Wie lang ist das Bielefelder Stadtbahnnetz?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt Jahnplatz, hier fahren alle vier Linien unter der Innenstadt hindurch.“

Wie lang ist das Bielefelder Stadtbahnnetz?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Liniennetz der Bielefelder Stadtbahn ist 38,1 Kilometer lang, die Gleislänge beträgt 74,1 Kilometer. Vier Linien fahren darauf, im Zentrum durch einen Tunnel mit sieben U-Bahnhöfen.

In Bielefeld fährt eine Stadtbahn, die aus der alten Straßenbahn von 1900 entstanden ist.

Im Zentrum verschwindet sie unter der Erde, draußen fährt sie meist auf eigenen Gleisen.

Wie lang ihr Netz ist und was es besonders macht, zeigen die Zahlen.

Stadtbahn Bielefeld 1 583 Jahnplatz
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

38,1 km

Liniennetz

vier Linien

74,1 km

Gleislänge

Meterspur

7

U-Bahnhöfe

dazu 55 Haltestellen oben

Die Bahnen erreichen eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 21,9 km/h.

38,1 Kilometer Liniennetz

Das Liniennetz der Bielefelder Stadtbahn besteht aus vier Linien und ist 38,1 Kilometer lang.

Zählt man jedes einzelne Gleis, kommt man auf eine Gleislänge von 74,1 Kilometern.

Betrieben wird die Stadtbahn von der moBiel GmbH, einer Tochter der Stadtwerke Bielefeld.

Sie ist das Rückgrat des Nahverkehrs in der Stadt.

Stadtbahn Bielefeld 3 554 Jahnplatz
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hochflur auf Meterspur

Die Bielefelder Stadtbahn ist das einzige deutsche Hochflur-Stadtbahnsystem, das auf Meterspur fährt.

Alle anderen Hochflur-Stadtbahnen in Deutschland fahren auf einer anderen Spurweite.

Die Stadtbahn entstand aus der seit 1900 bestehenden Straßenbahn.

Zwischen 1978 und 1991 wurde dafür ein Innenstadttunnel gebaut, und viele Außenstrecken erhielten eigene Gleiskörper.

Gut zu wissen

Das Liniennetz der Bielefelder Stadtbahn ist 38,1 Kilometer lang, die Gleislänge beträgt 74,1 Kilometer. Vier Linien fahren im Zentrum durch einen Tunnel mit sieben U-Bahnhöfen.

Die Straßenbahn fährt seit dem 20. Dezember 1900, der Innenstadttunnel entstand zwischen 1978 und 1991. Die Stadtbahn ist das einzige deutsche Hochflursystem auf Meterspur.

Im Schnitt 21,9 km/h

Die Bahnen erreichen eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 21,9 Kilometern pro Stunde.

Der mittlere Abstand zwischen zwei Haltestellen beträgt 450 Meter.

Werktags und samstags fahren die Linien tagsüber im Zehn-Minuten-Takt, sonst alle 15 Minuten.

Der Betrieb beginnt werktags gegen 5 Uhr und läuft bis etwa 1.30 Uhr nachts.

Sieben U-Bahnhöfe

Im Netz gibt es sieben U-Bahnhöfe.

Jahnplatz und Hauptbahnhof werden von allen Linien bedient, dazu kommen Beckhausstraße, Wittekindstraße, Nordpark, Siegfriedplatz und Rudolf-Oetker-Halle.

Die Haltestelle Baumheide liegt in einem überbauten Einschnitt und wirkt deshalb wie eine Tunnelstation.

Von den 55 Haltestellen an der Oberfläche haben 47 hohe Bahnsteige, acht noch niedrige.

Der Tunnel unter der Innenstadt

Herzstück des Netzes ist der Innenstadttunnel.

Er beginnt nördlich der Haltestelle Rathaus und führt über den Jahnplatz zur viergleisigen Station Hauptbahnhof.

Nördlich des Hauptbahnhofs teilt er sich in vier Strecken, für jede Linie eine.

