Die Thayatalbahn und die Lokalbahn Göpfritz–Raabs: Zwei Waldviertler Strecken, ein Radweg

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Die Thayatalbahn und die Lokalbahn Göpfritz–Raabs: Zwei Waldviertler Strecken, ein Radweg

Die Thayatalbahn führte von Schwarzenau über Waidhofen bis zur Grenze bei Fratres, die Lokalbahn Göpfritz–Raabs endete in Raabs. Zwischen Waidhofen und Slavonice sowie zwischen Göpfritz und Raabs liegt heute ein Radweg.

VORHER · 1991

Der Bahnhof Dobersberg im Jahr 1991.

Der Bahnhof Dobersberg im Jahr 1991. Foto: Fojsinek, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2023

Der ehemalige Bahnhof Dobersberg mit dem Radweg im August 2023.

Der ehemalige Bahnhof Dobersberg mit dem Radweg im August 2023. Foto: Kronex01, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1891
Schwarzenau–Waidhofen eröffnet
1986
Personenverkehr endet
2010
Gesamtverkehr eingestellt
2017
Thayarunde eröffnet

Lage: Waldviertel, Niederösterreich, bis zur Grenze bei Fratres. Status: Waidhofen–Fratres seit Dezember 2010 ohne Bahnverkehr, Göpfritz–Raabs seit 2013 abgebaut, Schwarzenau–Waidhofen seit 2019 touristisch befahren. Heute: Radweg Thayarunde auf den Trassen.

Die Thayatalbahn führte von Schwarzenau im Waldviertel über Waidhofen an der Thaya zur Grenze bei Fratres und weiter nach Slavonice und Telč in Tschechien.

Zwischen Waidhofen und Slavonice ist die Strecke stillgelegt und wird durch einen grenzüberschreitenden Radweg nachgenutzt.

Der Abschnitt Schwarzenau–Waidhofen wurde am 19. Mai 2019 wieder in Betrieb genommen und wird zunächst touristisch genutzt, ein täglicher, ganzjähriger Verkehr findet nicht statt.

In Tschechien ist die Strecke zwischen Slavonice und Telč in Betrieb.

Dieser Beitrag erzählt die stillgelegten Teile und die Lokalbahn Göpfritz–Raabs, die als eigene Strecke entstand und seit 2013 abgebaut ist.

Entstehung: Eine Lokalbahn im Thayatal

Ursprünglich war geplant, Waidhofen an der Thaya direkt an die Franz-Josefs-Bahn anzuschließen.

Die Waidhofener standen dem zunächst negativ gegenüber.

Erst als ein Bahnanschluss wirtschaftlichen Aufschwung versprach, wurde ein Lokalbahnanschluss verwirklicht.

Am 3. August 1891 wurde der Abschnitt Schwarzenau–Waidhofen an der Thaya eröffnet.

Die Erweiterung nach Zlabings und Teltsch ging am 20. Juni 1903 in Betrieb.

Ab der Landesgrenze gehörte die bis Teltsch durchkilometrierte Strecke zur landesgarantierten Lokalbahn Wolframs–Teltsch.

Den Betrieb führten die k.k. Staatsbahnen für Rechnung der Eigentümer.

So sah es vorher aus: Der Verlauf der Strecke

Die Thayatalbahn begann im Bahnhof Schwarzenau.

Bis 1959 verlief sie bis zur Abzweigung Willings auf dem rechten Gleis der damals zweigleisigen Franz-Josefs-Bahn und bog dort nach Norden ab.

Um das Stadtplateau von Waidhofen zu erreichen, verließ sie bei Kottschallings das Thayatal und umfuhr die Bezirkshauptstadt am Westrand.

Dann senkte sich die Trasse wieder ins Thayatal und folgte dem Fluss in seinen Mäandern.

Kurz vor Waldkirchen wechselte sie in das Tal des Feinitzbachs, in dem sie bis Slavonice blieb.

Östlich von Fratres durchschnitt der Eiserne Vorhang die Strecke.

