Sollte Frankfurt einen Fernbahntunnel bekommen?

Standpunkt

„Unter dem Frankfurter Hauptbahnhof soll eines Tages ein zweiter Bahnhof entstehen, nur für die schnellen Züge.“

Sollte Frankfurt einen Fernbahntunnel bekommen?

→ Ein Milliardenprojekt unter der Mainmetropole.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Frankfurt plant einen etwa zehn Kilometer langen Fernbahntunnel mit einem unterirdischen Bahnhof. Befürworter sehen darin den Schlüssel gegen den Dauerstau im Knoten, Kritiker fürchten Kosten, lange Bauzeit und Belastungen für die Stadt.

Der Frankfurter Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Knoten im deutschen Bahnnetz.

Er ist aber ein Kopfbahnhof, und seine Zufahrten sind oft überlastet.

Ein Tunnel unter der Stadt soll das ändern, doch das Projekt ist umstritten.

Frankfurt HBF Gleisvorfeld
Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Worum es geht

Geplant ist ein zweigleisiger Tunnel für Fernzüge unter der Frankfurter Innenstadt.

Er soll im Westen bei Niederrad beginnen und im Osten beim Kaiserlei wieder auftauchen.

Unter dem Hauptbahnhof ist ein unterirdischer Bahnhof vorgesehen.

Fernzüge könnten dort halten, ohne wenden zu müssen.

Gleise U Bahnhof Hauptbahnhof, Frankfurt
Foto: Chris Yunker, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das Problem mit dem Kopfbahnhof

Im heutigen Kopfbahnhof müssen durchfahrende Züge die Richtung wechseln.

Das kostet Zeit und blockiert Gleise.

Außerdem teilen sich viele Linien dieselben Zufahrten.

Schon kleine Störungen können sich deshalb weit im Netz ausbreiten.

Die Eckdaten

Anfangs war von einem sieben Kilometer langen Tunnel die Rede.

Im Jahr 2019 wurde die Länge mit rund zehn Kilometern angegeben.

Die Züge sollen darin bis zu 120 Kilometer pro Stunde fahren.

Das Projekt steht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

Was es kosten soll

Im Jahr 2018 bezifferte die Bundesregierung die erwarteten Kosten auf 3,6 Milliarden Euro.

Bei Großprojekten dieser Art steigen die Kosten erfahrungsgemäß oft deutlich.

Genaue Zahlen hängen von der weiteren Planung ab.

Mit einer Inbetriebnahme wird in den 2040er Jahren gerechnet.

Teil eines größeren Plans

Der Tunnel ist Teil eines umfassenden Ausbaus des Knotens Frankfurt.

Dazu gehören auch neue Gleise und Brücken im Umland.

Das Ziel ist ein dichterer Takt im ganzen Land.

Frankfurt gilt dabei als eines der wichtigsten Nadelöhre.

Die Sorgen vor Ort

Ein Tunnel unter einer dicht bebauten Innenstadt ist technisch anspruchsvoll.

Anwohner fürchten Baustellenlärm und Einschränkungen über viele Jahre.

Auch Erschütterungen und Risiken für Gebäude werden diskutiert.

Die Planer müssen hier viele Fragen beantworten.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Pro und Contra

Dafür

+  Der Tunnel würde den überlasteten Knoten Frankfurt spürbar entlasten.

+  Fernzüge könnten durchfahren, ohne im Kopfbahnhof wenden zu müssen.

+  Kürzere Reisezeiten machen die Bahn gegenüber Auto und Flugzeug attraktiver.

+  Weniger Verspätungen in Frankfurt würden dem ganzen Netz helfen.

+  Oben im Kopfbahnhof bliebe mehr Platz für den Regionalverkehr.

+  Der Tunnel wäre ein wichtiger Baustein für einen dichten Takt im ganzen Land.

Dagegen

−  Die Kosten sind sehr hoch und könnten weiter steigen.

−  Bis zur Inbetriebnahme vergehen voraussichtlich noch viele Jahre.

−  Die Bauarbeiten würden die Innenstadt lange belasten.

−  Das Geld könnte anderswo schneller mehr bewirken, etwa bei der Sanierung.

−  Große Tunnelprojekte bergen technische und finanzielle Risiken.

−  Kritiker bezweifeln, dass der Nutzen die Belastungen aufwiegt.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Unterm Strich

Der Fernbahntunnel ist ein Projekt für Jahrzehnte.

Er könnte eines der größten Nadelöhre im deutschen Netz auflösen.

Dafür verlangt er viel Geld, Geduld und Nerven von der Stadt.

Ob sich der Aufwand lohnt, entscheidet sich an Planung, Kosten und Umsetzung.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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