Der Bahnhof Wolgast, das Tor zur Insel Usedom

Ortstermin

„Hinter diesem Bahnhof geht es über eine Brücke, die für Schiffe regelmäßig in die Höhe klappt.“

Der Bahnhof Wolgast, das Tor zur Insel Usedom

→ Ein Ortstermin am Peenestrom.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Wolgast wurde 1863 eröffnet. Seit dem Jahr 2000 fahren die Züge von hier über eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke weiter auf die Insel Usedom.

Am Peenestrom, direkt vor der Insel Usedom, liegt die Kleinstadt Wolgast.

Man nennt sie das Tor zur Insel Usedom, denn fast alle Wege auf die Insel führen hier vorbei.

Auch die Eisenbahn nimmt diesen Weg, über eine Brücke, die für Schiffe geöffnet wird.

a Wolgast Hafen
Foto: Roehrensee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eröffnet im Jahr 1863

Der Bahnhof Wolgast ging im Jahr 1863 in Betrieb.

Er liegt bei Kilometer 17,1 der Strecke aus Züssow.

Vom Stadtzentrum ist er etwa 750 Meter entfernt.

Das Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Wolgast hafen abend
Foto: User Ralf Roletschek, CC BY-SA 2.0 de, via Wikimedia Commons

Drei Stationen in einer Stadt

Neben dem Bahnhof gibt es in Wolgast noch die Halte Wolgast Hafen und Wolgaster Fähre.

Deshalb nennen die Menschen ihn umgangssprachlich auch Wolgast Hauptbahnhof.

Der Halt am Hafen liegt etwa einen Kilometer weiter nördlich.

Er ist näher an der Altstadt und am Wasser.

Wolgast 1761
Foto: von Kemphe and, Public domain, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Wolgast wurde 1863 an der Strecke aus Züssow eröffnet. Seit 2000 fahren die Züge über die neue Peenebrücke weiter auf die Insel Usedom.

In der Gruft der Petrikirche stehen die Särge der letzten Herzöge von Pommern-Wolgast. In Wolgast wurde der Maler Philipp Otto Runge geboren.

Wichtiger nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Strecke von Züssow nach Wolgast deutlich an Bedeutung.

Die direkte Verbindung auf die Insel über Karnin war zerstört.

Deshalb mussten die Bahnanlagen in Wolgast erweitert werden.

Zeitweise gab es neben zwei Hauptgleisen elf weitere Gleise für Abstellung und Rangierbetrieb.

Wolgast Rathausplatz 2013 06 21 25c
Foto: Niteshift, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Brücke über den Peenestrom

Die erste Peenebrücke wurde 1934 fertiggestellt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie gesprengt und 1950 wieder eröffnet.

Ab 1994 entstand ein kompletter Neubau.

Seit 1996 dient er dem Straßenverkehr und seit 2000 auch der Eisenbahn.

Train approaches Wolgast road rail bascule bridge, 24 August 2020
Foto: TobyJ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mit der Bäderbahn auf die Insel

Über die Brücke fahren heute die Züge der Usedomer Bäderbahn auf die Insel.

Sie verbinden Wolgast mit den Seebädern und bis nach Swinemünde in Polen.

Im Sommer sind die Züge voller Urlauber.

Für viele ist Wolgast der letzte Halt vor dem Strand.

Peenebrücke
Foto: Christian Reinboth, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Petrikirche

Die Petrikirche wurde zwischen 1280 und 1350 im gotischen Stil gebaut.

In ihrer Gruft von 1587 stehen die Särge der letzten sieben Angehörigen der Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast.

Die Gruft kann besichtigt werden.

Vom Kirchturm hat man einen guten Überblick über Stadt und Peenestrom.

Luftbild Wolgast 18.09.1992
Foto: Bundesanstalt für Wasserbau, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Kaffeemühle und Runge-Haus

Das Stadtgeschichtliche Museum wird wegen seiner Form Kaffeemühle genannt.

Es zeigt die Geschichte Wolgasts vom 8. Jahrhundert bis heute.

In Wolgast wurde auch der frühromantische Maler Philipp Otto Runge geboren.

Sein Geburtshaus ist heute das Runge-Haus.

Tor Wolgast SPA2
Foto: Unknown, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Eine bewegte Geschichte

Im Dreißigjährigen Krieg siegten 1628 bei Wolgast die Truppen Wallensteins über den dänischen König.

Zwei Jahre später landete der schwedische König Gustav II. Adolf mit seiner Armee in Peenemünde.

Peenemünde gehörte damals zur Stadt Wolgast.

Heute ist Wolgast auch für seine Werft am Peenestrom bekannt.

Blick auf Wolgast
Foto: FrankBothe, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Wolgast

Wer in Wolgast aussteigt, sollte sich Zeit für die Altstadt nehmen.

Rathaus, Petrikirche und Hafen liegen nah beieinander.

Wenn die Brücke für Schiffe geöffnet wird, lohnt sich ein Blick auf das Schauspiel.

Und danach geht es mit der Bäderbahn weiter an den Strand.

DR Wolgast Blick vom Hafen zur Petrikirche
Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Seit wann hat Wolgast einen Bahnhof?
Seit 1863.
Wie kommen die Züge nach Usedom?
Über die Peenebrücke, die seit 2000 auch Eisenbahnbrücke ist.
Wie viele Bahnstationen hat Wolgast?
Drei: den Bahnhof Wolgast, Wolgast Hafen und Wolgaster Fähre.
Was ist in der Petrikirche?
Eine Gruft mit den Särgen der letzten Herzöge von Pommern-Wolgast.
Welcher Maler stammt aus Wolgast?
Philipp Otto Runge.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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