Der Hannoversche Bahnhof in Hamburg: Vom Kopfbahnhof zum Ort der Deportationen

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Der Hannoversche Bahnhof in Hamburg: Vom Kopfbahnhof zum Ort der Deportationen

1872 eröffnet, ab 1907 Güterbahnhof, zwischen 1940 und 1945 Ausgangspunkt von 20 Transporten mit über 8.000 Juden, Sinti und Roma. Von dem Bahnhof ist fast nichts geblieben, Bahnsteig 2 ist heute ein Gedenkort.

VORHER · UM 1875

Das Empfangsgebäude des damaligen Venloer Bahnhofs, zeitgenössische Darstellung.

Das Empfangsgebäude des damaligen Venloer Bahnhofs, zeitgenössische Darstellung. Foto: unbekannt, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
NACHHER · 2016

Der Lohseplatz auf dem früheren Vorplatz, im Hintergrund der Info-Pavillon.

Der Lohseplatz auf dem früheren Vorplatz, im Hintergrund der Info-Pavillon. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1872
Eröffnung
1907
Ende Personenverkehr
20
Transporte 1940–1945
über 8.000
Deportierte Menschen

Lage: Lohsepark, HafenCity Hamburg. Status: abgerissen, Bahnsteig 2 steht unter Denkmalschutz. Heute: Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Park und Stadtquartier.

In der Hamburger HafenCity liegt zwischen Wohnhäusern und Bürobauten ein Park mit einem schmalen Einschnitt im Boden.

Der Einschnitt folgt dem alten Gleisverlauf und endet an einem Bahnsteig, an dem rostige Schienen liegen.

Dieser Bahnsteig ist der letzte sichtbare Rest des Hannoverschen Bahnhofs, der einmal zu den größten Bahnhofsbauten der Stadt gehörte.

Von hier aus deportierten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als 8.000 Menschen.

Mindestens 6.500 von ihnen wurden ermordet oder starben an den Zielorten.

Dieser Ort ist deshalb kein Lost Place im üblichen Sinn, sondern ein Gedenkort.

Der Beitrag zeigt, wie der Bahnhof aussah, was hier geschah und was heute an dieser Stelle steht.

Fotos der Deportierten zeigen wir nicht, und aus der Betriebszeit gibt es nur sehr wenige frei nutzbare Bilder.

Eröffnung als Venloer Bahnhof

Der Bahnhof ging am 1. Dezember 1872 als Endpunkt der neuen Strecke über die Elbbrücken in Betrieb.

Bauherr war die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, die hier ihre Hamburg-Venloer Bahn enden ließ.

Diese Bahn war der deutsche Teil der internationalen Paris-Hamburger Bahn.

Deshalb hieß der Bahnhof zunächst Venloer Bahnhof, im Volksmund auch Hannöverscher Bahnhof und eher scherzhaft Pariser Bahnhof.

Ab dem 1. Juni 1874 war auch die Strecke zwischen Bremen und Harburg fertig, und damit die direkte Verbindung vom Ruhrgebiet nach Hamburg.

Offiziell in Hannoverscher Bahnhof umbenannt wurde er erst 1892.

Hamburgs Bahnhöfe und ihre Verbindungsbahnen im Jahr 1880.
Hamburgs Bahnhöfe und ihre Verbindungsbahnen im Jahr 1880. Foto: Cipriano Francisco Gaedechens, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

So sah es vorher aus: ein mächtiger Bau auf Pfählen

Das Empfangsgebäude entwarf der Baumeister von Seggern.

Es galt als wohl mächtigstes Bahnhofsgebäude der Gründerzeit in Hamburg.

Weil der Boden wenig tragfähig war, stand es auf Pfahlrosten.

Für abfahrende und ankommende Reisende gab es getrennte Bauten, verbunden durch eine gut 37 Meter breite Halle über fünf Gleise.

Der Abfahrtsbau im Südwesten hatte einen weit vorgezogenen Flügel und eine Vorhalle.

Der lange Ankunftsbau war auf den Andrang nach der Ankunft der Züge ausgelegt, und unter einem großen Vordach warteten Droschken.

Zur Stadt schloss ein Portikus mit fünf Bögen die Halle ab.

Drei Gleise endeten an einer Drehscheibe, zwei weitere führten als Anfang der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn durch die Bögen auf den Vorplatz.