Der Fahrplan von 1912 verzeichnet drei durchlaufende gemischte Zugpaare zwischen Schwarzenau und Wolframs-Cejl, zwei weitere Zugpaare bedienten nur Schwarzenau–Waidhofen.

Ein Triebwagen der Reihe 5047 im Bahnhof Waidhofen an der Thaya im Oktober 2010, wenige Wochen vor der Einstellung des Gesamtverkehrs.
Ein Triebwagen der Reihe 5047 im Bahnhof Waidhofen an der Thaya im Oktober 2010, wenige Wochen vor der Einstellung des Gesamtverkehrs. Foto: ET4010, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Anfangs führten kleine Tenderloks der Baureihen 85 und 88 den Betrieb, nach der Verlängerung kam vor allem die Lokalbahn-Type Baureihe 97 zum Einsatz.

In der Zwischenkriegszeit fuhren auch die Motortriebwagen VT 20 und VT 50.

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten Loks der Baureihe 93 das Bild, in den 1970er Jahren lösten Dieselloks der Baureihen 2045 und 2143 sie ab.

Bis 1990 verkehrten Dieseltriebwagen der Reihen 5046 und 5146, bis zur Einstellung des Personenverkehrs im Dezember 2010 fuhr zwischen Schwarzenau und Waidhofen die Reihe 5047.

Die Grenze und die Folgen

Ab 1918 verlief zwischen Fratres und Zlabings die Staatsgrenze zur neu geschaffenen Tschechoslowakei.

Nach dem Münchener Abkommen lag die Grenze einige Kilometer weiter nördlich bei Urbantsch, 1945 fiel dieser Abschnitt wieder an die Tschechoslowakei.

Der grenzüberschreitende Verkehr wurde am 22. Mai 1945 eingestellt und nie mehr aufgenommen.

Die Züge endeten danach an der Haltestelle Fratres.

Weil dort die Lokomotive nicht umgesetzt werden konnte, mussten die Züge nach Waldkirchen zurückgeschoben werden, was rund 40 Minuten dauerte.

Die ehemalige Haltestelle Fratres bei Kilometer 34,320, aufgenommen im August 2026.
Die ehemalige Haltestelle Fratres bei Kilometer 34,320, aufgenommen im August 2026. Foto: Ladabohac, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.
Die Trasse an der Staatsgrenze zwischen Fratres und Slavonice im August 2026.
Die Trasse an der Staatsgrenze zwischen Fratres und Slavonice im August 2026. Foto: Ladabohac, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Niedergang bis zur Einstellung 2010

Am 29. Mai 1976 endete der Dampflokbetrieb.

Am 10. Jänner 1977 wurde der Abschnitt Gilgenberg–Fratres eingestellt, im Kursbuch blieb er mit dem Vermerk „derzeit kein Schienenverkehr“ geführt.

Gilgenberg wurde zuletzt nur noch zwei- bis dreimal am Tag bedient.

Am September 1986 stellte man den Personenverkehr zwischen Waidhofen und Gilgenberg wegen Unrentabilität ein und ersetzte ihn durch eine Autobuslinie.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 stand die Wiederinbetriebnahme zur Debatte, Ende 1992 wurde der Verein Neue Thayatalbahn gegründet, der sich für die Reaktivierung einsetzte.

Das Hochwasser 2006 beschädigte Teile der im Güterverkehr befahrenen Trasse zwischen Waidhofen und Waldkirchen, sie wurden bis zur Stilllegung nicht wieder instand gesetzt.

Im Jänner 2010 wurde die Übernahme der Gesamtstrecke durch das Land Niederösterreich per 1. Jänner 2011 vereinbart.

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wurde der gesamte Eisenbahnverkehr eingestellt, zwischen Schwarzenau und Waidhofen fuhr nun ein Autobus.

Die stillen Halte zwischen Waidhofen und Fratres

Nach Waidhofen folgen in der Streckentabelle die Halte Kleineberharts bei Kilometer 12,108, Thaya bei Kilometer 14,980, Oberedlitz bei Kilometer 18,295 und Merkengersch bei Kilometer 21,050.

