Das Eslarner Bockl: die stillen Halte zwischen Neustadt an der Waldnaab und Eslarn

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Das Eslarner Bockl: die stillen Halte zwischen Neustadt an der Waldnaab und Eslarn

Fast 50 Kilometer lang war die längste Lokalbahn der Oberpfalz, die von Neustadt an der Waldnaab bis an die Grenze bei Eslarn führte. 1995 endete der Betrieb, heute rollen Räder auf der Trasse.

Ein Schienenbus der Baureihe 798 als Zug von Floß nach Weiden im Bahnhof Störnstein, 3. August 1989.
Ein Schienenbus der Baureihe 798 als Zug von Floß nach Weiden im Bahnhof Störnstein, 3. August 1989. Foto: Axel Tomforde, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1886
Eröffnung bis Vohenstrauß
1908
Eslarn erreicht
1992
Reiseverkehr bis Floß endet
1995
Betrieb eingestellt

Lage: Nördliche Oberpfalz, von Neustadt an der Waldnaab über Floß, Vohenstrauß und Pleystein nach Eslarn. Status: Die Strecke ist stillgelegt, nur der Abschnitt bis nahe St. Felix wird wieder befahren. Heute: Auf der Trasse verläuft der Bocklradweg.

Das Eslarner Bockl war eine Nebenbahn in der nördlichen Oberpfalz.

Sie verlief von Neustadt an der Waldnaab über Floß, Vohenstrauß und Pleystein nach Eslarn.

Mit etwa 50 Kilometern war sie die längste Lokalbahn in der Oberpfalz.

In Floß zweigte eine kurze Stichstrecke nach Flossenbürg ab, deshalb gehört auch sie in diesen Beitrag.

Der Bahnhof Neustadt an der Waldnaab selbst ist in Betrieb und wird hier nicht behandelt.

Freie alte Fotos der einzelnen Halte sind selten, die meisten Bilder zeigen den Zustand nach der Stilllegung.

Entstehung: eine Bahn für den östlichen Oberpfälzer Wald

Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden immer mehr Hauptstrecken, der östliche Oberpfälzer Wald blieb aber lange ohne Eisenbahn.

Gemeinden und einflussreiche Persönlichkeiten wie Gustav von Schlör forderten immer wieder eine Bahnstrecke in Richtung Vohenstrauß.

Die Bayerischen Ostbahnen hatten 1863 und 1864 ihre Nord-Süd-Strecke im Naabtal eröffnet, nun sollte auch der Landstrich östlich davon bis zur böhmischen Grenze erschlossen werden.

Am 16. Oktober 1886 eröffneten die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen die erste Teilstrecke von Neustadt an der Waldnaab über Floß nach Vohenstrauß, dem Sitz des Bezirksamts.

Am 16. August 1900 erreichte die Bahn den Grenzort Waidhaus.

Von dort wandte sie sich nach Süden und erreichte am 1. Oktober 1908 den Endpunkt Eslarn.

Von diesem Endpunkt stammt der volkstümliche Name Eslarner Bockl.

Um 1930 gab es Überlegungen, die Strecke über Schönsee nach Waldmünchen zu verlängern, sie wurden aber nicht umgesetzt.

Weil die Bahn mitten im Oberpfälzer Wald lag, kam es im Winter oft zu Betriebsbehinderungen.

So sah es vorher aus: Zugpaare und Schienenbusse

Im Fahrplan des Sommers 1914 waren fünf tägliche Zugpaare verzeichnet.

Im Sommer 1927 waren es noch vier, sie begannen und endeten nun in Weiden.

Der Personenverkehr war im Zweiten Weltkrieg und danach recht stark.

Er hielt sich noch bis zum 1. Juni 1975 auf der ganzen Strecke.

Zuletzt fuhren Schienenbusse, die Aufnahme aus Störnstein zeigt einen von ihnen im Sommer 1989.