Die Linie 1 kommt über eine Rampe an die Oberfläche, die anderen halten vorher noch an ein oder zwei weiteren U-Bahnhöfen.

Die erste Bahn im Jahr 1900

Am 20. Dezember 1900 fuhr die erste Bielefelder Straßenbahn von Schildesche nach Brackwede.

Weil sie Gewinn brachte, begann schon 1902 der Bau einer zweiten Linie vom Hauptbahnhof nach Sieker.

Eine dritte Linie war für 1914 geplant, doch der Erste Weltkrieg kam dazwischen.

Erst 1928 ging die Linie 3 in Betrieb.

Erhalten statt abgeschafft

In den 1960er Jahren entschied Bielefeld, die Straßenbahn nicht stillzulegen, sondern auszubauen.

1966 fielen erste Ratsbeschlüsse für eine Stadtbahn nach Kölner Vorbild.

Im März 1970 folgte der Beschluss für das gesamte Stadtbahnsystem.

Möglich wurde das auch durch ein Förderprogramm von Bund und Land.

250 Meter Tunnel im Jahr 1971

Der erste, 250 Meter lange Tunnelabschnitt entstand unter der Herforder Straße.

Mit ihm wurde 1971 die U-Bahn-Station Beckhausstraße fertig.

Danach ruhte der Bau zunächst, erst im September 1977 ging es am Hauptbahnhof weiter.

Dabei wurden schon Blindstollen für eine spätere vierte Linie angelegt.

Die Linie 4 zur Universität

In den 1980er Jahren sanken die Fahrgastzahlen, und der Takt wurde zeitweise auf zwölf Minuten ausgedünnt.

Ein Grund dafür war das umständliche Umsteigen zwischen Straßenbahnen und Bussen.

Im Jahr 2000 ging eine neue Strecke in Richtung Universität in Betrieb, seitdem gibt es vier Linien.

Zu Fußballspielen in der SchücoArena fahren auf der Linie 4 Bahnen sogar alle zwei bis drei Minuten.

Vom M8C zum Vamos

In den Jahren 1982/83 und 1986/87 kamen 44 Stadtbahnwagen vom Typ M8C in Dienst.

Sie waren 26,64 Meter lang und boten 54 Sitzplätze und 171 Stehplätze.

2009 bestellte moBiel 16 neue Wagen vom Typ Vamos, die ab dem 20. Dezember 2011 im Linienbetrieb fuhren.

Im Dezember 2017 folgten 24 weitere, und heute umfasst der Fuhrpark 36 Wagen des Typs M8D und 40 Vamos.

Pläne für Heepen und Sennestadt

Für eine neue Linie 5 nach Heepen war eine 7,2 Kilometer lange Strecke mit 17 Haltestellen geplant.

In einer Bürgerbefragung stimmte jedoch eine Mehrheit dagegen, und die Planung wurde eingestellt.

Untersucht wurde außerdem eine Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt mit 6.550 Metern und neun Haltestellen.

Die Baukosten dafür wurden auf 42,86 Millionen Euro veranschlagt, und 11.800 Einwohner bekämen so Anschluss an die Stadtbahn.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Bielefelder Stadtbahnnetz?
Das Liniennetz der vier Linien ist 38,1 Kilometer lang, die Gleislänge beträgt 74,1 Kilometer.
Hat Bielefeld eine U-Bahn?
Bielefeld hat eine Stadtbahn mit Innenstadttunnel und sieben U-Bahnhöfen, außerhalb fährt sie an der Oberfläche.
Welche Spurweite hat die Stadtbahn Bielefeld?
Meterspur. Sie ist damit das einzige Hochflur-Stadtbahnsystem in Deutschland auf dieser Spurweite.
Seit wann fährt in Bielefeld eine Straßenbahn?
Seit dem 20. Dezember 1900.
Wird die Stadtbahn Bielefeld verlängert?
Untersucht wurde unter anderem eine Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt mit neun Haltestellen. Die Linie 5 nach Heepen wurde nach einer Bürgerbefragung aufgegeben.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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