fahrgäste, die zusammen 1169,4 Millionen Personenkilometer zurücklegten. Im Jahr 2023 waren es bereits 244,5 Millionen Fahrgäste.

Die Hochbahn bezeichnet ihre Strecken intern mit Buchstaben, die grob der Reihenfolge ihrer Eröffnung folgen. Das System wurde Anfang der 1950er Jahre eingeführt.

Vier Linien und eine fünfte im Bau

Die Hochbahn betreibt die vier Linien U1, U2, U3 und U4.

Die heutigen Namen gibt es seit 1966 für die U1 und die U2 und seit 1967 für die U3.

Die U4 kam erst 2012 mit der neuen Strecke in die HafenCity hinzu.

Eine fünfte Linie ist im Bau und soll ab 2029 Schritt für Schritt den Betrieb aufnehmen.

93 Stationen in zwei Ländern

Das Netz umfasst 93 Stationen, von denen 84 in Hamburg und neun in Schleswig-Holstein liegen.

Wichtigster Knoten ist der Hauptbahnhof mit den Stationen Hauptbahnhof Nord und Hauptbahnhof Süd.

Dort treffen alle vier U-Bahn-Linien auf fünf S-Bahn-Linien sowie den Regional- und Fernverkehr.

Weitere Knoten sind Berliner Tor und der Stationskomplex aus Jungfernstieg und Rathaus in der Innenstadt.

Wo die U-Bahn nicht hinfährt

Das Netz ist vor allem sternförmig vom Hauptbahnhof aus in den Norden und Osten Hamburgs angelegt.

Die Stadtteile südlich der Norderelbe erreicht die U-Bahn bis heute nicht.

Auch der frühere Bereich der Stadt Altona im Westen und der Bezirk Bergedorf haben keinen U-Bahn-Anschluss.

Der Abschnitt zwischen Garstedt und Norderstedt Mitte gehört nicht der Hochbahn, sondern der Verkehrsgesellschaft Norderstedt.

Alle zweieinhalb Minuten

Die U-Bahn fährt täglich von etwa 4 Uhr bis etwa 1 Uhr, in den Nächten zum Wochenende auch durchgehend.

Von 5 bis 24 Uhr gilt auf allen Linien ein Grundtakt von 10 Minuten.

In der Innenstadt fahren die Züge montags bis samstags bis etwa 21 Uhr alle 5 Minuten, außer auf der U4.

In der Hauptverkehrszeit an Werktagen verdichtet sich die Zugfolge in der Innenstadt sogar auf zweieinhalb Minuten.

Der Start im Februar 1912

Am 15. Februar 1912 wurde die Hamburger U-Bahn mit dem ersten Teil einer Ringstrecke eröffnet.

Er führte von Barmbeck, dem heutigen Barmbek, bis zum Rathausmarkt.

Nach Berlin und Schöneberg war es die dritte U-Bahn in Deutschland.

Am 29. Juni 1912 war der Ring geschlossen, und 1915 war das geplante Grundnetz mit seinen Zweigstrecken fertig.

Beinahe eine Schwebebahn

Die Idee eines schnellen städtischen Verkehrsmittels kam in Hamburg schon Ende des 19. Jahrhunderts auf.

Im Gespräch war zeitweise sogar eine Hängebahn nach dem Vorbild der Wuppertaler Schwebebahn.

Im Jahr 1906 erteilte der Senat schließlich den Bauauftrag an die Firmen Siemens und Halske sowie AEG.

Der erste Spatenstich für die Ringstrecke folgte am 7. Oktober 1906.

Zerstörung und Wiederaufbau

Wegen der schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg musste der Betrieb im Sommer 1943 zeitweise eingestellt werden.

Die Viaduktstrecke vom Hauptbahnhof nach Rothenburgsort wurde nicht wieder aufgebaut, weil die Stadtviertel dort völlig zerstört waren.

Es dauerte fünf Jahre, bis der Rest des Netzes wieder vollständig befahrbar war.

Die kurze Moorkamp-Kurve an der Station Schlump dient seit dem 3. Juni 1973 nur noch als Betriebsstrecke.

Züge mit Durchgang

Heute fahren Züge der Baureihen DT4 und DT5 auf dem Netz.

Die DT5 sind dreiteilig, etwa 40 Meter lang und haben als erste Hamburger U-Bahn-Züge Durchgänge zwischen den Wagen und eine Klimaanlage.

Die Bahnsteige sind meist mindestens 120 Meter lang, damit auch Züge aus zwei rund 60 Meter langen Einheiten halten können.

Im Juli 2024 wurde ein Rahmenvertrag über bis zu 374 Fahrzeuge der neuen Baureihe DT6 bekannt, die ersten 48 sollen ab 2028 kommen.

Die neue Linie U5

Das größte Ausbauprojekt seit Jahrzehnten ist die neue Linie U5, die im Endausbau rund 24 Kilometer lang werden soll.

Ihr erster Bauabschnitt ist rund 5,8 Kilometer lang und führt mit fünf Stationen von Bramfeld über Steilshoop bis in die City Nord.

Mit den weiteren geplanten Abschnitten soll die Linie insgesamt 23 Stationen erhalten.

Außerdem wird die U4 um 1,9 Kilometer bis zur Horner Geest verlängert, wodurch rund 13.000 Menschen einen direkten U-Bahn-Anschluss bekommen.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Hamburger U-Bahn-Netz?
Das Netz ist rund 106,4 Kilometer lang und damit das zweitlängste in Deutschland nach Berlin.
Wie viele Stationen hat die Hamburger U-Bahn?
Es gibt 93 Stationen, 84 davon in Hamburg und neun in Schleswig-Holstein.
Seit wann fährt die U-Bahn in Hamburg?
Die erste Strecke wurde am 15. Februar 1912 eröffnet.
Wie viel der Strecke liegt unter der Erde?
Nur etwa 45 Kilometer liegen im Tunnel, rund 61 Kilometer verlaufen auf Dämmen, Viadukten oder im Einschnitt.
Wann kommt die U5?
Die neue Linie ist im Bau und soll ab 2029 schrittweise den Fahrgastbetrieb aufnehmen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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