Werbeflächen im Bahnhof werden nach Verweildauer bepreist

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Werbeflächen im Bahnhof werden nach Verweildauer bepreist

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Aufschlag ab Minute 20)

Werbefläche Bahnhof Satire: Waschbär sitzt nachts vor einem leuchtenden leeren Werbekasten auf dem Bahnsteig

Fläche der Klasse A bei mittlerer Wartezeit. Der Aufschlag greift ab Minute zwanzig. Foto: wpa (Symbolbild)

Hamburg (wpa) – Die Vermarktungsgesellschaft der Deutschen Bahn stellt ihre Preisliste um. Werbeflächen in Bahnhöfen werden künftig nach Verweildauer bepreist.

Grundlage ist die mittlere Aufenthaltszeit am Standort. Sie wird quartalsweise erhoben.

Ab einer mittleren Wartezeit von 20 Minuten greift ein Aufschlagfaktor. Er beträgt 1,8.

Der Quadratmeterpreis steigt damit auf 340 Euro im Monat. Ohne Aufschlag liegt er bei 189 Euro.

Mediaverkaufsleiter Bernd Blickkontakt nannte das eine sachgerechte Bewertung. Wer länger stehe, sehe mehr.

Die Vermarktungsgesellschaft gehört demselben Konzern wie der Betrieb. Beide berichten an dieselbe Holding.

Für die Holding ergibt sich daraus eine bemerkenswerte Konstellation. Was auf der einen Seite als Störung gebucht wird, erscheint auf der anderen als Umsatz.

Ein Sprecher wies darauf hin, dass die Bereiche getrennt gesteuert würden. Eine Absprache finde nicht statt.

Die Preisliste weist die Standorte in vier Klassen aus. Klasse A umfasst Bahnhöfe mit besonders langen Wartezeiten.

In Klasse A fallen derzeit 41 Standorte. Im Vorjahr waren es 28.

Der Zuwachs wird im Geschäftsbericht als Marktentwicklung geführt. Eine Ursache wird nicht genannt.

Werbekunden reagieren unterschiedlich. Ein Versicherer buchte Klasse A, ein Reiseanbieter kündigte.

Der Reiseanbieter begründete die Kündigung mit dem Umfeld. Man wolle nicht neben der Anzeigetafel stehen.

Für Klasse D gilt ein Rabatt. Betroffen sind Bahnhöfe, an denen die Züge fahren.

Der Rabatt beträgt 40 Prozent. Er heißt in der Preisliste Frequenzkorrektur.

Der Fahrgastverband forderte, die Einnahmen an die Betroffenen auszuschütten. Die Forderung wurde geprüft.

Sie sei rechtlich nicht darstellbar, hieß es. Zwischen Wartezeit und Werbeeinnahme bestehe kein Vertragsverhältnis.

In der internen Präsentation steht ein Satz, der es nicht in die Pressemitteilung geschafft hat. Die Aufenthaltsqualität sei die letzte Kennzahl, die zuverlässig steige.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Klasse A wächst um 13 Standorte – Ursache laut Geschäftsbericht: Marktentwicklung +++

+++ Reiseanbieter kündigt Fläche neben der Anzeigetafel und bucht auf den Vorplatz um +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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