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Eisenbahnbrücken der Zustandsnote 4 werden künftig jährlich fotografiert
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Standsicherheit im Rahmen)

Dortmund (wpa) – Die Bahn hat ein Programm zur Brückenerfassung beschlossen. Erfasst werden Eisenbahnbrücken der Zustandsnote 4.
Die Note 4 bedeutet ungenügender Bauwerkszustand. Betroffen sind 4.100 Bauwerke im Netz, das älteste von 1888.
Vorgesehen ist eine jährliche fotografische Verlaufskontrolle. Eine Sanierung ist nicht vorgesehen.
„Wir dokumentieren lückenlos“, sagte Fachbereichsleiter Ingo Restnutzungsdauer. „Der Verlauf ist damit vollständig belegt.“
Für das Programm stehen 41 Millionen Euro bereit. Der Sanierungsbedarf beträgt 14 Milliarden.
Die Differenz ist bekannt. Sie ist im Bericht ausgewiesen.
Ausgewiesen ist auch die mittlere Restnutzungsdauer. Sie beträgt sieben Jahre.
Das Programm läuft über zwölf. Eine Anpassung ist nicht erforderlich.
Fällt ein Bauwerk vorher aus, endet die Verlaufskontrolle automatisch. Der Datensatz wird abgeschlossen.
Abgeschlossene Datensätze verbessern die Statistik. Sie zählen nicht mehr zum Bestand der Note 4.
Damit sinkt der Anteil der Bauwerke in schlechtem Zustand. Der Rückgang wird jährlich berichtet.
Auf 610 Bauwerken gilt inzwischen eine Langsamfahrstelle. Sie ersetzt die Sanierung vollwertig.
Die dadurch entstehende Fahrzeitverlängerung wurde in den Fahrplan eingearbeitet. Damit gilt sie nicht mehr als Verspätung.
Der Zustand der Brücke bleibt unverändert. Die Pünktlichkeitsquote steigt.
Die Fotos werden zentral archiviert. Der Zugriff ist auf die Fachabteilung beschränkt.
Eine Veröffentlichung ist nicht vorgesehen. Sie könnte zu Beunruhigung führen.
Anfragen von Kommunen werden gesammelt beantwortet. Der nächste Sammeltermin liegt im März.
Die Länder fordern eine Priorisierung. Der Bund verweist auf die Zuständigkeit der Länder.
Für Brücken über der Strecke in kommunaler Hand gilt das Programm nicht. Sie werden gesondert erfasst.
Ein Erfassungsprogramm dafür ist beantragt. Über den Antrag wird 2029 entschieden.
Bis dahin gilt die Sichtprüfung. Sie erfolgt vom Boden aus.
Zwei Brücken wurden im laufenden Jahr gesperrt. Beide waren lückenlos fotografiert.
Ein Vorteil des Programms bleibt unbestritten. Der Einsturz ist dann wenigstens dokumentiert.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Bauwerk 4.099 erhält ein neues Bauschild – der Sanierungsbeginn bleibt offen +++
+++ Fachabteilung meldet Rekord: 4.100 Fotos, kein einziger Kubikmeter Beton +++
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