Ortstermin: Rasender Roland auf Rügen

Ortstermin

„Gemächlich zischt die Dampflok los – Eile kennt der Rasende Roland trotz seines Namens nicht.“

Rasender Roland: Rügens Schmalspur-Dampfbahn seit 1895

→ Mit 30 km/h und viel Dampf über die Insel – wir sind mitgefahren.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Sein Name ist ein liebevoller Scherz: Der Rasende Roland dampft mit gemütlichen 30 km/h über die Insel Rügen. Seit 1895 verbindet die historische Schmalspurbahn die Ostseebäder. Wir sind mitgefahren.

Auf der Insel Rügen fährt eine Bahn wie aus einer anderen Zeit. Der Rasende Roland ist eine echte Dampfbahn, die seit 1895 über die Insel schnauft. Ihr Name ist ein augenzwinkernder Scherz.

Denn rasend ist hier gar nichts. Mit gemütlichen rund 30 Kilometern pro Stunde tuckert der Zug durch Wälder und Felder. Doch genau diese Langsamkeit macht seinen Charme aus.

Bahnhof Putbus, Ausgangspunkt des Rasenden Roland
Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Putbus Circus 01 Wohnhaus
Foto: Eligius Gründelschilf, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Eine Bahn auf schmaler Spur

Der Rasende Roland ist eine Schmalspurbahn. Seine Schienen liegen enger beieinander als bei einer normalen Bahn. Das war günstiger zu bauen und passte gut zur kleinen Insel.

Bis heute fährt die Bahn auf dieser schmalen Spur. Kleine, kräftige Dampfloks ziehen die historischen Wagen – ein lebendiges Stück Technikgeschichte, das nie stehen geblieben ist.

Der Dampf, der Geruch von Kohle, das Pfeifen der Lok: Eine Fahrt mit dem Rasenden Roland spricht alle Sinne an. Für viele Gäste ist sie der Höhepunkt ihres Rügen-Urlaubs.

Die Dampflok des Rasenden Roland
Foto: Matthias Süßen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Rasender Roland zwischen Baabe und Sellin
Foto: Strubbl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Von Putbus bis Göhren

Die Strecke verbindet die Stadt Putbus mit den Ostseebädern der Insel. Über Binz, Sellin und Baabe geht es bis nach Göhren. Ausgangspunkt ist der historische Bahnhof Putbus.

Unterwegs hält der Zug an malerischen kleinen Bahnhöfen. Sie sehen oft noch aus wie vor hundert Jahren und sind selbst eine Reise in die Vergangenheit wert.

Dampfzug Rasender Roland bei Sellin
Foto: Matthias Süßen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nicht nur für Touristen

Der Rasende Roland ist mehr als eine Museumsbahn. Er fährt das ganze Jahr nach festem Fahrplan und ist auch ein echtes Verkehrsmittel für die Menschen auf der Insel.

So mischen sich an Bord Urlauber mit Einheimischen. Für die einen ist es ein Ausflug, für die anderen der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen – mit Dampf und in aller Ruhe.

Sellin pier
Foto: Fujugu, Public domain, via Wikimedia Commons
Rasender Roland im Bahnhof Sellin Ost
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Denkmal in Betrieb

Dass eine Dampfbahn seit über 125 Jahren ununterbrochen fährt, ist selten. Der Rasende Roland wird liebevoll gepflegt, seine Loks und Wagen sorgsam instand gehalten.

Unser Ortstermin zeigt: Der Rasende Roland ist ein Schatz. Als historische Schmalspur-Dampfbahn verbindet er seit 1895 die Bäder Rügens – langsam, laut und wunderschön. Sein Name ist und bleibt der schönste Scherz der Insel.

Innenraum eines Wagens des Rasenden Roland
Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Stück Inselgeschichte

Als die Bahn 1895 gebaut wurde, war Rügen längst ein beliebtes Reiseziel. Die neue Kleinbahn brachte die Badegäste bequem von einem Ostseebad zum nächsten und half, den Tourismus zu erschließen.

Über die Jahrzehnte überstand die Bahn Kriege, die deutsche Teilung und den Wandel des Reisens. Dass sie bis heute dampft, ist auch das Verdienst vieler Menschen, die sich für ihren Erhalt eingesetzt haben.

Jagdschloss Granitz (Binz)
Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Rügen Jagdschloss Granitz Wendeltreppe im Mittelturm (Treppe 6207)
Foto: T meltzer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen für den Besuch

Am schönsten verbindet man eine Fahrt mit einem Bummel durch die Ostseebäder. In Sellin lohnt der Weg zur berühmten Seebrücke, in Putbus die klassizistische Stadtanlage. Der Rasende Roland bringt einen bequem von Ort zu Ort.

So bleibt der Rasende Roland ein Erlebnis für alle Sinne: das Zischen der Lok, der Geruch von Kohle, das gemächliche Rattern über die Insel. Eine Bahn, die beweist, dass Langsamkeit ein Geschenk sein kann.

Wer einmal mitgefahren ist, versteht, warum die Rüganer ihren Roland so lieben – trotz oder gerade wegen seines augenzwinkernden Namens.

Am Ende ist der Rasende Roland weit mehr als ein Verkehrsmittel: Er ist ein liebgewonnenes Wahrzeichen Rügens, das die Vergangenheit der Eisenbahn auf die schönste Weise lebendig hält.

Rasender Roland in Lauterbach
Foto: Lukas Beck, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Publikumsliebling

Der Rasende Roland zieht Jahr für Jahr unzählige Besucher an. Familien, Eisenbahnfreunde und Fotografen säumen die Strecke, wenn die Dampflok vorbeizieht. Für viele ist er das Sinnbild eines Rügen-Urlaubs.

Dieser Zuspruch sichert auch den Erhalt der Bahn. Wo so viele Menschen mitfahren und mitfiebern, hat eine historische Dampfbahn eine Zukunft.

Kaum eine andere Bahn schafft es, Technikgeschichte und Urlaubsgefühl so selbstverständlich zu vereinen wie dieser gemächliche kleine Dampfzug auf Rügen.

Kurz erklärt

Rasender Roland: historische Schmalspur-Dampfbahn auf der Insel Rügen, seit 1895.

Er fährt mit gemütlichen rund 30 km/h – der Name ist ein Scherz.

Die Strecke verbindet Putbus über Binz, Sellin und Baabe mit Göhren.

Er ist zugleich Touristenattraktion und echtes Verkehrsmittel im festen Fahrplan.

Häufige Fragen zum Rasenden Roland

Wie schnell fährt der Rasende Roland?
Mit rund 30 Kilometern pro Stunde. Der Name „Rasender Roland“ ist ein liebevoller Scherz – gemächlich passt besser.
Seit wann gibt es die Bahn?
Seit 1895. Damit ist sie eine der ältesten durchgehend betriebenen Dampfbahnen und ein lebendiges Stück Technikgeschichte.
Wo fährt der Rasende Roland?
Auf der Insel Rügen, von Putbus über Binz, Sellin und Baabe bis nach Göhren – auf schmaler Spur durch Wälder und Ostseebäder.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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