Ein Schienenbus der Baureihe 796 wartet am 25. September 1991 in Floß auf die Abfahrt nach Weiden.
Ein Schienenbus der Baureihe 796 wartet am 25. September 1991 in Floß auf die Abfahrt nach Weiden. Foto: Phil Richards from London, UK, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

St. Felix: der Rand von Neustadt

Der Haltepunkt St. Felix lag bei Streckenkilometer 0,75 kurz hinter dem Bahnübergang an der Georgstraße.

Die Trasse vom Bahnhof Neustadt bis nahe dem früheren Haltepunkt wurde im Dezember 2007 betrieblich in den Bahnhof Neustadt eingebunden.

Seitdem fahren dort Regional-Express-Züge, die von der Strecke Neukirchen–Weiden kommen.

Vor dem früheren Bahnübergang entstand dafür ein Bahnsteig.

Die ehemalige Haltestelle St. Felix in Neustadt, 2019.
Die ehemalige Haltestelle St. Felix in Neustadt, 2019. Foto: Roehrensee, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Störnstein: eine typische Lokalbahnstation

Der Bahnhof Störnstein bei Kilometer 4,59 hatte vier Weichen und war eine typische bayerische Lokalbahnstation.

Um 1990 wurde er zum Haltepunkt zurückgestuft, alle Gleise bis auf das durchgehende Hauptgleis wurden abgebaut.

Das eingeschossige Empfangsgebäude und das Nebengebäude bestehen aus Bruchsteinmauerwerk mit Backsteintraufgesims.

Das Empfangsgebäude hat einen Kniestock und ein flaches Halbwalmdach, das Nebengebäude ein flaches Schopfwalmdach.

Beide Gebäude sind erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

Gailertsreuth: nur Bahnsteig und Wellblechhütte

Der Haltepunkt Gailertsreuth bei Kilometer 7,68 bestand lediglich aus dem Bahnsteig, einem Stationsschild und einer Wellblechhütte als Wartehalle.

Mehr Gebäude gab es hier nicht.

Floß: Abzweig nach Flossenbürg

Der Bahnhof Floß bei Kilometer 9,89 wurde 1886 eröffnet.

Etwa 700 Meter hinter dem Bahnhof, bei Kilometer 10,59, zweigte die Strecke nach Flossenbürg ab.

Bis zum 29. Mai 1992 endete der Personenverkehr aus Weiden hier in Floß.

Auf dem Foto von 1991 steht ein Schienenbus im Bahnhof, danach fuhren nur noch wenige Monate lang Reisezüge.

Waldthurn: ein Bahnhof bei Kilometer 16

Waldthurn lag bei Streckenkilometer 16,12 und war ein Bahnhof.

Zu seinen Gleisen und Gebäuden ist nichts weiter belegt.

Zwischen Floß und Albersrieth wurde der Bocklradweg im Jahr 2004 auf einer Länge von 9 Kilometern eröffnet.

Waldau: ein Haltepunkt zwischen Albersrieth und Vohenstrauß

Der Haltepunkt Waldau in der Oberpfalz lag bei Kilometer 22,3 zwischen Albersrieth und Vohenstrauß.

Weitere Einzelheiten zu seinen Anlagen sind nicht belegt.

Der letzte Radweg-Abschnitt zwischen Albersrieth und Vohenstrauß wurde am 30. Juli 2005 freigegeben.

Vohenstrauß: Endbahnhof von 1886 bis 1900

Das Bahnhofsgebäude von Vohenstrauß, 2011.
Das Bahnhofsgebäude von Vohenstrauß, 2011. Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Der Bahnhof Vohenstrauß bei Kilometer 25,21 war von 1886 bis 1900 Endbahnhof.

Darum entstanden neben dem Empfangsgebäude, einem Güterschuppen und dem Wirtschaftsgebäude auch ein Lokschuppen mit angebautem Wohn- und Sozialtrakt.

Die Gebäude sind aus Bruchsteinmauerwerk errichtet und stehen unter Denkmalschutz.

Zum Bahnhof gehörten ein Anschlussgleis zur örtlichen BayWa sowie zwei Anschlussgleise zu einem Sägewerk und einer Porzellanfabrik.

