Frankfurts verschwundene Bahnhöfe: Von den Westbahnhöfen bis zur Großmarkthalle
Der heutige Hauptbahnhof ist in Betrieb, doch rund um ihn verschwanden zehn Bahnstandorte: die drei Westbahnhöfe von 1888, der Hanauer Bahnhof, der Lokalbahnhof, Oberrad, die Mainspitze, das Fahrtor, der Hauptgüterbahnhof und der Bahnhof Großmarkthalle. Der Beitrag trennt, was stillgelegt ist und was heute unter gleichem Namen weiterlebt.

Lage: Frankfurt am Main, Bahnhofsviertel, Ostend, Sachsenhausen, Oberrad, Gallus. Status: Der heutige Frankfurter Hauptbahnhof ist in Betrieb und nicht Thema dieses Beitrags, behandelt werden die abgegangenen Bahnhöfe. Heute: Von den Westbahnhöfen und dem Hanauer Bahnhof ist nichts erhalten, in Oberrad steht das Empfangsgebäude, die Großmarkthalle ist Teil der EZB.
Der Frankfurter Hauptbahnhof ist in Betrieb und gehört nicht in diese Reihe.
Er ersetzte 1888 drei Bahnhöfe, die nebeneinander am Westrand der Wallanlagen standen, und von diesen ist baulich nichts mehr erhalten.
Dieser Beitrag behandelt die Standorte, die in Frankfurt aufgegeben wurden: Taunusbahnhof, Main-Weser-Bahnhof, Main-Neckar-Bahnhof, Hanauer Bahnhof, Lokalbahnhof, Oberrad, Mainspitze, Fahrtor, Hauptgüterbahnhof und den Bahnhof Großmarkthalle.
Zwei Namen leben heute anders weiter: Eine S-Bahn-Station trägt den Namen Lokalbahnhof, liegt aber südlich des alten Bahnhofs, und am Fahrtor hält an einigen Wochenenden eine Museumsbahn.
Freie Fotos aus der Frühzeit sind für manche Orte vorhanden, für andere nicht, die Bilder stehen jeweils bei dem Halt, zu dem sie gehören.
Die drei Westbahnhöfe: Entstehung
Für die drei Strecken, die von Westen auf Frankfurt zuführten, entstanden am damaligen Stadtrand drei Bahnhöfe nebeneinander.
Von Nord nach Süd waren das der Main-Weser-Bahnhof, der Taunusbahnhof und der Main-Neckar-Bahnhof.
Zwischen Taunusbahnhof und Main-Weser-Bahnhof lag das Hotel Westendhall.
Die Bahngesellschaften betrieben ihre Bahnhöfe getrennt.
Eine erste gemeinsame Fahrkartenausgabe entstand 1876 im Hotel Frankfurter Hof.
Taunusbahnhof
Der Taunusbahnhof war der erste Bahnhof in Frankfurt am Main überhaupt.
Er war Anfangs- und Endpunkt der Taunus-Eisenbahn, die Frankfurt ab September 1839 mit Höchst und ab Mai 1840 mit Wiesbaden verband.
Das Empfangsgebäude eines Kopfbahnhofs stand am Westrand der Wallanlagen, dort, wo heute die Kaiserstraße auf die Gallusanlage trifft.
Es entstand von 1837 bis 1839 nach einem Entwurf des Mainzer Architekten Ignaz Opfermann.
Der Bau hatte einen dreigeschossigen Mittelpavillon mit Uhrtürmchen und zweigeschossige Eckpavillons.
Im Obergeschoss lagen Büros der Eisenbahngesellschaft und Wohnungen.
Die hölzerne Bahnsteighalle war die erste Bahnsteighalle in Deutschland überhaupt.
Der Bau kostete knapp 110.000 Gulden.
Der Name der heutigen Taunusanlage leitet sich von diesem Bahnhof ab.

