Zahlen, bitte!
„Nächster Halt Heinrich-Heine-Allee, hier kreuzen sich zwei Tunnel übereinander.“
Wie lang ist das Düsseldorfer Stadtbahnnetz?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Nach der Eröffnung der Wehrhahn-Linie 2016 hatte das Düsseldorfer Stadtbahnnetz eine Streckenlänge von 85,5 Kilometern, die Rheinbahn nennt für 2020 sogar 98,7 Kilometer. Zwölf Linien bedienen 161 Stationen in sechs Städten.
In Düsseldorf bilden Stadtbahn und S-Bahn zusammen das Rückgrat des Nahverkehrs.
Die Stadtbahn fährt in der Innenstadt durch Tunnel und draußen bis in die Nachbarstädte.
Wie lang ihr Netz ist und wie es entstand, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
85,5 km
Streckenlänge
Stand 2016
161
Stationen
in sechs Städten
12
Linien
mit 135 Rheinbahn-Fahrzeugen
Im Geschäftsbericht 2020 der Rheinbahn wird die Streckenlänge mit 98,7 Kilometern angegeben.
85,5 oder 98,7 Kilometer
Mit der Eröffnung der Wehrhahn-Linie im Februar 2016 wuchs das Düsseldorfer Stadtbahnnetz auf eine Streckenlänge von 85,5 Kilometern.
Die Linienlänge, bei der alle Linienwege zusammengezählt werden, lag damals bei 188,2 Kilometern.
Im Geschäftsbericht 2020 der Rheinbahn wird die Streckenlänge dagegen mit 98,7 Kilometern angegeben.
Die beiden Werte stammen aus unterschiedlichen Quellen, und welche Abschnitte jeweils mitgezählt werden, ist nicht einheitlich.

Zwölf Linien in sechs Städten
Im Düsseldorfer Stadtbahnnetz verkehren zwölf Linien.
Die Linien U70, U72, U75, U76 und U79 verbinden Düsseldorf mit Neuss, Meerbusch, Krefeld, Duisburg und Ratingen.
Die Rheinbahn setzt dafür 135 Fahrzeuge ein, auf der Linie U79 gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft.
Im ganzen Netz gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr.
Gut zu wissen
Das Düsseldorfer Stadtbahnnetz hatte 2016 eine Streckenlänge von 85,5 Kilometern, die Rheinbahn nennt für 2020 98,7 Kilometer. Zwölf Linien bedienen 161 Stationen.
Das erste Tunnelstück ging 1981 in Betrieb, der Innenstadttunnel 1988 und die Wehrhahn-Linie am 21. Februar 2016.
161 Stationen
Die Linien der Düsseldorfer Stadtbahn bedienen insgesamt 161 Stationen.
31 davon wurden als U-Bahnhöfe oder als Haltestellen im U-Bahn-Standard neu gebaut.
An solchen Stationen gibt es keine Überwege über die Gleise, die Bahnsteige erreicht man über Brücken oder Unterführungen.
Allein auf Duisburger Stadtgebiet liegen zwölf solcher U-Bahnhöfe, sechs davon im Tunnel.
Hochflur und Niederflur
Das Düsseldorfer Netz ist Teil der großen Stadtbahn Rhein-Ruhr.
Mit dem Tunnelbetrieb begann in Düsseldorf ein Betrieb mit Hochflurwagen, die an hohen Bahnsteigen ebenerdig halten.
Die Straßenbahn stellte ihren Fuhrpark später auf Niederflurwagen um.
Dadurch hat sich der Schienenverkehr der Stadt weitgehend in ein Stadtbahnnetz und ein Straßenbahnnetz aufgeteilt.
Der große U-Bahn-Plan von 1959
1959 erwog die Stadt ein klassisches U-Bahn-Netz mit fünf Linien und 47 Kilometern Länge.
Zusammen mit nur drei Buslinien hätte es die Straßenbahn vollständig ablösen sollen.
Zentraler Umsteigepunkt wäre ein U-Bahnhof an der heutigen Heinrich-Heine-Allee gewesen.
Weil das Land Nordrhein-Westfalen als Geldgeber ein gemeinsames System für die Region wollte, wurde daraus eine Stadtbahn.
Erste Fahrten im Tunnel 1981
1981 ging ein erstes Tunnelstück in einen sogenannten Vorlaufbetrieb.
Es begann mit einer Rampe vor dem Opernhaus.
Ab 1981 wurden dafür Stadtbahnwagen vom Typ B80D beschafft, die an Hochbahnsteigen einen stufenlosen Einstieg ermöglichen.
An niedrigen Bahnsteigen klappen unter ihren Türen Trittstufen aus.
Der Innenstadttunnel von 1988
1988 ging der Kern des Netzes in Betrieb, der Innenstadttunnel.
Seitdem läuft der gesamte Nahverkehr auf der stark genutzten Achse zwischen Altstadt und Hauptbahnhof unter der Erde.
Die Linien aus Neuss, Krefeld und dem linksrheinischen Düsseldorf kommen über die Oberkasseler Brücke und tauchen nach der Tonhalle ab.
Am Verknüpfungsbahnhof Heinrich-Heine-Allee halten sie an zwei Mittelbahnsteigen auf vier Gleisen, darüber liegt eine Einkaufspassage.
Zwei Etagen unter der Königsallee
Hinter der Heinrich-Heine-Allee legt der Tunnel die Gleispaare mit gleicher Fahrtrichtung übereinander.
So entsteht ein zweigeschossiger Tunnel.
Die Bahnhöfe Steinstraße/Königsallee und Oststraße sind deshalb samt Verteilerebenen sogar dreigeschossig gebaut.
An der Heinrich-Heine-Allee entstand schon früh ein Tunnelstück in der dritten Ebene, das später den Umstieg zur Wehrhahn-Linie ermöglichen sollte.
Die Wehrhahn-Linie
2007 begann der Bau der dritten Stammstrecke, die als Wehrhahn-Linie bekannt wurde.
Ihr Tunnel ist 3,4 Kilometer lang und wurde für Niederflurbahnen des Typs NF8U geplant.
Am 20. Februar 2016 wurden die unterirdischen Bahnhöfe mit einem Bürgerfest eröffnet.
Am Tag darauf nahmen die Linien U71, U72, U73 und U83 den regulären Betrieb auf.
Kunst in jedem Bahnhof
Die U-Bahnhöfe der Wehrhahn-Linie wurden von Düsseldorfer Künstlern individuell gestaltet.
Diese Gestaltung wurde international beachtet.
Erste unterirdische Station ist Pempelforter Straße, danach folgen Schadowstraße und Heinrich-Heine-Allee.
Dort unterquert die Wehrhahn-Linie den Innenstadttunnel, und Fahrgäste können zu sechs weiteren Stadtbahnlinien umsteigen.
Die K-Bahn nach Krefeld
Einige Strecken sind viel älter als die Stadtbahn selbst.
1898 ging eine Schnellstraßenbahn nach Krefeld in Betrieb, die den Buchstaben K trug und im Volksmund K-Bahn hieß.
Ein Teil dieser alten Strecke verläuft heute auf eigenem Bahnkörper in Meerbusch und Krefeld, ganz außerhalb von Düsseldorf.
So verbindet die Stadtbahn heute eine über 125 Jahre alte Überlandstrecke mit modernen Tunneln.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
