Wie alt ist die Budapester Metro?

Zahlen, bitte!

„Nächste Station Hősök tere, bitte Vorsicht beim Aussteigen, dieser Zug fährt seit 1896 unter der Andrássy út.“

Wie alt ist die Budapester Metro?

→ Eine U-Bahn in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die erste Linie der Budapester Metro, die heutige M1, fährt seit dem 2. Mai 1896. Damit ist sie 130 Jahre alt und die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas.

Unter der Prachtstraße Andrássy út in Budapest fährt eine kleine gelbe U-Bahn.

Sie ist älter als alle anderen U-Bahnen auf dem europäischen Festland.

Wie alt sie genau ist und was aus dem Netz geworden ist, zeigen die Zahlen.

Budapest, Városligeti tó, M1 metró, alagút, 2
Foto: Random photos 1989, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

1896

Eröffnung der M1

am 2. Mai

39,4 km

Netzlänge

vier Linien

52

Stationen

drei davon oberirdisch

Die Budapester Metro ist nach der Londoner U-Bahn von 1863 die zweitälteste noch betriebene U-Bahn der Welt.

Seit dem 2. Mai 1896

Die erste Budapester U-Bahn-Linie, die heutige M1, wurde am 2. Mai 1896 eröffnet.

Anlass waren die Millenniumsfeiern zur tausendjährigen Landnahme der Ungarn.

Damit ist sie im Jahr 2026 genau 130 Jahre alt.

Nur die 1863 eröffnete Londoner U-Bahn ist unter den noch betriebenen U-Bahnen der Welt älter.

Budapest, Városligeti tó, M1 metró, alagút
Foto: Random photos 1989, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vier Linien und 39,4 Kilometer

Heute besteht die Budapester Metro aus vier Linien mit zusammen 39,4 Kilometern Länge.

Sie halten an 52 Stationen, von denen drei oberirdisch liegen.

Werktags fahren die Züge von 4.30 Uhr bis 23.45 Uhr, am Wochenende bis 0.30 Uhr.

Tagsüber kommt alle drei bis fünf Minuten ein Zug, in der Hauptverkehrszeit auch öfter.

Gut zu wissen

Die Budapester Metro fährt seit dem 2. Mai 1896 und ist damit die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas. Nur die Londoner U-Bahn von 1863 ist unter den noch betriebenen älter.

Heute hat das Netz vier Linien mit 39,4 Kilometern und 52 Stationen. Die M1 gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe.

Die Földalatti unter der Andrássy út

Die M1 wird auch Földalatti genannt und fährt fast ganz unter der Prachtstraße Andrássy út.

Sie verbindet die Innenstadt am Vörösmarty tér mit der Oper, dem Heldenplatz und dem Stadtwäldchen.

Auf ihrer Strecke liegen elf Stationen, im Schnitt nur 419 Meter voneinander entfernt.

Ihre Kennfarbe ist Gelb, passend zu den seit 1973 vollständig gelb lackierten Wagen.

Welterbe seit 2002

Seit dem 26. Juni 2002 gehört die M1 zusammen mit der Andrássy út zum UNESCO-Welterbe.

Damals wurde das seit 1987 bestehende Welterbe in Budapest um die Straße und ihre U-Bahn erweitert.

Nach der Semmeringbahn und der Darjeeling Himalayan Railway war sie weltweit die dritte Bahn mit diesem Status.

Die kleine U-Bahn steht damit in einer Reihe mit berühmten Bahnen der Welt.

Gebaut in 472 Tagen

Geplant wurde die U-Bahn im Auftrag des Unternehmens Siemens & Halske.

Das Genehmigungsverfahren dauerte weniger als fünf Monate und gilt als das schnellste, das es je für eine U-Bahn gab.

Die Tiefbauarbeiten dauerten 472 Tage, gegraben wurde nur etwa 4,25 bis 4,45 Meter tief.

Am 7. April 1896 wurde die Bahn der Presse vorgestellt, am 11. April folgte die offizielle Abnahme.

Andrang am ersten Tag

Der Ansturm am Eröffnungstag war riesig.