Main-Weser-Bahnhof
Der Main-Weser-Bahnhof ging 1850 in Betrieb und war Beginn und Endpunkt der Main-Weser-Bahn nach Kassel.
Das Empfangsgebäude lag an der Gallusanlage zwischen Taunustor und Gallustor.
Es war die preiswerteste Lösung der drei Westbahnhöfe: Der Stadtbaumeister Karl Friedrich Henrich baute dafür die Villa der Familie Blittersdorf um.
Das zweigeschossige Haus hatte nur fünf Fensterachsen, von denen die mittleren drei im Erdgeschoss Eingangstüren waren.
Ein Uhrtürmchen krönte die Mitte.
Seit 1860 nutzte auch die Homburger Eisenbahn-Gesellschaft einen Seitenflügel, 1874 kam die Kronberger Bahn hinzu.

Main-Neckar-Bahnhof
Der Main-Neckar-Bahnhof war von 1848 bis 1888 Beginn und Endpunkt der Bahn nach Heidelberg und Mannheim.
Er lag südlich des Taunusbahnhofs und war die einzige Betriebsstelle der Main-Neckar-Bahn nördlich des Mains.
Er nahm ursprünglich 3,6 Hektar ein und wurde wegen der teuren Grundstücke in Stadtnähe zum kostspieligsten Bahnhof der Strecke.
Das Empfangsgebäude entstand nach einem Entwurf von Karl Friedrich Henrich, ausgeführt von Gustav Rügemer.
Es war ein zweigeschossiger Bau aus rotem Sandstein mit Bogenfenstern und einem Mittelteil mit drei Bögen zur Straße.
Ab dem 18. Oktober 1849 fuhren auch die Züge der Frankfurt-Offenbacher Eisenbahn bis hierher.
1859 verlangte der wachsende Güterverkehr einen vierten Güterschuppen.
Seit 1863 nutzte auch die Hessische Ludwigsbahn mit der Mainbahn von Mainz den Bahnhof.
Einen zweiten Bahnsteig für ankommende Züge erhielt er erst 1876, ein Zentralstellwerk folgte 1882.


Das Ende der Westbahnhöfe 1888
1888 ersetzte man alle drei Bahnhöfe durch neue Anlagen.
Im Güterverkehr übernahm zum 1. Januar 1888 der neue Hauptgüterbahnhof, im Personenverkehr zum 15. August 1888 der neue Centralbahnhof, der heutige Hauptbahnhof.
Die Main-Neckar-Eisenbahngesellschaft beteiligte sich nicht an den Kosten und trat dafür ihr wertvolles Gelände an die Preußischen Staatsbahnen ab.
Die überflüssigen Anlagen der drei Westbahnhöfe wurden abgerissen.
Auf der Bahnbrache fand 1891 die Internationale Elektrotechnische Ausstellung statt, bis zum Ersten Weltkrieg entstand das Bahnhofsviertel.
Aus der nördlichen Zulaufstrecke der Main-Weser-Bahn wurde die Bahnstraße, heute Friedrich-Ebert-Anlage und Hamburger Allee.
Die Main-Neckar-Brücke wurde zur Straßenbrücke umgebaut, damals Wilhelmsbrücke, heute Friedensbrücke.
Hanauer Bahnhof
Der Hanauer Bahnhof war ein Kopfbahnhof im Ostend und bestand von 1848 bis 1913.
Die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn-Gesellschaft fuhr seit dem 10. September 1848 zwischen Frankfurt und Hanau.
Der Bahnhof lag nahe dem Zoo zwischen der Hanauer Landstraße und dem Röderbergweg.
Der Personenbahnhof war eine bescheidene dreigleisige Anlage mit je einem Außenbahnsteig für ankommende und abfahrende Züge.
Das mittlere Gleis diente dazu, Lokomotiven an das andere Ende des Zuges zu rangieren.
Auch das Empfangsgebäude war bescheiden.
Nördlich lagen Abstellanlagen, Werkstätten und Lagerhallen, südlich der ausgedehnte Güterbahnhof.
Zunächst war die Strecke eine Insel ohne Gleisanschluss zu den Westbahnhöfen, Reisende mussten zu Fuß oder per Droschke durch die Stadt.
Erst ab 1859 verband die Städtische Verbindungsbahn die Strecke mit den Westbahnhöfen.
Seit 1875 bediente die Pferdebahn den Bahnhof, ab 1899 fuhr die Elektrische Straßenbahn von hier zum Centralbahnhof.