Es folgen Dobersberg bei Kilometer 24,720, Radlmühle bei Kilometer 27,778, Waldkirchen an der Thaya bei Kilometer 29,490, Gilgenberg bei Kilometer 31,520 und Fratres bei Kilometer 34,320.

Alle diese Halte sind ehemalig.

Die frühere Haltestelle Kleineberharts bei Kilometer 12,108, aufgenommen im August 2026.
Die frühere Haltestelle Kleineberharts bei Kilometer 12,108, aufgenommen im August 2026. Foto: Ladabohac, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.
Kilometer 21 der ehemaligen Trasse im August 2026, hier führt der Weg zur früheren Haltestelle Merkengersch.
Kilometer 21 der ehemaligen Trasse im August 2026, hier führt der Weg zur früheren Haltestelle Merkengersch. Foto: Ladabohac, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Am September 1986 wurde dort der Personenverkehr eingestellt.

Das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Waldkirchen an der Thaya im Juli 2004.
Das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Waldkirchen an der Thaya im Juli 2004. Foto: Michael Heussler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Abgestellte Waggons vor dem Heizhaus im Bahnhof Waldkirchen im Juli 2004.
Abgestellte Waggons vor dem Heizhaus im Bahnhof Waldkirchen im Juli 2004. Foto: Michael Heussler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das hölzerne Wartehäuschen der Halte- und Ladestelle Gilgenberg im Juli 2004.
Das hölzerne Wartehäuschen der Halte- und Ladestelle Gilgenberg im Juli 2004. Foto: Michael Heussler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Brücke an der früheren Haltestelle Fratres im Dezember 2016.
Die Brücke an der früheren Haltestelle Fratres im Dezember 2016. Foto: Filipl032, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Lokalbahn Göpfritz–Raabs

Die Lokalbahn Göpfritz–Raabs zweigte in Göpfritz an der Wild von der Bahnstrecke Wien–Gmünd ab und führte über Groß-Siegharts nach Raabs an der Thaya.

Sie war 19,5 Kilometer lang.

1890 war zunächst eine Schmalspurbahn von Göpfritz nach Mährisch Budwitz mit 71 Kilometern geplant und genehmigt, wegen Einwänden der Gemeinde Raabs und der Generaldirektion der Staatsbahnen wurde sie nicht umgesetzt.

Am 16. Februar 1894 erhielten mehrere Unternehmer und die Gemeinde Groß-Siegharts die Konzession für eine normalspurige Lokalbahn von Göpfritz nach Groß-Siegharts mit möglicher Fortsetzung nach Raabs.

Die feierliche Eröffnung bis Groß-Siegharts erfolgte am 18. August 1895.

Nach Unstimmigkeiten über den Endbahnhof erhielt die Verlängerung am 21. Juni 1899 die Konzession und wurde am 14. Oktober 1900 eröffnet.

Eine geplante Fortsetzung über Drosendorf nach Znaim wurde am 1. Juli 1897 vorkonzessioniert, aber nie gebaut.

Am 1. Jänner 1930 wurde die Strecke verstaatlicht.

Die Diesellok 2045.14 mit dem Zug R 6303 im Bahnhof Raabs am 26. Juni 1982.
Die Diesellok 2045.14 mit dem Zug R 6303 im Bahnhof Raabs am 26. Juni 1982. Foto: Michael Heussler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Das Ende der Göpfritz–Raabs-Bahn

Am 1. Jänner 1979 wurde der Bahnhof Groß-Siegharts in eine Halte- und Ladestelle umgewandelt, Raabs wurde Geschäftsführerbahnhof und dem Bahnhof Göpfritz unterstellt.

Der Personenverkehr endete am September 1986, vor der Einstellung fuhren nicht mehr als drei bis vier Personenzugpaare am Tag.

Die Fahrzeit betrug rund 35 Minuten bis eine Stunde.

