Die stillen Bahnhöfe der Kochertalbahn: Von Waldenburg nach Forchtenberg

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Die stillen Bahnhöfe der Kochertalbahn: Von Waldenburg nach Forchtenberg

Die Kochertalbahn führte 23,52 Kilometer von Waldenburg nach Forchtenberg und verlor 1981 ihre Reisenden. Ein Rundgang durch ihre Halte, vom umgesetzten Bahnhof Kupferzell bis zum Endpunkt im Kochertal.

VORHER · 1895

Der Bahnhof Kupferzell auf einer Aufnahme von 1895.

Der Bahnhof Kupferzell auf einer Aufnahme von 1895. Foto: Unknown author Unknown author, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
NACHHER · 2016

Dasselbe Empfangsgebäude im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen, neben dem Getreidelagerhaus aus Kupferzell.

Dasselbe Empfangsgebäude im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen, neben dem Getreidelagerhaus aus Kupferzell. Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1892
Eröffnung bis Künzelsau
1924
Eröffnung bis Forchtenberg
1981
Ende des Personenverkehrs
1995
Stilllegung vollzogen

Lage: Hohenlohekreis im nördlichen Württemberg, von Waldenburg über Kupferzell und Künzelsau nach Forchtenberg. Status: Personenverkehr 1981 eingestellt, Güterverkehr 1991, Stilllegung zum 1. August 1995 vollzogen, Gleise zurückgebaut. Heute: Auf großen Teilen der Trasse verlaufen Rad- und Fußwege.

Die Kochertalbahn war eine normalspurige Nebenbahn im nördlichen Württemberg.

Sie führte als Stichbahn von Waldenburg nach Forchtenberg und war 23,52 Kilometer lang.

Zwischen Künzelsau und Forchtenberg folgte sie dem Kocher.

Dieser Beitrag geht die Halte der Strecke der Reihe nach durch: Kupferzell, Haag, Künzelsau, Nagelsberg, Ingelfingen, Criesbach, Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg, dazu den früheren Haltepunkt Hesselbronn.

Die Strecke ist stillgelegt, die Gleise sind zurückgebaut.

Freie alte Fotos gibt es auf Wikimedia Commons nur von wenigen Orten, nämlich von Kupferzell, Haag, Ingelfingen und Forchtenberg.

Zwei Teilstücke, zwei Epochen

Das erste Teilstück bis Künzelsau war 12,2 Kilometer lang.

Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen weihten es am 1. Oktober 1892 ein, am folgenden Tag begann der reguläre Verkehr.

Das zweite Teilstück bis Forchtenberg war 11,5 Kilometer lang.

Seine Fertigstellung verzögerte sich wegen der Wirtschaftslage.

Die Deutsche Reichsbahn eröffnete es am 21. Juni 1924, der reguläre Betrieb begann am 22. Juni.

Eine Verlängerung nach Ohrnberg, dem Endpunkt der Unteren Kochertalbahn, hätte eine Verbindung bis Bad Friedrichshall und Heilbronn geschaffen.

Sie kam nie über das Planungsstadium hinaus.

Der fehlende Lückenschluss gilt als mögliche Mitursache für das spätere Ende des Bahnbetriebs.

Bis in die 1970er Jahre galt die Strecke als eine der rentabelsten Nebenbahnen in Baden-Württemberg.

Ende der 1970er Jahre wurden Schienen und Schwellen erneuert, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammten.

Waldenburg: der Ausgangspunkt, der bleibt

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Waldenburg (Württ), aufgenommen 2013.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Waldenburg (Württ), aufgenommen 2013. Foto: marsupium photography, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Der Bahnhof Waldenburg (Württ) liegt an der Bahnstrecke Crailsheim-Heilbronn.

Er befindet sich drei Kilometer nordöstlich des Ortes Waldenburg und etwa 150 Höhenmeter tiefer.

Von 1892 bis 1995 war er der Ausgangspunkt der Kochertalbahn.

Die Züge nach Forchtenberg fuhren in der Regel von einer eigenen Abfahrtsstelle gegenüber dem Empfangsgebäude.

Dort lagen zwei Gleise, so dass die Lok umgesetzt werden konnte.

Der Bahnhof selbst ist in Betrieb und gehört deshalb nicht zu den stillen Orten dieser Reihe.

Hesselbronn: ein Haltepunkt bis 1924

Zwischen Waldenburg und Kupferzell lag bei Kilometer 1,7 der Haltepunkt Hesselbronn.

Er bestand nur von 1892 bis 1924.

Eine Dokumentation der Strecke aus dem August 2010 hält fest, dass von ihm nichts mehr zu sehen ist.

Weitere Angaben zu Hesselbronn sind nicht belegt.