Hinter Vohenstrauß endete der Güterverkehr am 22. Mai 1993.

Fahrenberg: der höchste Punkt im Wald

Der Haltepunkt Fahrenberg lag bei Kilometer 28,9 etwa zwei Kilometer südlich der Gemeinde Fahrenberg mitten im Wald.

Er war die höchste Betriebsstelle der Strecke, ab hier senkte sie sich wieder Richtung Pleystein.

Im Wald zwischen Fahrenberg und Pleystein steht im Walddistrikt Kühbühl noch eine denkmalgeschützte Wegbrücke.

Sie wurde 1900 errichtet und führt mit einem flachen Parabelbogen über die frühere Bahntrasse.

Gebaut ist sie aus Granitquadermauerwerk mit rustizierter Einfassung.

Die Wegbrücke im Kühlbühl bei Pleystein über die ehemalige Eisenbahnstrecke, die heute der Bocklradweg ist.
Die Wegbrücke im Kühlbühl bei Pleystein über die ehemalige Eisenbahnstrecke, die heute der Bocklradweg ist. Foto: Allexkoch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Pleystein: das Empfangsgebäude ist abgerissen

Der Bahnhof Pleystein bei Kilometer 32,96 lag am südlichen Stadtrand.

Das Empfangsgebäude wurde inzwischen abgerissen, das Bahnhofsgelände ist teilweise überbaut.

Hinter dem Bahnhof führt bei Kilometer 35,0 eine Bogenbrücke aus Granitquadern mit rustizierten Einfassungen über den Zottbach.

Sie steht unter Denkmalschutz.

Lohma: zwei Durchgangsgleise und ein Ladegleis

Der Bahnhof Lohma bei Kilometer 36,40 lag am nördlichen Ortsrand.

Er hatte zwei Durchgangsgleise und ein Ladegleis.

Die Zottbachbrücke bei Lohma, 2017.
Die Zottbachbrücke bei Lohma, 2017. Foto: Allexkoch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Zottbachbrücke bei Lohma von oben, 2017.
Die Zottbachbrücke bei Lohma von oben, 2017. Foto: Allexkoch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Burkhardsrieth: ein Haltepunkt bei Kilometer 39

Burkhardsrieth war ein Haltepunkt bei Streckenkilometer 39,0 zwischen Lohma und Waidhaus.

Zu den Anlagen ist nichts weiter belegt.

Waidhaus: Endpunkt von 1900 bis 1908

Der Bahnhof Waidhaus bei Kilometer 42,16 war zwischen 1900 und 1908 der Endpunkt der Strecke.

Einen Lokschuppen bekam er deshalb nicht.

Die Station lag südlich des Ortes direkt am Ortsrand.

Empfangsgebäude samt angebautem Nebengebäude und der Güterschuppen sind in derselben Form gebaut wie die anderen Bahnhofsgebäude der Strecke, aus Bruchsteinmauerwerk mit Backsteintraufgesims.

Das Empfangsgebäude ist ein Halbwalmdachgebäude mit erdgeschossigem Flankenbau, der Güterschuppen ein erdgeschossiger Satteldachbau.

Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Waidhaus, 2009.
Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Waidhaus, 2009. Foto: Konrad Lackerbeck, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Waidhaus: das ehemalige Bahnhofsgelände und die Gebäude, 2011.
Waidhaus: das ehemalige Bahnhofsgelände und die Gebäude, 2011. Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Pfrentsch: ein Haltepunkt vor der Endstation

Der Haltepunkt Pfrentsch lag bei Kilometer 44,8 zwischen Waidhaus und Eslarn.

Weitere Angaben zu seinen Anlagen sind nicht belegt.

Eslarn: der Endbahnhof

Am Endbahnhof Eslarn bei Kilometer 49,80 entstanden ein Empfangsgebäude, ein Güterschuppen und ein zweiständiger Lokschuppen.

Alle Gebäude sind erhalten, das Bahnhofsgelände wird heute aber anderweitig genutzt.