Die Hessische Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft führte den Betrieb der Strecke vom 1. Januar 1863 bis zum 31. Dezember 1872 und übernahm sie danach.
Zum 1. Februar 1897 ging diese Gesellschaft in der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft auf.
Zum 1. April 1913 wurde die Strecke vom neuen Ostbahnhof über die Deutschherrnbrücke zum Südbahnhof verlängert.
Der Hanauer Bahnhof wurde aufgegeben, weil er als Kopfbahnhof ein betriebliches Hindernis und zu klein geworden war.
Der Platz wurde nach 1913 überbaut, bauliche Überreste sind nicht erhalten.
Ein Rest des Namens blieb in der Zobelstraße, die an den Ingenieur der Strecke, Johann Peter Wilhelm Zobel, erinnert.
Lokalbahnhof
Der historische Lokalbahnhof diente von 1848 bis 1955 der Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn.
Er lag nördlich der Heisterstraße an der Darmstädter Landstraße und wurde zwischen 1843 und 1846 als Bahnhof Sachsenhausen errichtet.
Sein Name wechselte mehrfach: 1876 Offenbacher Bahnhof, ab 1900 Sachsenhausen-Lokalbahn, 1910 Frankfurt (M-Lokalbahnhof)-Offenbach und ab 1920 Frankfurt (M-Lokalbahnhof).
Der planmäßige Verkehr nach Offenbach begann am 9. März 1848, offiziell wurde der Betrieb am 16. April 1848 mit zehn Zugpaaren am Tag aufgenommen.
Bis zum 15. November 1848 fuhr die Main-Neckar-Bahn zunächst ebenfalls hierher, weil die alte Main-Neckar-Brücke noch nicht fertig war.
Sie musste dazu den Betriebsbahnhof Mainspitze durchfahren, eine Spitzkehre.
Mit der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn beschränkte sich der Verkehr seit Ende 1875 ganz auf die Strecke nach Offenbach, und der Bahnhof wurde zum Kopfbahnhof.
Ab 1884 bekam die Lokalbahn Konkurrenz durch die elektrische Straßenbahn, die die Zentren von Offenbach und Oberrad besser erschloss.


Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bombenangriffe das Empfangsgebäude.
Der Betrieb ruhte vom 28. August 1944 bis zum 2. Dezember 1946.
Die Bundesbahn beschloss die Stilllegung der unrentabel gewordenen Strecke zum 1. Oktober 1955.
Im Sommer 1956 wurde das Empfangsgebäude weitgehend abgebrochen.
1970 wurde das Bahnhofsgelände mit einem Hochhaus bebaut, das Büros und im Erdgeschoss einige Geschäfte enthält.
Seit 1990 gibt es südlich davon eine S-Bahn-Station gleichen Namens, die nicht mit dem alten Bahnhof verwechselt werden darf.
Oberrad
Der Bahnhof Frankfurt-Oberrad wurde 1848 als einzige Zwischenstation der Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn errichtet.
Er lag weit vom damaligen Dorf entfernt in landwirtschaftlich genutztem Gelände.
Als die Frankfurt-Bebraer Eisenbahn 1873 ihre Strecke von Hanau nach Frankfurt verlängerte, nutzte sie den Bahnhof mit.
Als die Lokalbahn 1955 aufgegeben wurde, riss man ein Jahr später alle Bauwerke ab, nur das Empfangsgebäude blieb, weil es für den Personenverkehr der Strecke Frankfurt-Göttingen noch gebraucht wurde.
Es wurde 1862 errichtet, das Dach 1924 umgestaltet.
Das Gebäude ist das einzige bauliche Zeugnis dieser Verbindung zwischen Frankfurt und Offenbach und steht als Kulturdenkmal unter Schutz.
Wegen der abseitigen Lage war das Verkehrsaufkommen minimal, denn von Oberrad aus war die Straßenbahn bequemer.
Deshalb wurden die Verkehrshalte eingestellt und der Bahnhof 1987 aufgegeben.
Der Verein der Frankfurter Schlaraffen mietete ihn zunächst als Vereinsheim und erwarb ihn Mitte der 1990er Jahre, als die Bahn ihn zum Verkauf ausschrieb.
Das Gebäude ist damit in Vereinsbesitz und kein öffentlicher Bahnhof mehr.
Beim Bau der S-Bahn-Strecke wurde eine Fläche für einen Mittelbahnsteig freigehalten, konkrete Pläne für einen neuen Haltepunkt gibt es nicht.


