Zahlen, bitte!
„Auf Gleis Villefranche wartet ein kanariengelber Zug, der sich in über sechzig Kilometern durch die Pyrenäen windet.“
Wie lang ist der Train Jaune in den Pyrenäen?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Ligne de Cerdagne, Heimat des gelben Train Jaune, ist nach ihrer Infobox rund 62,56 Kilometer lang. Auf dieser Strecke erschließt die Schmalspurbahn einen hohen Teil der französischen Pyrenäen.
Hoch in den Pyrenäen fährt ein leuchtend gelber Zug durch karge Bergwelt.
Die Franzosen nennen ihn liebevoll Petit train jaune, den kleinen gelben Zug.
Im deutschen Sprachraum heißt er wegen seiner Lage sogar Pyrenäenmetro.
Wie weit diese ungewöhnliche Bahn reicht, zeigt eine einzige Zahl.

Die wichtigsten Zahlen
62,56 km
Streckenlänge
nach Wikipedia-Infobox
1000 mm
Spurweite
Meterspur
19
Tunnel
dazu viele Brücken
Über zweiundsechzig Kilometer windet sich der gelbe Zug durch die Pyrenäen.
Die Antwort in einer Zahl
Die Ligne de Cerdagne ist nach ihrer Infobox 62,56 Kilometer lang.
Das sind gut zweiundsechzig Kilometer quer durch die Pyrenäen.
Im Fließtext wird die Länge meist mit gut 62 Kilometern angegeben.
Die Infobox nennt den genaueren Wert mit zwei Nachkommastellen.
Beide Angaben meinen dieselbe Strecke.
Wir geben hier den präzisen Wert aus dem Datenkasten wieder.

Der gelbe Zug
Seinen Namen verdankt der Zug dem auffälligen gelben Anstrich.
Auf Französisch heißt er Canari, also Kanarienvogel.
Auf Katalanisch nennt man ihn Tren groc, den gelben Zug.
Im deutschen Sprachraum trägt er den Spitznamen Pyrenäenmetro.
Dieser Name spielt auf seine seltene Betriebsform im offenen Gebirge an.
So ist der Zug längst zu einem Wahrzeichen der Region geworden.
Gut zu wissen
Der Train Jaune fährt auf der Ligne de Cerdagne durch die französischen Pyrenäen und ist an seinem gelben Anstrich leicht zu erkennen. Er bezieht seinen Strom aus einer seitlichen Stromschiene und fährt trotz großer Höhenunterschiede ganz ohne Zahnstange.
Die Längenangabe von 62,56 Kilometern stammt aus der Wikipedia-Infobox. Im Text wird der Wert oft auf gut 62 Kilometer gerundet.
Strom aus der Seitenschiene
Die Bahn bezieht ihren Strom nicht aus einer Oberleitung.
Stattdessen gibt es eine seitliche Stromschiene, die von oben bestrichen wird.
Die Spannung beträgt 850 Volt Gleichstrom.
Auf der Strecke verkehren ausschließlich Triebwagen.
Diese Technik ist in Kontinentaleuropa auf freiem Land sehr selten.
Gerade das macht die Bahn für Fachleute so interessant.
Eine Bahn ohne Zahnstange
Trotz der großen Höhenunterschiede fährt der Zug als reine Reibungsbahn.
Er kommt also ohne Zahnstange aus.
Die größte Neigung beträgt nach der Infobox 60 Promille.
Das stellt besondere Anforderungen an die Fahrzeuge.
Die Triebwagen müssen auf nassen Schienen zuverlässig halten.
So verbindet die Bahn Steilheit mit klassischer Technik.
Anschluss im Tal
Die Strecke setzt eine Normalspurbahn aus der Ebene fort.
Diese kommt von Perpignan und endet im Festungsstädtchen Villefranche-de-Conflent.
Dort liegt das betriebliche Herz des Train Jaune.
Hier stehen die Werkstätten und weitere Einrichtungen.
Die Reisenden steigen in Villefranche von der Normalspur in die Schmalspur um.
So fügt sich die Bergbahn in ein größeres Netz ein.
Brücken und Tunnel
Die gut zweiundsechzig Kilometer führen durch eine beeindruckende Landschaft.
Dabei überquert die Bahn zahlreiche Brücken.
Insgesamt durchfährt sie neunzehn Tunnel.
Besonders bekannt ist die Schrägseilbrücke Pont de Cassagne.
Diese Hängebrücke gilt als technisches Meisterwerk ihrer Zeit.
Sie prägt bis heute das Bild der Strecke.
Ein Unglück beim Bau
Der Bau der Strecke forderte auch Opfer.
Am 31. Oktober 1909 kam es zu einem schweren Unfall.
Bei einer Lastprobe der Pont de Cassagne geriet ein Belastungszug außer Kontrolle.
Der Zug entlief und stürzte ab.
Sechs Menschen starben, neun weitere wurden verletzt.
Unter den Toten war auch Albert Gisclard, der Konstrukteur der Brücke.
Von der Eröffnung bis heute
Der erste Streckenabschnitt wurde 1910 eröffnet.
Damit wurde Villefranche zum Umsteigebahnhof zur Schmalspurbahn.
Betrieben wird die Linie heute vom Regionalverkehr der Region Okzitanien.
Dieser ist eine Untergesellschaft der französischen Bahn SNCF.
Seit 2002 steht die Strecke auf der Warteliste zum Weltkulturerbe.
So verbindet die Bahn Alltag und Denkmalpflege.
Bahn für Pendler und Gäste
Der Train Jaune ist kein reiner Touristenzug.
Er bedient kleine Orte, die sonst schwer erreichbar wären.
Für die Menschen in der Cerdagne ist er ein wichtiges Verkehrsmittel.
Zugleich zieht er viele Ausflügler an.
In der Hauptsaison sind die offenen Aussichtswagen sehr beliebt.
So dient die Strecke zwei Zwecken zugleich.
Was zweiundsechzig Kilometer bedeuten
Zweiundsechzig Kilometer sind für eine Gebirgsbahn eine große Länge.
Viele Bergbahnen messen nur wenige Kilometer.
Der Train Jaune ist dagegen eine echte Überlandstrecke in der Höhe.
Er quert einen ganzen Hochlandzug der Pyrenäen.
Die Fahrt dauert entsprechend mehrere Stunden.
Genau das macht sie zu einem besonderen Erlebnis.
Infobox und Fließtext
Der genaue Wert von 62,56 Kilometern steht in der Infobox des Artikels.
Der Fließtext rundet die Länge auf gut 62 Kilometer.
Beide Angaben stimmen überein.
Die Infobox liefert nur die feinere Zahl.
Wir nennen sie hier bewusst mit den Nachkommastellen.
So bleibt die Herkunft der Zahl nachvollziehbar.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