Ein Umsetzgleis gab es nicht.

Zum Umsetzen schob die Lok die Wagen in das ansteigende Streckengleis.

Sobald sie das Gleis geräumt hatte, rollten die Wagen wieder an den Bahnsteig, wo sich die Lokomotive vom Lokschuppen kommend davorsetzen konnte.

Eslarn: Bahnhofsgebäude und Denkmal, 2011.
Eslarn: Bahnhofsgebäude und Denkmal, 2011. Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Lokschuppen in Eslarn, 2011.
Der Lokschuppen in Eslarn, 2011. Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der ehemalige Güterschuppen in Eslarn, 2013.
Der ehemalige Güterschuppen in Eslarn, 2013. Foto: Allexkoch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Stichbahn Floß–Flossenbürg

Nach früheren Vorschlägen des Steinbruchbetriebs Gebr. Steinhardt’s Söhne und der Gemeinde Flossenbürg, die scheiterten, wurde der Bau der Strecke am 26. Juni 1908 genehmigt.

Am 1. Mai 1913 ging sie für den Güterverkehr in Betrieb.

Sie war 5,72 Kilometer lang und führte im Oberpfälzer Wald von Floß nach Flossenbürg.

Haupttransportgut war der in Flossenbürg gebrochene Granit.

Plankenhammer bei Kilometer 2,7 und Altenhammer bei Kilometer 4,9 waren Haltepunkte mit Ladestelle, dazwischen und dahinter lagen Ladestraßen.

Bei Kilometer 5,6 folgte die Ladestelle Rückersmühle, Endpunkt war Flossenbürg bei Kilometer 6,20.

Der Personenverkehr begann erst 1939 mit zwei sonntäglichen Zugpaaren von Weiden nach Flossenbürg.

Bis zum Fahrplanjahr 1943 verkehrten sonntags weiterhin zwei Zugpaare auf besondere Anordnung.

1948 beförderte ein Güterzug Reisende, 1949 gab es fünf Zugpaare.

Am 17. Mai 1953 wurde der sonntägliche Reiseverkehr eingestellt, nur bei günstigen Schneeverhältnissen fuhren noch Wintersport-Sonderzüge.

Am 31. Mai 1959 endete der Personenverkehr vollständig, am 27. Mai 1972 der Gesamtverkehr.

Danach wurde die Strecke abgebaut, die noch erhaltenen Bauwerke stehen seit 2018 unter Denkmalschutz.

In Flossenbürg bestand von 1938 bis 1945 ein Konzentrationslager, seine Geschichte ist nicht Thema dieses Beitrags.

Niedergang: 1975 bis 1995

Ab dem 1. Juni 1975 war der Reiseverkehr auf den Abschnitt Weiden–Floß beschränkt.

Er endete dort am 29. Mai 1992.

Zu dieser Zeit fiel auch das Ende des Güterverkehrs, der aus strukturpolitischen Gründen im Grenzland lange auf der Schiene geblieben war.

Hinter Vohenstrauß wurde er am 22. Mai 1993 stillgelegt, auf der übrigen Strecke am 28. Mai 1995.

Mit Schreiben vom 13. September 1995 genehmigte das Eisenbahn-Bundesamt die dauernde Einstellung des Betriebs zwischen Neustadt und Vohenstrauß.

Zwei Privatgleisanschlüsse der freien Strecke bei Kilometer 0,65 und 1,98 wurden zunächst weiter bedient, die Bedienung endete zum 31. Dezember 2001.

Zum 1. Dezember 1995 war der Betrieb des Bockl endgültig eingestellt.

So sieht es jetzt aus: der Bocklradweg

Auf der Trasse verläuft heute der 51 Kilometer lange Bocklradweg, der längste Bahntrassenradweg Bayerns.

Er liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Schon ein Jahr nach der Stilllegung begann der Landkreis zusammen mit den Anliegergemeinden mit dem Bau, gefördert aus Mitteln der Naturparkförderung und der EU.

