Sollte die Rollende Landstraße gefördert werden?

Standpunkt

„Auf diesem Zug fahren keine Menschen und keine Container, sondern ganze Lastwagen, und die Fahrer schlafen nebenan im Liegewagen.“

Sollte die Rollende Landstraße gefördert werden?

→ Lastwagen auf Schienen, eine umstrittene Idee.

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Worum es geht

Die Rollende Landstraße bringt komplette Lkw per Zug über lange Strecken, vor allem über die Alpen. Sie entlastet Straßen und Anwohner, ist aber teuer und schleppt viel totes Gewicht mit, weshalb manche Verbindungen eingestellt wurden.

An manchen Grenzübergängen in den Alpen stauen sich die Lastwagen kilometerlang.

Eine Lösung klingt einfach: Man lädt die Lkw einfach auf einen Zug.

Doch ob sich das lohnt, ist heftig umstritten.

RoLa Loetschberg
Foto: Kabelleger / David Gubler, Public domain, via Wikimedia Commons

Wie die Rollende Landstraße funktioniert

Bei der Rollenden Landstraße fahren komplette Lkw auf spezielle Güterwagen.

Diese Wagen sind sehr niedrig und haben besonders kleine Räder.

So passen auch hohe Sattelzüge durch die Tunnel.

Die Fahrer reisen währenddessen in einem angehängten Sitz- oder Liegewagen mit.

Rollende Landstrasse durch Spiez BE
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Laderampen an beiden Enden

An den Endpunkten gibt es spezielle Rampen.

Über sie fahren die Lkw auf den Zug hinauf und am Ziel wieder hinunter.

Die Wagen bilden dabei eine durchgehende Fahrspur.

So kann ein ganzer Zug in kurzer Zeit beladen werden.

Wo sie fährt

Besonders häufig fahren solche Züge zwischen Wörgl in Tirol und dem Brenner.

Auch in Österreich zwischen Maribor und Wels gab es regelmäßige Verbindungen.

Durch die Schweiz fuhr lange eine Rollende Landstraße von Freiburg im Breisgau nach Novara.

Diese Verbindung wurde im Dezember 2025 aus finanziellen Gründen eingestellt.

Das Problem mit dem Gewicht

Bei der Rollenden Landstraße fährt viel totes Gewicht mit.

Der Lkw selbst, mit Motor und Fahrerhaus, wird ja mittransportiert.

Der Anteil dieses Ballasts kann über der Hälfte liegen.

Kritiker nennen sie deshalb eine sehr ineffiziente Form des kombinierten Verkehrs.

Die Alternative Container

Viele Fachleute setzen lieber auf den unbegleiteten Verkehr.

Dabei reisen nur Container oder Sattelauflieger auf dem Zug.

Die Zugmaschine und der Fahrer bleiben zu Hause.

Das spart Gewicht, verlangt aber passende Auflieger und Terminals.

Warum sie trotzdem gebraucht wird

Nicht jeder Lkw kann einfach auf den Container-Verkehr umsteigen.

Viele Speditionen haben keine kranbaren Auflieger.

Für sie ist die Rollende Landstraße oft die einzige Möglichkeit, die Schiene zu nutzen.

In den Alpen kann sie außerdem Straßen und Anwohner spürbar entlasten.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Pro und Contra

Dafür

+  Jeder Lkw auf dem Zug fehlt im Stau und entlastet Straßen und Anwohner.

+  In den Alpen sinken Lärm und Abgase entlang der Transitrouten.

+  Auch Speditionen ohne besondere Auflieger können die Schiene nutzen.

+  Fahrer erhalten während der Fahrt Ruhezeit im Liegewagen.

+  Das System ist einfach und schnell zu beladen.

+  Bei Straßensperrungen bietet es eine verlässliche Alternative.

Dagegen

−  Es fährt sehr viel totes Gewicht mit, das kostet Energie.

−  Der Betrieb ist teuer und ohne Zuschüsse kaum wirtschaftlich.

−  Der Container-Verkehr gilt als effizienter und zukunftsfähiger.

−  Die niedrigen Spezialwagen und Terminals sind aufwendig.

−  Mehrere Verbindungen wurden bereits aus Kostengründen eingestellt.

−  Fördergeld könnte in anderen Formen des Güterverkehrs mehr bewirken.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Unterm Strich

Die Rollende Landstraße ist eine Brückentechnik.

Sie hilft dort, wo Straßen überlastet sind und Alternativen fehlen.

Auf Dauer gilt der unbegleitete Container-Verkehr als effizienter.

Ob Fördergeld hier gut angelegt ist, hängt deshalb stark vom einzelnen Korridor ab.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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