Wie lang ist das Freiburger Straßenbahnnetz?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt Bertoldsbrunnen, hier kreuzen sich die Linien mitten in der Altstadt.“

Wie lang ist das Freiburger Straßenbahnnetz?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Freiburger Straßenbahnnetz hat eine Streckenlänge von 35,7 Kilometern. Fünf Linien bedienen 78 Haltestellen und erreichen 20 der 28 Stadtteile.

Freiburg im Breisgau gilt als Beispiel dafür, dass die Straßenbahn in Deutschland eine Renaissance erlebt hat.

Während andere Städte ihre Bahnen abschafften, baute Freiburg das Netz seit 1980 kräftig aus.

Wie lang es heute ist, zeigen die Zahlen.

Straßenbahn Freiburg Haslach 05
Foto: Grauer Elefant, Public domain, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

35,7 km

Streckenlänge

42,6 km Linienlänge

78

Haltestellen

im Schnitt 456 m Abstand

1901

Eröffnung

von Anfang an elektrisch

Die Straßenbahn bedient 20 der 28 Freiburger Stadtteile.

35,7 Kilometer Strecke

Das Streckennetz der Freiburger Straßenbahn ist 35,7 Kilometer lang.

Zählt man die Wege aller Linien zusammen, kommt man auf 42,6 Kilometer.

Betrieben wird es von der Freiburger Verkehrs AG, die auch die Stadtbusse und die Schauinslandbahn betreibt.

Anfang 2019 waren dort etwa 430 Straßenbahnfahrerinnen und Straßenbahnfahrer beschäftigt.

Straßenbahn Freiburg Haslach 04
Foto: Grauer Elefant, Public domain, via Wikimedia Commons

Fünf Linien quer durch die Stadt

Alle fünf Linien sind Durchmesserlinien, die von einem Stadtrand durch die Mitte zum anderen fahren.

Zusammen bedienen sie 78 Haltestellen.

Der mittlere Abstand zwischen zwei Haltestellen lag 2012 bei 456 Metern.

Montags bis freitags fahren die Bahnen von 4.40 Uhr bis 1 Uhr, am Wochenende sogar rund um die Uhr.

Gut zu wissen

Das Freiburger Straßenbahnnetz hat 35,7 Kilometer Strecke und 42,6 Kilometer Linienlänge. Fünf Linien bedienen 78 Haltestellen.

Die Straßenbahn fährt seit 1901 elektrisch. Seit 1983 wird das Netz als Stadtbahn ausgebaut, seit 2014 reicht es ein paar Meter bis nach Gundelfingen.

Nur ein paar Meter außerhalb

Fast das gesamte Netz liegt auf Freiburger Stadtgebiet.

Am 15. März 2014 wurde nach dreijähriger Bauzeit eine 1,8 Kilometer lange Strecke durch Zähringen bis zur Gundelfinger Straße eröffnet.

Ein Teil ihrer Wendeschleife liegt auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Gundelfingen.

Damit verließ die Freiburger Straßenbahn erstmals den Stadtkreis, der Neubau kostete 24,5 Millionen Euro.

Seit 1901 elektrisch

Die erste Probefahrt fand am Freitag, dem 30. August 1901, statt.

Ab dem 14. Oktober 1901 fuhren die Linien A und D, ab dem 2. Dezember auch die Linien B und C.

Das erste Netz war 9,12 Kilometer lang und hatte 34 Haltestellen.

Sie war die vierte Straßenbahn im Großherzogtum Baden und fuhr anders als die älteren Netze in Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim von Beginn an elektrisch.

Durch zwei Stadttore

Die Freiburger Straßenbahn fährt durch zwei historische Stadttore und ein Torhaus.

Das Martinstor und das Schwabentor erhielten für die zweigleisige Strecke eine zweite Durchfahrt.

Das Schwabentor wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Im deutschsprachigen Raum gibt es nur drei weitere solcher Tordurchfahrten, darunter das Nauener Tor in Potsdam.

Drei Millionen Fahrgäste schon 1902

Die neue Bahn war sofort ein Erfolg.

Schon 1902 zählte sie über drei Millionen Fahrgäste.

Die Pferdeomnibusse hatten in ihrem letzten vollen Betriebsjahr 1900 nur 50.000 Fahrgäste befördert.