1999 war das 24 Kilometer lange Stück zwischen Eslarn und Vohenstrauß fertig.

2003 folgte der acht Kilometer lange Abschnitt zwischen Neustadt und Floß, 2004 das neun Kilometer lange Stück zwischen Floß und Albersrieth.

Der letzte Abschnitt zwischen Albersrieth und Vohenstrauß wurde am 30. Juli 2005 übergeben.

Die Gesamtkosten betrugen 2,2 Millionen Euro.

Weil der Weg durch den Bayerisch-Böhmischen Geopark führt, wird er auch Georadweg genannt.

Er ist Teil des Ende 2008 eingeweihten Paneuropa-Radwegs von Paris nach Prag.

Der Bocklradweg bei Eslarn, 2013.
Der Bocklradweg bei Eslarn, 2013. Foto: Allexkoch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Geschichte in Daten

1886: Am 16. Oktober eröffnen die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen die Strecke von Neustadt über Floß nach Vohenstrauß.

1900: Am 16. August erreicht die Bahn Waidhaus.

1908: Am 26. Juni wird der Bau der Stichbahn Floß–Flossenbürg genehmigt, am 1. Oktober erreicht die Hauptstrecke Eslarn.

1913: Am 1. Mai geht die Stichbahn nach Flossenbürg für den Güterverkehr in Betrieb.

1914: Der Sommerfahrplan nennt fünf tägliche Zugpaare.

1939: Auf der Stichbahn beginnt der Personenverkehr.

1959: Am 31. Mai endet der Personenverkehr nach Flossenbürg.

1972: Am 27. Mai endet der Gesamtverkehr nach Flossenbürg.

1975: Am 1. Juni wird der Reiseverkehr auf Weiden–Floß beschränkt.

1992: Am 29. Mai endet der Reiseverkehr zwischen Weiden und Floß.

1993: Am 22. Mai endet der Güterverkehr hinter Vohenstrauß.

1995: Am 28. Mai endet der Güterverkehr auf der übrigen Strecke, zum 1. Dezember wird der Betrieb eingestellt.

1999: Der Radweg zwischen Eslarn und Vohenstrauß ist fertig.

2005: Am 30. Juli wird der letzte Abschnitt des Bocklradwegs übergeben.

2007: Im Dezember wird die Trasse bis nahe St. Felix in den Bahnhof Neustadt eingebunden.

2018: Erhaltene Bauwerke der Stichbahn nach Flossenbürg werden unter Denkmalschutz gestellt.

Häufige Fragen

Woher stammt der Name Eslarner Bockl?
Die volkstümliche Bezeichnung rührt vom Endpunkt Eslarn her, den die Bahn 1908 erreichte, die Bevölkerung nannte die Bahn liebevoll Bockl.
Wann fuhr der letzte Personenzug?
Auf dem Abschnitt hinter Floß endete der Reiseverkehr am 1. Juni 1975, zwischen Weiden und Floß am 29. Mai 1992.
Kann man die Trasse heute nutzen?
Ja, auf der Trasse verläuft der 51 Kilometer lange Bocklradweg.
Fährt auf der Strecke noch ein Zug?
Auf der Trasse bis nahe St. Felix fahren seit Dezember 2007 wieder Regional-Express-Züge.
Wofür diente die Strecke nach Flossenbürg?
Sie diente vor allem dem Abtransport des in Flossenbürg gebrochenen Granits, ab 1939 fuhren auch Reisezüge.
Wie lang war die Strecke?
Die Hauptstrecke war etwa 50 Kilometer lang, die Stichbahn nach Flossenbürg 5,72 Kilometer.

Wer heute auf dem Bocklradweg unterwegs ist, bewegt sich auf der Trasse der längsten Lokalbahn der Oberpfalz.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Bahnstrecke Neustadt (Waldnaab)–Eslarn · Wikipedia: Bahnstrecke Floß–Flossenbürg · Wikipedia: Bockl-Radweg · Wikimedia Commons: Dateibeschreibungen

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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