Zug fährt über Silvester: die Ankunft zählt zum neuen Jahr

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Zug fährt über Silvester: die Ankunft zählt zum neuen Jahr

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Jahreswechsel unterwegs)

Silvester Satire: Waschbär steht nachts auf einem Bahnsteig, im Hintergrund ferne Lichter am Himmel

Abfahrt im alten Jahr. Ankunft im neuen. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Ein Fernzug von München nach Berlin hat sein Ziel im neuen Jahr erreicht. Abgefahren war er am 31. Dezember.

Die Verspätung betrug 190 Minuten. Die Ankunft lag um 0:40 Uhr.

Für die Statistik hat das Folgen. Die Verspätung wird dem alten Jahr zugerechnet.

Die Ankunft zählt zum neuen. Beide Werte erscheinen in unterschiedlichen Bilanzen.

„Das ist eine saubere Abgrenzung“, erklärte Statistikleiter Ludwig Rundung.

Kaufmännisch ist das Verfahren üblich. Für Fahrgäste ist es schwer nachvollziehbar.

Betroffen waren in dieser Nacht 40 Züge. Insgesamt reisten darin 9.000 Menschen.

Für sie endete die Fahrt später als geplant. Ein Ersatzverkehr war nicht eingerichtet.

In der Silvesternacht fahren keine Anschlusszüge. Der letzte Regionalzug ging um 23:10 Uhr.

Wer den verpasste, wartete bis 5:40 Uhr. Der Wartesaal war geschlossen.

Ein Reisender aus Zwickau hat die Nacht auf dem Bahnsteig verbracht. Er berichtet von Kälte.

Die Bahn bedauert den Vorfall. Man verweise auf die besondere Nacht.

In dieser Nacht sei der Betrieb ohnehin eingeschränkt. Das sei bekannt.

Fahrgastverbände fordern eine Nachtregelung. Sie sollte Übernachtungen abdecken.

Ein solcher Anspruch besteht theoretisch. Er gilt ab zwei Stunden Verspätung.

Voraussetzung ist ein verfügbares Hotel. In der Silvesternacht war keines frei.

Damit entfällt der Anspruch. Erstattet wird stattdessen der Fahrpreis.

Beantragt werden muss er schriftlich. Die Bearbeitung dauert elf Wochen.

Die Statistik für das alte Jahr wurde inzwischen veröffentlicht. Die Pünktlichkeit lag bei 62,4 Prozent.

Ohne die Silvesterzüge wären es 62,5 Prozent gewesen. Der Unterschied ist gering.

Für die Betroffenen war er es nicht. Darauf wurde in der Mitteilung nicht eingegangen.

Für das kommende Silvester ist eine Sonderregelung angekündigt. Erarbeitet wird sie seit elf Monaten. Bis dahin gilt: Wer um Mitternacht im Zug sitzt, hat Pech und eine Verspätung aus dem Vorjahr.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Zug kommt im neuen Jahr an – die Verspätung zählt zum alten +++

+++ Bahn nennt das eine saubere Abgrenzung der Geschäftsjahre +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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