Bis zum Bahnhof Klosterthor lagen diese Gleise im Straßenpflaster, die Züge fuhren dort im Schritttempo und wurden von einem Eisenbahner mit Warnglocke und Fahne zu Fuß begleitet.

Ringsum entstanden Postamt, Bahnbetriebswerk mit zwei Lokschuppen und mehrere Güterschuppen.

Vom Personenbahnhof zum Güterbahnhof

Im Dezember 1906 ging der Hamburger Hauptbahnhof in Betrieb.

Im Herbst 1907 wurde der Hannoversche Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen.

Fortan diente er nur noch in Ausnahmefällen Reisenden, etwa für Ausflugsverkehr, für Züge mit Auswanderern oder im Ersten Weltkrieg für Transporte an die Front.

Der Bau blieb nahezu unverändert und wurde für Eilgut genutzt, während die Schuppen ringsum dem Stückgut dienten.

Über das Gelände führte seit dieser Zeit die Pfeilerbahn, ein Viadukt mit 126 Gewölben, das den Weg von den Elbbrücken zum Hauptbahnhof freihielt.

1938 wechselten hier im Durchschnitt 57 Güterzüge pro Tag die Fahrtrichtung.

Gleisplan des Güterbahnhofs Hamburg Han mit den Haltepunkten Elbbrücken und Oberhafen, um 1936 bis 1941.
Gleisplan des Güterbahnhofs Hamburg Han mit den Haltepunkten Elbbrücken und Oberhafen, um 1936 bis 1941. Foto: Deutsche Reichsbahn, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

1940 bis 1945: der Deportationsbahnhof

In der NS-Zeit wurde der Hannoversche Bahnhof zur zentralen Stelle für die Deportationen aus Hamburg.

Seine Lage galt als randständig, ein Abgang vom Hauptbahnhof hätte vermutlich mehr Aufsehen erregt.

Geheim blieben die Transporte dennoch nicht, sie spielten sich vor den Augen der Stadt ab.

Am 16. Mai 1940 nahmen Kommandos der Kriminalpolizei etwa 550 Sinti und Roma in Hamburg fest, dazu etwa 200 aus Schleswig-Holstein und rund 160 aus Bremen.

Sie wurden vier Tage lang in einem Fruchtschuppen am Magdeburger Hafen interniert.

Am 20. Mai 1940 wurden sie vom Hannoverschen Bahnhof nach Bełżec deportiert.

Bis zum 14. Februar 1945 verließen 20 Transporte den Bahnhof.

Laut der Stiftung Hamburger Gedenkstätten wurden rund 6.700 Juden in 17 Transporten und über 1.300 Sinti und Roma in drei Transporten verschleppt.

Die Ziele waren die Ghettos in Lodz, Minsk, Riga und Theresienstadt sowie die Lager Auschwitz-Birkenau und Bełżec.

Mindestens 6.500 Menschen kamen dort zu Tode, wahrscheinlich überlebten deutlich weniger als 1.000.

Rund 2.000 weitere Personen wurden als sogenannte 999er, zwangsrekrutiert für die Strafdivision 999, von hier in das Lager Heuberg gebracht.

Nach dem Krieg: Sprengung und Güterverkehr

Bei Kriegsende waren weite Teile des Güterbahnhofs durch Luftangriffe zerstört.

Am 16. Oktober 1955 wurde das beschädigte Portal des Empfangsgebäudes gesprengt.

Die Seitenflügel standen noch bis 1981 und wurden von Speditionen und Bahndienststellen genutzt.

Der Bahnbetrieb ging weiter, seit 1964 hieß die Anlage Hamburg Hauptgüterbahnhof.

1968 wurden hier 27.000 Wagenladungen empfangen und 43.500 versandt.

Es gab direkte TEEM-Verbindungen nach Rotterdam, Stockholm und Bologna.

Auch Schausteller- und Zirkuszüge wurden hier abgefertigt.

Seit Oktober 1993 erinnert am Hauptbahnhof eine Gedenktafel an die Opfer der Deportationen.

Das Ende der Bahnanlagen

Nach dem Start des Rangierbahnhofs Maschen im Juli 1977 blieb im Hauptgüterbahnhof nur noch die Stückgutabfertigung.

Sie wurde zum Jahresende 1997 eingestellt.