Von 1938 bis 1943 verdoppelte sich die Zahl auf mehr als zehn Millionen im Jahr, weil kaum noch Autos fahren konnten.

Die Fahrpreiskämpfe von 1968

Bundesweit bekannt wurden 1968 die sogenannten Freiburger Fahrpreiskämpfe.

Etwa 2000 Menschen protestierten gegen höhere Fahrpreise und besetzten den Platz am Bertoldsbrunnen.

Am 1. und 2. Februar legten sie damit den gesamten Straßenbahnverkehr lahm.

Die Fahrpreiserhöhung konnten sie trotzdem nicht verhindern.

Festhalten statt abschaffen

Während viele Städte über das Ende ihrer Straßenbahn diskutierten, entschied sich Freiburg ab Ende der 1960er Jahre für den Erhalt.

1969 wurde ein erster Generalverkehrsplan beschlossen, der die wachsenden Neubaugebiete im Westen an die Schiene binden sollte.

1971 gingen die ersten modernen achtachsigen Gelenkwagen von Duewag in Betrieb.

Sie ließen sich von einer Person fahren und fassten so viele Fahrgäste wie die alten Züge mit Beiwagen.

Die Stadtbahnbrücke von 1983

Am 9. Dezember 1983 begann mit der Neubaustrecke zur Paduaallee das Stadtbahnzeitalter.

Kernstück ist die Stühlingerbrücke über die Gleise der Rheintalbahn und der Höllentalbahn.

Auf ihr liegt die Haltestelle Hauptbahnhof mit direktem Zugang zu den Bahnsteigen der Eisenbahn.

Im selben Jahr wurde die Spannung von 600 auf 750 Volt Gleichstrom erhöht.

Früh auf niedrigem Boden

Ab 1990 bot Freiburg als dritter Straßenbahnbetrieb Deutschlands nach Würzburg und Bremen einen niederflurigen Einstieg an.

Die ersten Wagen hatten allerdings nur einen Niederfluranteil von sieben Prozent.

Die zweite Generation von 1994 kam schon auf 48 Prozent, und ab 1999 wurden nur noch durchgehend niederflurige Wagen gekauft.

Fast alle älteren Haltestellen erhielten dazu 24 Zentimeter hohe Bahnsteige.

80 Wagen und zwölf Urbos

Im Jahr 2023 standen für den Linienbetrieb 80 Gelenktriebwagen zur Verfügung, davon 36 teilweise und 42 durchgehend niederflurig.

Am 4. Februar 2013 erhielt der spanische Hersteller CAF den Auftrag für zwölf rund 42 Meter lange Wagen vom Typ Urbos.

Der Kaufpreis lag bei 36 Millionen Euro.

Seit dem 22. Juli 2015 fahren die ersten mit Fahrgästen, seit Sommer 2017 sind alle zwölf im Einsatz.

Einst die südlichste Straßenbahn

Von 1967 bis 2014 war die Strecke nach Günterstal die südlichste Straßenbahnstrecke Deutschlands.

Diesen Titel verlor sie, als die Basler Straßenbahn 2014 nach Weil am Rhein verlängert wurde.

Als Nächstes soll der neue Stadtteil Dietenbach mit drei zusätzlichen Haltestellen angeschlossen werden.

Nach der Planung soll diese Strecke zwischen Anfang 2027 und Ende 2028 entstehen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Freiburger Straßenbahnnetz?
Die Streckenlänge beträgt 35,7 Kilometer, alle Linien zusammen kommen auf 42,6 Kilometer.
Wie viele Straßenbahnlinien hat Freiburg?
Fünf Linien, die alle als Durchmesserlinien quer durch die Stadt fahren.
Seit wann fährt in Freiburg eine Straßenbahn?
Seit 1901, und zwar von Anfang an elektrisch.
Welchen Spitznamen hat die Freiburger Straßenbahn?
Umgangssprachlich hieß sie früher Hoobl, das ist alemannisch für Hobel.
Fährt die Freiburger Straßenbahn über die Stadtgrenze?
Nur ein paar Meter: Seit 2014 liegt ein Teil der Wendeschleife Gundelfinger Straße in der Nachbargemeinde Gundelfingen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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