Ortstermin
„Hinter diesem Bahnhof geht es über eine Brücke, die für Schiffe regelmäßig in die Höhe klappt.“
Der Bahnhof Wolgast, das Tor zur Insel Usedom
→ Ein Ortstermin am Peenestrom.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Wolgast wurde 1863 eröffnet. Seit dem Jahr 2000 fahren die Züge von hier über eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke weiter auf die Insel Usedom.
Am Peenestrom, direkt vor der Insel Usedom, liegt die Kleinstadt Wolgast.
Man nennt sie das Tor zur Insel Usedom, denn fast alle Wege auf die Insel führen hier vorbei.
Auch die Eisenbahn nimmt diesen Weg, über eine Brücke, die für Schiffe geöffnet wird.

Eröffnet im Jahr 1863
Der Bahnhof Wolgast ging im Jahr 1863 in Betrieb.
Er liegt bei Kilometer 17,1 der Strecke aus Züssow.
Vom Stadtzentrum ist er etwa 750 Meter entfernt.
Das Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Drei Stationen in einer Stadt
Neben dem Bahnhof gibt es in Wolgast noch die Halte Wolgast Hafen und Wolgaster Fähre.
Deshalb nennen die Menschen ihn umgangssprachlich auch Wolgast Hauptbahnhof.
Der Halt am Hafen liegt etwa einen Kilometer weiter nördlich.
Er ist näher an der Altstadt und am Wasser.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Wolgast wurde 1863 an der Strecke aus Züssow eröffnet. Seit 2000 fahren die Züge über die neue Peenebrücke weiter auf die Insel Usedom.
In der Gruft der Petrikirche stehen die Särge der letzten Herzöge von Pommern-Wolgast. In Wolgast wurde der Maler Philipp Otto Runge geboren.
Wichtiger nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Strecke von Züssow nach Wolgast deutlich an Bedeutung.
Die direkte Verbindung auf die Insel über Karnin war zerstört.
Deshalb mussten die Bahnanlagen in Wolgast erweitert werden.
Zeitweise gab es neben zwei Hauptgleisen elf weitere Gleise für Abstellung und Rangierbetrieb.

Die Brücke über den Peenestrom
Die erste Peenebrücke wurde 1934 fertiggestellt.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie gesprengt und 1950 wieder eröffnet.
Ab 1994 entstand ein kompletter Neubau.
Seit 1996 dient er dem Straßenverkehr und seit 2000 auch der Eisenbahn.

Mit der Bäderbahn auf die Insel
Über die Brücke fahren heute die Züge der Usedomer Bäderbahn auf die Insel.
Sie verbinden Wolgast mit den Seebädern und bis nach Swinemünde in Polen.
Im Sommer sind die Züge voller Urlauber.
Für viele ist Wolgast der letzte Halt vor dem Strand.

Die Petrikirche
Die Petrikirche wurde zwischen 1280 und 1350 im gotischen Stil gebaut.
In ihrer Gruft von 1587 stehen die Särge der letzten sieben Angehörigen der Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast.
Die Gruft kann besichtigt werden.
Vom Kirchturm hat man einen guten Überblick über Stadt und Peenestrom.

Kaffeemühle und Runge-Haus
Das Stadtgeschichtliche Museum wird wegen seiner Form Kaffeemühle genannt.
Es zeigt die Geschichte Wolgasts vom 8. Jahrhundert bis heute.
In Wolgast wurde auch der frühromantische Maler Philipp Otto Runge geboren.
Sein Geburtshaus ist heute das Runge-Haus.

Eine bewegte Geschichte
Im Dreißigjährigen Krieg siegten 1628 bei Wolgast die Truppen Wallensteins über den dänischen König.
Zwei Jahre später landete der schwedische König Gustav II. Adolf mit seiner Armee in Peenemünde.
Peenemünde gehörte damals zur Stadt Wolgast.
Heute ist Wolgast auch für seine Werft am Peenestrom bekannt.

Ankommen in Wolgast
Wer in Wolgast aussteigt, sollte sich Zeit für die Altstadt nehmen.
Rathaus, Petrikirche und Hafen liegen nah beieinander.
Wenn die Brücke für Schiffe geöffnet wird, lohnt sich ein Blick auf das Schauspiel.
Und danach geht es mit der Bäderbahn weiter an den Strand.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Häufige Fragen
Seit wann hat Wolgast einen Bahnhof?
Wie kommen die Züge nach Usedom?
Wie viele Bahnstationen hat Wolgast?
Was ist in der Petrikirche?
Welcher Maler stammt aus Wolgast?
Weiterfahrt
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