Danach wurden die Gleise weitgehend abgerissen, und seit 1999 heißt der Rest offiziell Abzweigstelle Ericus.

Der Viadukt der Pfeilerbahn verschwand 2008 und wurde durch einen Damm ersetzt.

Zum 1. Oktober 2013 endete auch die Bedienung der letzten Ladestellen.

Im Jahr 2005 wurde am Lohseplatz ein erstes Mahnmal aufgestellt.

Das Gelände im Jahr 2007.
Das Gelände im Jahr 2007. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Brachfläche am Lohseplatz im Jahr 2007.
Brachfläche am Lohseplatz im Jahr 2007. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Aufgerissene Flächen am Lohseplatz, 2007.
Aufgerissene Flächen am Lohseplatz, 2007. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Blick über das Gelände, 2007.
Blick über das Gelände, 2007. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Bauschutt auf dem Gelände, 2007.
Bauschutt auf dem Gelände, 2007. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Lohseplatz und Lohsepark im Jahr 2013.
Lohseplatz und Lohsepark im Jahr 2013. Foto: Flor!an, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Der Gedenkort

Am 10. Mai 2017 wurde im Lohsepark die Gedenkstätte denk.mal Hannoverscher Bahnhof eingeweiht.

Sie besteht aus dem Platz am ehemaligen Bahnhofsvorplatz, der Fuge und dem Bahnsteig 2.

Die Fuge ist eine mit Gleisschotter markierte Trasse, die dem historischen Gleisverlauf durch den Park folgt und dem Wildwuchs überlassen bleibt.

Ihre Wände schneiden sich in die Parkfläche ein, sodass der Weg tiefer liegt als der Park ringsum.

Am Ende liegt das Relikt des Bahnsteigs 2, das unter Denkmalschutz steht.

Von diesem Bahnsteig gingen die Transporte ab.

Auf 20 Namenstafeln stehen die Namen der Deportierten.

Im Mai 2025 kam in der Nähe der Gedenkort Fruchtschuppen C dazu, der an den Völkermord an Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland erinnert.

Die Fuge folgt dem historischen Gleisverlauf, 2016.
Die Fuge folgt dem historischen Gleisverlauf, 2016. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Blick entlang der Fuge, 2016.
Blick entlang der Fuge, 2016. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Schotter und Pflaster in der Fuge, 2016.
Schotter und Pflaster in der Fuge, 2016. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Fuge als Teil des Gedenkorts, 2017.
Die Fuge als Teil des Gedenkorts, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Bahnsteig 2 mit Gleisen, 2017.
Bahnsteig 2 mit Gleisen, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Blick vom Bahnsteig auf das westliche Gleis, 2017.
Blick vom Bahnsteig auf das westliche Gleis, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das westliche Gleis am Bahnsteig 2, 2017.
Das westliche Gleis am Bahnsteig 2, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das westliche Gleis, rechts die Namenstafeln der Deportierten, 2017.
Das westliche Gleis, rechts die Namenstafeln der Deportierten, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

So sieht es jetzt aus

Auf dem früheren Bahngelände westlich des Bahndamms stehen heute Wohnhäuser, und dazwischen liegt der Lohsepark.

Er ist Erholungspark und Gedenkort zugleich.

Östlich des Bahndamms stehen im nördlichen Abschnitt noch Hallen und Gebäude des Güterbahnhofs, die als Quartier Oberhafen für Kreative und Kultur genutzt werden.

Geplant ist außerdem ein Dokumentationszentrum, das als zentraler Lernort dienen soll.

Bis zu seiner Eröffnung gibt ein Info-Pavillon im Lohsepark einen Überblick.

Nach Angaben der Gedenkstätte ist die zunächst für 2027 vorgesehene Eröffnung nicht mehr zu halten, weil die Planung wegen eines Steuerstreits zwischen Stadt und Investor ruht.

