Der Bahnhof Staßfurt, Halt in der Wiege des Kalibergbaus

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„Nächster Halt Staßfurt, Umstieg in Richtung Güsten und Schönebeck.“

Der Bahnhof Staßfurt, Halt in der Wiege des Kalibergbaus

→ Ein Ortstermin im Salzlandkreis.

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Kurz gesagt

Staßfurt im Salzlandkreis gilt als Wiege des weltweiten Kalibergbaus, der hier 1852 begann. Die Eisenbahn erreichte die Stadt 1856, und im alten Bahnbetriebswerk erinnert heute ein Museum an die Zeit der Dampflokomotiven.

Staßfurt ist eine Stadt, in der Bergbau und Eisenbahn von Anfang an eng zusammengehörten.

Das Salz unter der Erde brachte Arbeit und Wohlstand, und die Bahn brachte es hinaus in die Welt.

Noch heute lässt sich diese doppelte Geschichte an den Resten der Stadtmauer und an einem alten Lokschuppen ablesen.

Krauss Helmholtz Gestell Staßfurt
Foto: Rainerhaufe, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Die Stadt des Salzes

Staßfurt liegt im Salzlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt an der Bode, südlich von Magdeburg.

Seit dem Jahr 2026 trägt die Stadt offiziell den Zusatznamen Salzstadt.

Am 31. Januar 1852 wurde Staßfurt zum Geburtsort und zur Wiege des weltweiten Kalibergbaus.

Das dortige Königlich Preußische Salzbergwerk mit den Schächten von der Heydt und von Manteuffel war das erste Kalibergwerk der Erde.

Dampflok 03 1010 Staßfurt
Foto: Rainerhaufe, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Bergbau prägt den Untergrund

Der jahrzehntelange Abbau unter der Stadt hat den Boden an einigen Stellen absinken lassen.

Diese bergbaubedingten Senkungen haben das Stadtbild im Zentrum sichtbar verändert.

Auch der Bahnhof bekam die Folgen zu spüren, wie die Geschichte seines alten Gebäudes zeigt.

Der Salzabbau brachte der Stadt im 19. Jahrhundert zugleich einen großen wirtschaftlichen Aufschwung.

Dampflok 01 005 Staßfurt
Foto: Rainerhaufe, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Die Eisenbahn erreichte Staßfurt im Jahr 1856 von Schönebeck aus, 1866 folgte die Teilstrecke nach Güsten.

Das Empfangsgebäude von 1884 wurde 1977 nach bergbaubedingten Bodenabsenkungen abgerissen.

Im ehemaligen Bahnbetriebswerk mit seinem Ringschuppen für 24 Lokomotiven befindet sich heute ein Eisenbahnmuseum.

Als die Eisenbahn Staßfurt erreichte

Im Jahr 1856 erreichte die Eisenbahn von Schönebeck her Staßfurt, zunächst nur bis zum Güterbahnhof Gollnowstraße.

1866 ging dann die Teilstrecke von Staßfurt nach Güsten in Betrieb.

Damit war die Stadt fest in das wachsende Netz zwischen Magdeburg und dem Harzvorland eingebunden.

Die Bahn transportierte vor allem das Salz und die Erzeugnisse der späteren Chemieindustrie.

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Foto: Rainerhaufe, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Das Empfangsgebäude und sein Schicksal

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Staßfurt stammte aus dem Jahr 1884.

Durch die bergbaubedingten Bodenabsenkungen wurde es im Lauf der Zeit stark beschädigt.

Im Jahr 1977 musste das alte Gebäude schließlich abgerissen werden.

So verlor die Stadt einen sichtbaren Teil ihrer frühen Eisenbahngeschichte.

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Foto: Torsten Maue, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Züge und Strecken von heute

Regional-Express und Regionalbahn befahren die Bahnstrecke von Schönebeck nach Güsten über den Staßfurter Bahnhof.

Auch im Schienengüterverkehr wird Staßfurt nach wie vor regelmäßig bedient.

Dazu gehören unter anderem Transporte für das Sodawerk und zur Abfallverwertung EVZA.

Die Bahnstrecke von Staßfurt nach Blumenberg wird von einem privaten Betreiber genutzt.

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Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Bahnbetriebswerk und sein Ringschuppen

An der Strecke von Schönebeck nach Güsten wurde 1856 das Bahnbetriebswerk Staßfurt in Betrieb genommen.

Sein über hundert Jahre alter Ringschuppen kann bis zu 24 Lokomotiven aufnehmen.

Die dazugehörige Drehscheibe misst 20 Meter im Durchmesser.

Die Reichsbahn der DDR setzte hier bis 1988 planmäßig Dampflokomotiven der Baureihen 41 und 50 ein.

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Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Museum für die Dampflokzeit

Im ehemaligen Bahnbetriebswerk ist heute das Eisenbahnmuseum der Eisenbahnfreunde Traditions-Bw Staßfurt untergebracht.

Dort wird die Geschichte des Betriebswerks und der schweren Dampflokomotiven bewahrt.

Der historische Ringschuppen mit der großen Drehscheibe ist dabei das Herzstück der Anlage.

Für Freunde der Eisenbahn ist der Ort ein lohnendes Ziel direkt an der Strecke.

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Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Stadtmauer und Museen

In der Altstadt haben sich Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit Zwinger und einem gut erhaltenen Rondell erhalten.

Das Von-Werdenslebensche Haus mit dem Tillysaal diente einst als Bürgermeisterhaus und später als Theatercafé.

Im Stadt- und Bergbaumuseum wird die Geschichte des Salzes und der Stadt anschaulich erzählt.

Daneben laden das Rundfunkmuseum und das Fahrzeugmuseum zu einem Besuch ein.

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Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Staßfurt

Vom Bahnhof aus ist die Innenstadt mit ihren Museen gut zu Fuß zu erreichen.

Wer sich für Technik begeistert, steuert zuerst das alte Bahnbetriebswerk an der Strecke an.

Von dort führt der Weg weiter zu den Resten der Stadtmauer und zum Marktplatz.

So verbindet ein Besuch in Staßfurt die Geschichte des Salzes mit der Geschichte der Eisenbahn.

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Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Wo liegt Staßfurt?
Staßfurt liegt im Salzlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt, südlich von Magdeburg an der Bode.
Seit wann hat Staßfurt eine Eisenbahn?
Die Bahn erreichte die Stadt 1856 von Schönebeck, 1866 kam die Strecke nach Güsten hinzu.
Was geschah mit dem alten Bahnhofsgebäude?
Das Empfangsgebäude von 1884 wurde durch Bodenabsenkungen beschädigt und 1977 abgerissen.
Welche Züge halten in Staßfurt?
Regional-Express und Regionalbahn verkehren auf der Strecke Schönebeck–Güsten über Staßfurt, dazu kommt Güterverkehr.
Warum ist Staßfurt für den Bergbau bekannt?
Hier begann 1852 der weltweite Kalibergbau, das erste Kalibergwerk der Erde stand in Staßfurt.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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