Kupferzell: der Bahnhof, der umzog

Das Empfangsgebäude von Kupferzell entstand 1892 beim Bau der Strecke.

Es gilt als der erste württembergische Einheitsbahnhof.

Der Bahnhof lag bei Kilometer 3,92, vor ihm führte die Strecke über die Öhringer Straße.

Gleise zweigten zum Kupferzeller Lagerhaus und zum Umspannwerk ab.

Nach der Stilllegung der Strecke wurde das Gebäude 1989/90 abgebaut und im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen wieder aufgebaut.

Dort steht es an einem Haltepunkt der Bahnstrecke Crailsheim-Heilbronn und trägt weiterhin die Aufschrift Kupferzell.

Das Lagerhaus, ein genossenschaftliches Lagerhaus aus den Jahren 1897/98, kam schon 1986/87 ins Museum.

Die historische Dienstwohnung im Bahnhofsgebäude ist dort seit 2000 mit Illustrationen zur Geschichte des Hauses zugänglich.

Der Platz des früheren Empfangsgebäudes in Kupferzell war 2010 eine Grünfläche mit Informationstafel.

Haag: ein Einheitsbahnhof ohne Gebäude

Der Bahnhof Haag im Jahr 1976.
Der Bahnhof Haag im Jahr 1976. Foto: Rauser, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Auch Haag erhielt 1892 einen Bahnhof mit einem Einheitsbahnhof vom Typ I als Empfangsgebäude.

Der Bahnhof lag bei Kilometer 7,61, unmittelbar hinter einem Bahnübergang.

Nach der Dokumentation von 2010 gab es dort kein Stationsgebäude mehr.

Erhalten waren die frühere Bahnhofsgaststätte und Reste der Laderampe.

Rad- und Wanderweg auf der Trasse der Kochertalbahn im Künsbachtal, Blick in Richtung Haag, aufgenommen 2012.
Rad- und Wanderweg auf der Trasse der Kochertalbahn im Künsbachtal, Blick in Richtung Haag, aufgenommen 2012. Foto: Wolfgang Ellsässer ( Geryones ), CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Künzelsau: Kreisstadt am Ende des ersten Abschnitts

Der Bahnhof Künzelsau bei Kilometer 12,16 war die Endstation des ersten Abschnitts.

Er wurde 1892 eingeweiht, als die Stadt über die Kochertalbahn Anschluss ans württembergische Netz erhielt.

Der angeschlossene Güterschuppen wurde nach der Stilllegung abgerissen.

Das übrig gebliebene Gebäude wurde renoviert.

Die Angaben zur Nutzung gehen auseinander: Genannt werden eine Gaststätte und der Jugendkulturverein Kokolores.

Ein Foto vom Mai 2008 zeigt das Haus kurz vor der Renovierung.

Die Nordwestseite des alten Bahnhofs Künzelsau im Mai 2008, kurz vor der Renovierung.
Die Nordwestseite des alten Bahnhofs Künzelsau im Mai 2008, kurz vor der Renovierung. Foto: Wolfgang Ellsässer ( Geryones ), CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Südwestseite desselben Gebäudes im Mai 2008.
Die Südwestseite desselben Gebäudes im Mai 2008. Foto: Wolfgang Ellsässer ( Geryones ), CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der renovierte Rest des Bahnhofsgebäudes, aufgenommen am 30. Dezember 2008. Die Güterabfertigungshalle stand auf der linken Seite des erhaltenen Teils.
Der renovierte Rest des Bahnhofsgebäudes, aufgenommen am 30. Dezember 2008. Die Güterabfertigungshalle stand auf der linken Seite des erhaltenen Teils. Foto: KlausFoehl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Hinter Künzelsau beginnt der erst 1924 gebaute Abschnitt.

Er führt über eine Betonbogenbrücke am Klebweg, eine Stahlbogenbrücke über den Kocher und drei Betonbögen über das Tal und die Würzburger Straße.

Die ehemalige Eisenbahnbrücke trägt heute einen Fahrradweg.

Links die frühere Eisenbahnbrücke in Künzelsau, die heute einen Radweg trägt, rechts die Brücke der Umgehung der B 19. Aufnahme von 2020.
Links die frühere Eisenbahnbrücke in Künzelsau, die heute einen Radweg trägt, rechts die Brücke der Umgehung der B 19. Aufnahme von 2020. Foto: Wolfgang Ellsässer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Nagelsberg: ein versteckter Haltepunkt

Nagelsberg erhielt seinen Eisenbahnanschluss erst durch die Verlängerung nach Forchtenberg 1924.

Der Haltepunkt lag bei Kilometer 13,62 unmittelbar am Kocher.

Im August 2010 war er nur noch am Zugangsweg zu erkennen, der von der Straße abzweigt.

Etwas davor, bei Kilometer 13,4, zweigte ein Industrieanschluss ab.