Der Güterverkehr endete 2001, der letzte planmäßige Güterzug fuhr am 27. September 2000 und beförderte Kartoffeln.

Zuletzt wurden noch die Lagerhäuser der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Groß-Siegharts und Raabs bedient.

Der Bahnhof Raabs an der Thaya im Oktober 1995, neun Jahre nach der Einstellung des Personenverkehrs.
Der Bahnhof Raabs an der Thaya im Oktober 1995, neun Jahre nach der Einstellung des Personenverkehrs. Foto: Herbert Ortner, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Bahnhof Groß Siegharts im November 2002.
Der Bahnhof Groß Siegharts im November 2002. Foto: Grubernst, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Für die Landesausstellung 2009 wurde versucht, die Strecke mit einem Touristenzug wiederzubeleben.

Das Projekt wurde nicht verwirklicht, weil nie geklärt werden konnte, wie die Strecke nach der Ausstellung weiter genutzt werden sollte.

Die Anrainergemeinden überlegten 2009, die Strecke von den ÖBB zu übernehmen und als Rad- oder Wanderweg zu nutzen.

Ab Mai 2013 wurde die Strecke abgebaut, beginnend am Bahnhof Raabs.

Ende Juli 2013 wurden das Aufnahmegebäude und das Magazin in Raabs abgerissen.

Am 19. August 2013 begann der Abriss des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in Groß-Siegharts.

Bis 2015 wurden sämtliche Bauten und die Gleisanlage abgetragen.

Das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Raabs an der Thaya im April 2004, es wurde Ende Juli 2013 abgerissen.
Das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Raabs an der Thaya im April 2004, es wurde Ende Juli 2013 abgerissen. Foto: Michael Heussler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Halte der Göpfritz–Raabs-Bahn

Neben Göpfritz an der Wild, das weiterhin ein Bahnhof der Wien–Gmünd-Strecke ist, lagen an der Lokalbahn Schönfeld-Kirchberg bei Kilometer 5,6, Groß-Siegharts bei Kilometer 8,5, Sieghartsles bei Kilometer 11,3 und Weinern bei Kilometer 12,4.

Es folgten Pfaffenschlag-Aigen bei Kilometer 15,2, Oberndorf bei Raabs bei Kilometer 17,9 und als Endpunkt Raabs an der Thaya bei Kilometer 19,5.

Alle diese Halte sind ehemalig.

Streit um Bahn oder Radweg

Rund um die Stilllegung 2010 und 2011 gab es eine teilweise sehr emotional geführte Diskussion, ob die Thayatalbahn wieder in Betrieb genommen oder durch einen Radweg ersetzt werden sollte.

Die Bürgerinitiative Pro Thayatalbahn sammelte innerhalb weniger Wochen über 1.300 Unterschriften für die Reaktivierung.

Das Land Niederösterreich nannte für die Wiederherstellung etwa 28 Millionen Euro, der Radweg sollte deutlich günstiger sein, zunächst geschätzt mit 4,5, später mit 6 Millionen Euro.

Tschechische Firmen boten die Rekonstruktion für umgerechnet 15 Millionen Euro an.

So sieht es jetzt aus: Thayarunde

Zwischen 2015 und 2017 wurde auf der Trasse zwischen Waidhofen und Slavonice ein Radweg als Teilstück der Thayarunde errichtet.

Die Kosten von 7 Millionen Euro stammen aus Fördermodellen des Landes Niederösterreich.

Die Thayarunde wurde am 24. Juni 2017 eröffnet.

Sie ist 111 Kilometer lang und führt rund 50 Kilometer auf den ehemaligen Bahntrassen der Thayatalbahn und der Göpfritz–Raabs-Bahn.

Der Radweg führt auf diesen beiden Trassen über eine durchgehend asphaltierte, 2,5 Meter breite Fahrbahn.

An der Strecke liegen unter anderem Waidhofen, Groß-Siegharts, Raabs, Slavonice, Waldkirchen, Dobersberg und Thaya.