Ehemalige Bahnsteige des alten Hauptgüterbahnhofs östlich des Gedenkorts, 2017.
Ehemalige Bahnsteige des alten Hauptgüterbahnhofs östlich des Gedenkorts, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Unter dem Dach der alten Bahnsteige, 2017.
Unter dem Dach der alten Bahnsteige, 2017. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Fuge im Jahr 2024.
Die Fuge im Jahr 2024. Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Bahnsteig 2 im Jahr 2024.
Bahnsteig 2 im Jahr 2024. Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Belag von Bahnsteig 2, 2024.
Der Belag von Bahnsteig 2, 2024. Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Lohsepark im Februar 2026.
Der Lohsepark im Februar 2026. Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Alte Gleise im Lohsepark, die an den Bahnhof erinnern, 2021.
Alte Gleise im Lohsepark, die an den Bahnhof erinnern, 2021. Foto: Bodow, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Gleis und Bank am Bahnsteig 2, 2024.
Gleis und Bank am Bahnsteig 2, 2024. Foto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Vorher und nachher: zwei direkte Vergleiche

Die Blickwinkel sind nicht gleich, denn vom alten Bahnhof gibt es kaum frei nutzbare Aufnahmen.

Trotzdem zeigen die Bilder, wie stark sich dieser Ort verändert hat.

VORHER · 2016

Bahnsteig 2 vor der Einweihung, das Gleis liegt im Gestrüpp.

Bahnsteig 2 vor der Einweihung, das Gleis liegt im Gestrüpp. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2017

Bahnsteig 2 nach der Einweihung, von Norden nach Süden gesehen.

Bahnsteig 2 nach der Einweihung, von Norden nach Süden gesehen. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
VORHER · 2007

Die Fläche vor dem Bau des Parks.

Die Fläche vor dem Bau des Parks. Foto: GeorgHH, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
NACHHER · 2025

Der Lohsepark, Blick von der Versmannstraße nach Norden.

Der Lohsepark, Blick von der Versmannstraße nach Norden. Foto: Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Geschichte in Daten

1. Dezember 1872: Eröffnung als Venloer Bahnhof.

1892: Umbenennung in Hannoverscher Bahnhof.

Dezember 1906: Der Hamburger Hauptbahnhof geht in Betrieb.

Herbst 1907: Ende des regulären Personenverkehrs.

20. Mai 1940: Erster Transport, er bringt Sinti und Roma nach Bełżec.

14. Februar 1945: Letzter Transport.

16. Oktober 1955: Das Portal wird gesprengt.

1981: Die Seitenflügel verschwinden.

Oktober 1993: Gedenktafel am Hauptbahnhof.

Ende 1997: Die Stückgutabfertigung wird eingestellt.

2005: Mahnmal am Lohseplatz.

2008: Die Pfeilerbahn wird abgerissen.

10. Mai 2017: Einweihung des denk.mal Hannoverscher Bahnhof.

16. Mai 2025: Einweihung des denk.mal Fruchtschuppen C.

Häufige Fragen zum Hannoverschen Bahnhof

Wo lag der Hannoversche Bahnhof?
Er lag auf dem Großen Grasbrook, auf dem Gelände des heutigen Lohseplatzes in der HafenCity.
Wie viele Menschen wurden von hier deportiert?
Zwischen dem 20. Mai 1940 und dem 14. Februar 1945 verließen 20 Transporte den Bahnhof, mit über 8.000 Juden, Sinti und Roma.
Steht vom Bahnhof noch etwas?
Das Empfangsgebäude ist verschwunden. Erhalten ist das Relikt von Bahnsteig 2 mit Gleisen, das unter Denkmalschutz steht. Östlich des Bahndamms stehen außerdem Hallen des Güterbahnhofs.
Wann endete der Personenverkehr?
Im Dezember 1906 eröffnete der Hauptbahnhof, im Herbst 1907 wurde der Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen.
Was ist die Fuge?
Eine mit Gleisschotter markierte Trasse im Lohsepark, die dem historischen Gleisverlauf bis zum Bahnsteig 2 folgt.
Kann man den Gedenkort besuchen?
Ja. Der Gedenkort liegt im öffentlichen Lohsepark, ein Info-Pavillon bietet einen Überblick.

Warum dieser Ort bleibt

Vom großen Bahnhof von 1872 ist fast nichts geblieben.

Geblieben sind ein Stück Bahnsteig, ein paar Schienen und 20 Tafeln mit Namen.

Sie erinnern an die Menschen, die von hier aus verschleppt wurden, und an eine Stadt, in der das nicht im Verborgenen geschah.

Quellen und Bildrechte

Hamburg Hannoverscher Bahnhof, Wikipedia · Lohsepark, Wikipedia · denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Stiftung Hamburger Gedenkstätten · Einweihung 2017, Stiftung Hamburger Gedenkstätten · Gedenkort für Hamburg, hamburg.de

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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