Ingelfingen: die Weinhandlung im Bahnhof

Der Bahnhof Ingelfingen bei Kilometer 15,28 entstand erst 1924 unter der Reichsbahn.

Er unterscheidet sich im Stil von den württembergischen Einheitsbahnhöfen des ersten Abschnitts.

In der Dokumentation von 2010 beherbergt das Empfangsgebäude eine Weinhandlung.

Die Gleise führten durch das Gelände des Lagerhauses Ingelfingen, das inzwischen stark erweitert wurde.

Ein Foto von 1979 zeigt einen Gleisbauzug im Bahnhof Ingelfingen.

Zwei Jahre später endete der Personenverkehr.

Ein Gleisbauzug im Bahnhof Ingelfingen im Jahr 1979.
Ein Gleisbauzug im Bahnhof Ingelfingen im Jahr 1979. Foto: KlausFoehl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ingelfingen.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ingelfingen. Foto: Unknown author Unknown author, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Blick über die frühere Trasse der Kochertalbahn in Ingelfingen zur Nikolauskirche, aufgenommen 2020.
Blick über die frühere Trasse der Kochertalbahn in Ingelfingen zur Nikolauskirche, aufgenommen 2020. Foto: Wolfgang Ellsässer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Hinter Ingelfingen verläuft die Trasse parallel zur Landesstraße nach Forchtenberg.

Bei Kilometer 16,0 überquerte sie den Schulklingenbach.

Die Unterführung des Schulklingenbachs mit einem Fußweg unter der früheren Bahntrasse, aufgenommen 2020.
Die Unterführung des Schulklingenbachs mit einem Fußweg unter der früheren Bahntrasse, aufgenommen 2020. Foto: Wolfgang Ellsässer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Criesbach: eine Halle auf dem Bahngelände

Bei Kilometer 16,6 überquerte die Bahn den Kocher auf einer großen Brücke.

Sie wurde im Juni 2000 abgerissen, nur ein Teil des Tragwerks mit einer Gedenktafel erinnert an sie.

Die Haltestelle Criesbach folgte bei Kilometer 17,06.

Auf ihrem Gelände steht eine Halle der Firma GEMÜ, das Gelände wurde mit einem Industriegebäude überbaut.

Die frühere Haltestelle Criesbach, das Gelände ist mit einem Industriegebäude überbaut.
Die frühere Haltestelle Criesbach, das Gelände ist mit einem Industriegebäude überbaut. Foto: HOKEMO TV, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der ehemalige Bahndamm im Bereich des Bahnhofs Criesbach.
Der ehemalige Bahndamm im Bereich des Bahnhofs Criesbach. Foto: Hokemo TV, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Niedernhall: vom Bahnhof zum Wohnhaus

Der Bahnhof Niedernhall lag bei Kilometer 18,92.

Sein Empfangsgebäude ist baugleich mit dem von Ingelfingen.

Nach der Dokumentation von 2010 dient es als Wohnhaus.

VORHER · 2007

Der alte Bahnhof Niedernhall im August 2007.

Der alte Bahnhof Niedernhall im August 2007. Foto: Rudolf Stricker, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2018

Das Bahnhofsgebäude Niedernhall im August 2018.

Das Bahnhofsgebäude Niedernhall im August 2018. Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Weißbach: Gaststätte und Güterschuppen

In Weißbach lag der Bahnhof bei Kilometer 21,64, der Güterschuppen bei Kilometer 21,6.

Das Empfangsgebäude hat wieder einen anderen Stil als die Vorgänger.

Im August 2010 befand sich darin eine Gaststätte, der Bikerbahnhof.

In Waggons am renovierten Güterschuppen konnte man übernachten.

Zwischen Niedernhall und Weißbach dient die Trasse als Radweg.

Forchtenberg: der Endpunkt

Am Bahnhof Forchtenberg bei Kilometer 23,52 endete die Strecke.

Sein Empfangsgebäude ist baugleich mit dem in Weißbach.

Mit dem Bahnanschluss am 22. Juni 1924 erlebte der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Bei Kilometer 23,2, dort wo der heutige Weg abschwenkt, befand sich die Einfahrt ins Lagerhaus Forchtenberg.

VORHER · 1981

Der letzte reguläre Personenzug im Bahnhof Forchtenberg, Aufnahme von 1981.

Der letzte reguläre Personenzug im Bahnhof Forchtenberg, Aufnahme von 1981. Foto: Klaus with K, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2007

Der alte Bahnhof der Kochertalbahn in Forchtenberg im August 2007.