Mainspitze
Mainspitze war ein Betriebsbahnhof an der Main-Neckar-Bahn und besaß eine Spitzkehre.
Als die Strecke 1846 das Gebiet der Freien Stadt Frankfurt erreichte, endete sie zunächst im Bahnhof Sachsenhausen.
Die Züge mussten dafür in der Spitzkehre von Mainspitze die Fahrtrichtung wechseln.
Das dauerte, weil die erste Main-Neckar-Brücke noch zwei weitere Jahre im Bau war.
Mit der Eröffnung der alten Main-Neckar-Brücke am 15. November 1848 endete dieses Provisorium.
Zu Gebäuden oder Anlagen am Standort ist nichts weiter belegt.
Fahrtor
Das Fahrtor war ein Stadttor am Main und gab dem Haltepunkt Frankfurt (Main) Fahrtor der Frankfurter Verbindungsbahn seinen Namen.
Er lag unmittelbar vor dem Tor und dem Nordkopf des Eisernen Stegs.
Die Hessische Ludwigsbahn richtete den Haltepunkt ein, nachdem sie die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn 1872 übernommen hatte.
Zum 1. April 1913 endete hier der Personenverkehr, weil die Strecke nach Hanau zum Südbahnhof verlängert wurde.
Nach der Zerstörung aller Mainbrücken war die Verbindungsbahn 1945 die einzige Verbindung zwischen den westlichen und östlichen Bahnanlagen.
1945 fuhren hier zeitweise Züge der Kleinbahn Frankfurt-Königstein.
Heute liegt in der Nähe ein Haltepunkt der Historischen Eisenbahn Frankfurt, die an mehreren Wochenenden im Jahr Museumsbetrieb anbietet.
Das Fahrtor ist deshalb ein Beispiel für einen Halt, der als Museumsbahnhaltepunkt weiterlebt, auch wenn der Regelverkehr seit 1913 fehlt.

Hauptgüterbahnhof
Der Hauptgüterbahnhof ersetzte zum 1. Januar 1888 im Güterverkehr die Anlagen der Westbahnhöfe.
Er lag im Stadtteil Gallus, auf dem Gelände, das später zum Europaviertel wurde.
Ideen, die Güterbahnanlagen zu verlagern, gab es schon zwischen den Weltkriegen, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die zerstörten Anlagen aber wieder aufgebaut und in den 1960er Jahren modernisiert.
Mit dem Messeturm und der wachsenden Innenstadt stieg dann der Druck, die Flächen besser zu nutzen.
1996 entschied die Deutsche Bahn im Projekt Frankfurt 21, den Hauptgüterbahnhof und den Rangierbahnhof stillzulegen.
Der Containerverkehr wurde im Terminal am Ostbahnhof gebündelt, der Stückgutverkehr ging auf die Straße.
1998 wurde der Betrieb auf dem Hauptgüterbahnhof eingestellt, der Rangierbetrieb folgte 2003.


2005 begannen die Erschließungsarbeiten der Konversionsfläche, 2006 wurde der erste Hochbau eröffnet.
Das freigemachte Areal umfasst fast 90 Hektar und wird in Europaviertel West und Ost unterteilt.
Das alte Stellwerk des Güterbahnhofs lag direkt auf der Trasse des Boulevards Mitte und musste im Juli 2014 weichen.