Das Ende der Thayatalbahn in Waidhofen an der Thaya und der Beginn des Radwegs im August 2023.
Das Ende der Thayatalbahn in Waidhofen an der Thaya und der Beginn des Radwegs im August 2023. Foto: Kronex01, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Vorher und nachher: Dobersberg

Dobersberg lag bei Kilometer 24,720 der Thayatalbahn.

Das Foto von 1991 zeigt den Bahnhof, das Foto von 2023 denselben Ort als ehemaligen Bahnhof mit dem Radweg.

Die Geschichte in Daten

3. August 1891: Der Abschnitt Schwarzenau–Waidhofen an der Thaya wird eröffnet.

18. August 1895: Die Lokalbahn Göpfritz–Groß-Siegharts wird eröffnet.

14. Oktober 1900: Die Verlängerung nach Raabs an der Thaya wird eröffnet.

20. Juni 1903: Die Thayatalbahn wird nach Zlabings und Teltsch erweitert.

1. Jänner 1930: Die Lokalbahn Göpfritz–Raabs wird verstaatlicht.

22. Mai 1945: Der grenzüberschreitende Verkehr wird eingestellt.

1959: Die Thayatalbahn wird bis in den Bahnhof Schwarzenau verlängert.

29. Mai 1976: Der Dampflokbetrieb endet.

10. Jänner 1977: Der Abschnitt Gilgenberg–Fratres wird eingestellt.

September 1986: Der Personenverkehr auf Waidhofen–Gilgenberg und auf Göpfritz–Raabs endet.

Ende 1992: Der Verein Neue Thayatalbahn wird gegründet.

27. September 2000: Der letzte planmäßige Güterzug fährt nach Raabs.

2001: Der Güterverkehr auf Göpfritz–Raabs endet.

2006: Das Hochwasser beschädigt die Trasse zwischen Waidhofen und Waldkirchen.

12. Dezember 2010: Der gesamte Eisenbahnverkehr auf der Thayatalbahn wird eingestellt.

Mai 2013: Der Abbau der Strecke Göpfritz–Raabs beginnt.

2015 bis 2017: Der Radweg zwischen Waidhofen und Slavonice wird gebaut.

24. Juni 2017: Die Thayarunde wird eröffnet.

19. Mai 2019: Die Strecke Schwarzenau–Waidhofen wird wieder in Betrieb genommen.

Häufige Fragen

Fährt auf der Thayatalbahn noch ein Zug?
Zwischen Schwarzenau und Waidhofen wird die Strecke seit dem 19. Mai 2019 touristisch genutzt, ein täglicher, ganzjähriger Verkehr findet nicht statt. Zwischen Waidhofen und Slavonice ist sie stillgelegt, zwischen Slavonice und Telč fahren in Tschechien Züge.
Wann wurde die Thayatalbahn eingestellt?
Am 12. Dezember 2010 wurde der gesamte Eisenbahnverkehr eingestellt, der Personenverkehr zwischen Waidhofen und Gilgenberg war bereits 1986 durch Busse ersetzt worden.
Warum endeten die Züge in Fratres?
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der grenzüberschreitende Verkehr am 22. Mai 1945 eingestellt und nie mehr aufgenommen, daher endeten die Züge an der Haltestelle Fratres.
Gibt es die Bahn Göpfritz–Raabs noch?
Nein, die Strecke ist seit 2013 stillgelegt und wurde bis 2015 mit allen Bauten und der Gleisanlage abgetragen.
Wo kann man die Trassen heute befahren?
Auf der Thayarunde, die am 24. Juni 2017 eröffnet wurde und rund 50 Kilometer auf den Trassen der Thayatalbahn und der Göpfritz–Raabs-Bahn führt.

Von der Thayatalbahn ist zwischen Waidhofen und Slavonice die Trasse geblieben, von der Lokalbahn Göpfritz–Raabs ebenfalls, beide tragen heute die Thayarunde.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Thayatalbahn · Wikipedia: Lokalbahn Göpfritz–Raabs · Wikipedia: Thayarunde-Radweg · Tips: Neue Wege im Thayatal

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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