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Rentenlücke schließt sich, wenn Arme früher sterben
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Haltelinie hält bis zur Vorlage)

Berlin (wpa) – Die Rentenkommission hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. 41 Seiten.
Die Finanzierungslücke schließt der Bericht nicht. Sie schließe sich „von selbst“.
Grundlage ist Kapitel sechs. Titel: „Demografische Selbstregulierung“.
Beschrieben wird die Lebenserwartung in strukturschwachen Regionen. Sie sinkt seit 2019.
„Wir haben den Trend lediglich fortgeschrieben“, sagt Kommissionsvorsitzender Reinhard Sterbetafel. „Rechnerisch trägt er.“
Der Bericht nennt einen Zeitpunkt. Ab 2038 sei die Lücke geschlossen.
Eine politische Maßnahme sei nicht nötig. Nötig sei „lediglich Geduld“.
Der Effekt tritt in fünf Landkreisen besonders früh ein. In keinem hält noch ein Fernzug.
Zwei der fünf wurden 2019 vom Fernverkehr abgehängt. Die Sterbetafel weist für sie seither einen eigenen Verlauf aus.
Ein ursächlicher Zusammenhang werde „ausdrücklich nicht behauptet“. Er werde „lediglich fortgeschrieben“.
Der Zusammenhang zwischen Anbindung und Lebenserwartung ist seit Jahren belegt. Im Bericht steht er im Anhang.
Zuständig sei „ein anderes Ressort“. Das Ressort hat den Bericht zur Kenntnis genommen.
Die Lebenserwartung steht im Anhang nach Einkommensgruppen. Die Spanne beträgt acht Jahre.
Acht Jahre liegen zwischen dem obersten und dem untersten Fünftel.
Im untersten Fünftel sind Schichtarbeit, Pendelwege über neunzig Minuten und Erwerbsminderung überdurchschnittlich vertreten.
Die Pendelwege stehen in Tabelle 14. Kommentiert sind sie nicht.
Die Kommission empfiehlt, an der Haltelinie festzuhalten. Sie gilt bis zum nächsten Bericht.
Der ist für 2032 vorgesehen. Bis dahin gilt die Fortschreibung.
Die Erstellung kostete 2,4 Millionen Euro. Das meiste ging in die Datenaufbereitung.
Die Daten kommen vom Statistischen Bundesamt. Sie wurden nicht erhoben, nur übernommen.
Sozialverbände nennen den Bericht zynisch. Die Kommission verweist auf ihre Methodik.
Zynismus sei „keine statistische Kategorie“. Die Rechnung sei geprüft.
Geprüft hat die Kommission sich selbst. Eine externe Prüfung war nicht beauftragt.
Für die Anreise der Mitglieder gab es einen Fahrdienst. Die Bahn galt als „nicht ausreichend planbar“.
In der Pressekonferenz wurde nach dem Menschenbild gefragt. Die Antwort verwies auf den Anhang.
Der Anhang enthält die Tabellen. Ein Menschenbild ist darin nicht vorgesehen.
Wer früher stirbt, entlastet die Kasse. Das ist keine Absicht, das ist Arithmetik.
Die Kommission nennt es „einen dämpfenden Effekt“. Er ist im Basisszenario eingepreist.
Er trägt 0,4 Beitragspunkte.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Lebenserwartung nach Einkommensgruppen: acht Jahre Spanne zwischen oberstem und unterstem Fünftel +++
+++ Der Effekt ist im Basisszenario eingepreist und trägt 0,4 Beitragspunkte +++
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