Bahnhof Großmarkthalle
Die Großmarkthalle im Ostend war von 1928 bis zur Schließung am 4. Juni 2004 ein Großmarkt für Obst und Gemüse.
1910 hatte Oberbürgermeister Franz Adickes erste Überlegungen für eine neue Großmarkthalle mit Bahnanschluss angestoßen, 1911 reservierte die Stadt dafür ein Gelände an der Sonnemannstraße nahe dem Osthafen.
Die Halle des Architekten Martin Elsaesser wurde am 25. Oktober 1928 eingeweiht und steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
Der Güterbahnhof der Großmarkthalle ist ein Ort der nationalsozialistischen Verbrechen.
Ab Oktober 1941 nutzten die Nationalsozialisten die Kellerräume als Sammelpunkt und den Bahnhof Großmarkthalle zur Deportation jüdischer Männer, Frauen und Kinder aus Frankfurt und Umgebung.
Mehr als 10.000 Menschen aus Frankfurt wurden von hier mit Zügen in Konzentrationslager gebracht.
Seit 1997 erinnert eine Gedenktafel daran.
2007 schrieb die Stadt gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Europäischen Zentralbank einen Wettbewerb für eine Gedenkstätte aus.
Die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle wurde am 22. November 2015 eröffnet.
Ein Pfad auf dem ehemaligen Gleisfeld, ein Platz und ein Stellwerk am öffentlichen Weg dokumentieren den Abtransport der Menschen.
Der Bereich östlich der Halle ist für Fußgänger und Radfahrer erreichbar.
Ein Teil der Erinnerungsstätte liegt auf dem extraterritorialen Gebiet der EZB und ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.
Die Stadt übergab das Areal zum 1. Januar 2005 an die Europäische Zentralbank, die dort ihren Hauptsitz baute.
Die Halle wurde in den von 2010 bis 2014 errichteten Neubau integriert.


So sieht es jetzt aus
Von Taunusbahnhof, Main-Weser-Bahnhof, Main-Neckar-Bahnhof und Hanauer Bahnhof ist baulich nichts erhalten.
An ihrer Stelle liegen das Bahnhofsviertel und die Straßen im Ostend.
In Oberrad steht noch das Empfangsgebäude, der Lokalbahnhof ist ein Hochhaus und eine Haltestelle, die Mainspitze ist verschwunden.
Der Hauptgüterbahnhof ist zum Europaviertel geworden, die Großmarkthalle gehört zur EZB und beherbergt eine Erinnerungsstätte.
Nur am Fahrtor fährt noch gelegentlich ein Zug, und der gehört einer Museumsbahn.
Die Gleise der Hafenbahn und die Gelände der Erinnerungsstätte sind keine Freizeitflächen, wer sie besucht, bleibt auf den öffentlichen Wegen.
Die Geschichte in Daten
1839: Der Taunusbahnhof eröffnet, der erste Bahnhof Frankfurts.
1848: Hanauer Bahnhof, Lokalbahnhof und Main-Neckar-Bahnhof gehen in Betrieb.
1850: Der Main-Weser-Bahnhof geht in Betrieb.
1. Januar 1888: Der Hauptgüterbahnhof ersetzt die Westbahnhöfe im Güterverkehr.
15. August 1888: Der Centralbahnhof, der heutige Hauptbahnhof, ersetzt sie im Personenverkehr.
1. April 1913: Der Hanauer Bahnhof wird aufgegeben, am Fahrtor endet der Personenverkehr.
Oktober 1941: Beginn der Deportationen über die Großmarkthalle.
1. Oktober 1955: Stilllegung der Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn.
1987: Der Bahnhof Oberrad wird aufgegeben.
1998: Der Betrieb im Hauptgüterbahnhof wird eingestellt.
22. November 2015: Die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle wird eröffnet.
Häufige Fragen
Ist der Frankfurter Hauptbahnhof stillgelegt?
Gibt es den Lokalbahnhof noch?
Was ist vom Bahnhof Oberrad erhalten?
Kann man die Gleise der Großmarkthalle ansehen?
Fährt am Fahrtor noch ein Zug?
Frankfurt hat über die Jahre mehr Bahnstandorte aufgegeben, als die meisten Besucher am Hauptbahnhof ahnen.
Manche sind spurlos verschwunden, andere leben als Straßenname, Gedenkort oder Museumshalt weiter.
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