In den Wagen, die für 42 Personen zugelassen waren, fuhren bis zu 80 Menschen mit.

Trotzdem mussten viele Fahrgäste fünf bis sechs Abfahrten abwarten, bis sie selbst einsteigen konnten.

Die Erfahrungen aus Budapest nutzte Siemens & Halske später beim Bau der Berliner U-Bahn.

Der König fährt mit

Am 8. Mai 1896 besichtigte König Franz Joseph I. die neue U-Bahn.

Er fuhr in einem eigens für ihn gebauten Salonwagen vom damaligen Gizella tér bis zum Zoo.

Am Ende lobte er, er sei sehr zufrieden gewesen.

Die Zeitungen berichteten über diese Fahrt ausführlicher als über die Eröffnung selbst.

Kleiner als die anderen Linien

Die M1 unterscheidet sich deutlich von den drei jüngeren Linien.

Sie bezieht ihren Strom mit 600 Volt wie die Straßenbahn, die anderen Linien fahren mit 825 Volt.

Ihre Bahnsteige sind nur 31 bis 42 Zentimeter hoch, und die Wagen sind kürzer und niederflurig.

Sie hat eine direkte Gleisverbindung zum Straßenbahnnetz, aber keine zum Eisenbahnnetz.

Der Umbau von 1973

Im Juli 1973 fuhr die M1 zum letzten Mal auf ihrer ursprünglichen Streckenführung von 1896.

Im Dezember 1973 ging ein neuer, 1233 Meter langer Tunnelabschnitt vom Heldenplatz zur neuen Endstation Mexikói út in Betrieb.

Dabei stieg die Höchstgeschwindigkeit von 40 auf 60 km/h.

1995 wurde sie zum Schutz der Motoren wieder auf 50 km/h gesenkt.

Die M2 unter der Donau

Mit dem Bau einer Ost-West-Linie wurde 1950 begonnen, doch nach drei Kilometern stockten die Arbeiten.

Im April 1970 ging die M2 zwischen Deák Ferenc tér und Örs vezér tere in Betrieb.

Schon im ersten Jahr nutzten sie 250.000 Fahrgäste pro Tag.

Im Dezember 1972 folgte der 3,5 Kilometer lange Abschnitt unter der Donau zum Südbahnhof, danach verdoppelte sich die Zahl auf 500.000 Fahrgäste am Tag.

Die M3 von Süd nach Nord

Im Dezember 1976 nahm die M3 zwischen Deák Ferenc tér und Nagyvárad tér den Betrieb auf.

Im Dezember 1981 kam das Nordstück bis zum heutigen Lehel tér hinzu.

Im Dezember 1990 wurde sie bis Újpest-Központ verlängert.

An ihrer Endstation Kőbánya-Kispest fährt ein Schnellbus zu beiden Terminals des Flughafens.

Die M4 von 2014

Am 28. März 2014 ging die vierte Linie, die M4, in Betrieb.

Sie bietet Umsteigestationen zur M2 am Ostbahnhof Keleti pályaudvar und zur M3 am Kálvin tér.

Einziger Punkt, an dem sich M1, M2 und M3 treffen, ist bis heute der Deák Ferenc tér im Zentrum.

Eine fünfte Linie mit dem Namen M5 ist in Planung.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wie alt ist die Budapester Metro?
Die erste Linie, die heutige M1, fährt seit dem 2. Mai 1896 und ist damit 130 Jahre alt (Stand 2026).
Ist die Budapester Metro die älteste der Welt?
Nein, die Londoner U-Bahn von 1863 ist älter. Budapest hat aber die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas.
Wie lang ist das Netz der Budapester Metro?
39,4 Kilometer mit vier Linien und 52 Stationen.
Was ist die Földalatti?
So wird die älteste Linie M1 genannt, die unter der Prachtstraße Andrássy út fährt.
Gehört die Budapester Metro zum Welterbe?
Die Linie M1 zählt seit 2002 zusammen mit der Andrássy út zum UNESCO-Welterbe.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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