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Sparpotenzial gehoben: Bahn streicht die Böschungspflege an 14.000 Kilometern, weil bei Dürre nichts wächst
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (trocken)

Der Chefredakteur prüft den Bewuchs. Es gibt keinen. Foto: wpa (Symbolbild)
Magdeburg (wpa) – Die Deutsche Bahn hat die Pflege ihrer Streckenböschungen weitgehend eingestellt. Eingespart werden 4 Millionen Euro im Jahr.
Begründet wird die Einstellung mit der anhaltenden Trockenheit. Bei Trockenheit wächst weniger nach.
Das ist zutreffend. Es beschreibt den Bewuchs, nicht die Brandlast.
Trockenes Gras brennt besser als feuchtes. Auch das ist zutreffend.
„Wir passen die Pflege an die Vegetationsentwicklung an“, erklärt Netzvorstand Hartmut Bauabschnitt. Angepasst wurde das Budget.
Der Pflegevertrag wurde zum Jahresende gekündigt. Eine Neuvergabe dauert elf Monate.
Betroffen sind rund 14.000 Kilometer Böschung. Gepflegt wird noch an Engstellen.
Engstellen sind Abschnitte neben Wohnbebauung. Sie machen 6 Prozent aus.
Die übrigen 94 Prozent bleiben unbearbeitet. Dort steht seit dem Frühjahr trockenes Gras.
Im Juli brannte es bei Cottbus. Betroffen waren 41 Hektar.
Der Löscheinsatz kostete 340.000 Euro. Getragen wurde er von den Kommunen.
Die Ersparnis bleibt beim Konzern. Beide Beträge stehen in verschiedenen Haushalten.
Ein interner Vermerk von 2023 hatte auf den Zusammenhang hingewiesen. Er umfasst vier Seiten.
Auf Seite drei steht, ungepflegte Böschungen erhöhten die Brandlast. Der Vermerk liegt vor.
Er wurde in der Entscheidungsvorlage nicht erwähnt. Erwähnt wurde die Vegetationsentwicklung.
Beide Aussagen stammen aus demselben Haus. Sie sind beide richtig.
Zusammen ergeben sie eine Einsparung mit Folgekosten. Die Folgekosten fallen anderswo an.
Genau darin liegt die Rechnung. Sie geht auf, solange nur eine Seite betrachtet wird.
Für 2027 ist eine Neubewertung vorgesehen. Sie soll die Brandstatistik einbeziehen.
Die Brandstatistik wird von den Ländern geführt. Ein Datenaustausch ist nicht vereinbart.
Vereinbart werden müsste er zwischen Bund, Ländern und Konzern. Zuständig wäre eine Arbeitsgruppe.
Eine Arbeitsgruppe wurde im August eingerichtet. Sie tagt vierteljährlich.
Herr Wieczorek ist Feuerwehrmann und war beim Brand bei Cottbus im Einsatz. Er hat die Böschung vorher gekannt.
Er sagt, früher sei sie zweimal im Jahr gemäht worden. Zuletzt gemäht wurde sie 2023, seither fährt der Zug an trockenem Gras vorbei.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 4 Millionen gespart, der Löscheinsatz kostete 340.000 +++
+++ Pflegevertrag gekündigt, eine Neuvergabe dauert elf Monate +++
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