Der alte Bahnhof der Kochertalbahn in Forchtenberg im August 2007. Foto: Rudolf Stricker, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das Silo des früheren Lagerhauses in Forchtenberg, aufgenommen 2012.
Das Silo des früheren Lagerhauses in Forchtenberg, aufgenommen 2012. Foto: Pimvantend, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Das Ende: erst die Reisenden, dann die Güter

Am 30. Mai 1981 wurde der Personenverkehr zugunsten des Nahverkehrsmodells Hohenlohekreis eingestellt, eines Pilotprojekts für Omnibusnetze im ländlichen Raum.

Die Einstellung galt als vorläufig, mit der Zusage, den Zugverkehr bei einem Scheitern des Modells wieder aufzunehmen.

Die Ziele des Projekts wurden verfehlt, das Modell wurde stark abgeändert.

Ein Scheitern wurde politisch nie festgestellt, die Züge kehrten nicht zurück.

Die letzte planmäßige Fahrt eines Personenzuges am 30. Mai 1981 um 13.30 Uhr ab Künzelsau nach Waldenburg.
Die letzte planmäßige Fahrt eines Personenzuges am 30. Mai 1981 um 13.30 Uhr ab Künzelsau nach Waldenburg. Foto: Hokemo TV, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Der Güterverkehr endete am 15. Mai 1991.

Für den Abschnitt Waldenburg-Künzelsau nennt eine weitere Aufstellung den 25. September 1994.

Das Eisenbahn-Bundesamt genehmigte die Stilllegung am 24. April 1995, vollzogen wurde sie zum 1. August 1995.

Die gesamte Länge wurde von Bahnbetriebszwecken freigestellt und die Gleise wurden zurückgebaut.

Radwege und Reaktivierungspläne

Zwischen Waldenburg und Künzelsau wurden Fuß- und Radwege auf oder neben der Trasse angelegt.

Auch zwischen Weißbach und Forchtenberg wird die Trasse als Radweg genutzt.

Eine Machbarkeitsstudie ergab 2002 ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von unter 1,0.

Der Hohenloher Kreistag gab 2012 die Pläne für eine Wiederinbetriebnahme zwischen Waldenburg und Künzelsau auf.

2017 wurde die Bürgerinitiative „Wir bauen die neue Kochertalbahn“ gegründet.

Eine erweiterte Machbarkeitsstudie vom März 2023 kam zu dem Ergebnis, dass ein Wiederaufbau zwischen Waldenburg und Nagelsberg als elektrische Stadtbahn technisch möglich und sinnvoll wäre.

2025 vergab die Stadt Künzelsau die Vorplanungsleistungen.

Die Geschichte in Daten

1. Oktober 1892: Einweihung der Strecke Waldenburg-Künzelsau.

21. Juni 1924: Eröffnung des Abschnitts bis Forchtenberg, regulärer Betrieb ab dem 22. Juni.

30. Mai 1981: Der Personenverkehr wird vorläufig eingestellt.

15. Mai 1991: Ende des Güterverkehrs.

24. April 1995: Genehmigung der Stilllegung durch das Eisenbahn-Bundesamt.

1. August 1995: Die Stilllegung wird vollzogen.

2012: Der Hohenloher Kreistag gibt die Reaktivierungspläne vorerst auf.

2025: Vergabe der Vorplanungsleistungen für eine Reaktivierung.

Häufige Fragen

Wie lang war die Kochertalbahn?
Sie war 23,52 Kilometer lang und führte von Waldenburg über Kupferzell und Künzelsau nach Forchtenberg.
Wann fuhr der letzte Personenzug?
Der Personenverkehr wurde am 30. Mai 1981 eingestellt. Die Einstellung galt als vorläufig, die Züge kamen aber nie zurück.
Wo steht der Bahnhof Kupferzell heute?
Das Empfangsgebäude steht seit 1989/90 im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen bei Schwäbisch Hall.
Wurde die Strecke bis Bad Friedrichshall verlängert?
Nein. Eine Verlängerung nach Ohrnberg, dem Endpunkt der Unteren Kochertalbahn, kam nie über das Planungsstadium hinaus.
Kann man die Trasse heute nutzen?
Auf großen Teilen, etwa zwischen Waldenburg und Künzelsau und zwischen Weißbach und Forchtenberg, verlaufen Rad- und Fußwege.

Die Kochertalbahn endete 1981 für die Reisenden, doch ihre Bahnhöfe haben sehr verschiedene Wege genommen.

Einer steht im Museum, einer ist ganz verschwunden, mehrere werden anders genutzt.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Kochertalbahn · Wikipedia: Künzelsau · Wikipedia: Kupferzell · Wikipedia: Forchtenberg · Wikipedia: Bahnhof Waldenburg (Württ) · Vergessene Bahnen: Waldenburg – Forchtenberg · Vergessene Bahnen: Waldenburg – Künzelsau · Vergessene Bahnen: Künzelsau – Forchtenberg

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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