Zahlen, bitte!
„Der gelbe Zug kommt: Einsteigen in die Pyrenäen bitte.“
Welche Spurweite hat die Ligne de Cerdagne?
→ Eine Gebirgsbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Ligne de Cerdagne ist meterspurig. Ihre Spurweite beträgt 1000 Millimeter.
Durch die Pyrenäen fährt ein auffällig gelber Zug.
Die Franzosen nennen ihn den kleinen gelben Zug.
Seine Spurweite verrät viel über seine Bauart.

Die wichtigsten Zahlen
1000 mm
Spurweite
Meterspur
62 km
Streckenlänge
durch die Pyrenäen
19 Tunnel
auf der Strecke
dazu viele Brücken
Die Bahn fährt ganz ohne Zahnstange, allein mit der Reibung der Räder.
Der gelbe Zug der Pyrenäen
Die Ligne de Cerdagne ist eine Gebirgsbahn in den Pyrenäen.
Sie erschließt einen Teil Nordkataloniens.
Berühmt ist sie für ihre gelben Züge.
Im Französischen heißt sie Petit train jaune.
Das bedeutet kleiner gelber Zug.
Manche nennen sie auch Canari, also Kanarienvogel.

Die Frage nach der Spurweite
Spurweite meint den Abstand zwischen den beiden Schienen.
Die Ligne de Cerdagne ist meterspurig.
Ihre Spurweite beträgt damit 1000 Millimeter.
Das ist schmaler als die europäische Normalspur.
Die Normalspur misst 1435 Millimeter.
Die Zahl 1000 ist für die Bahn entscheidend.
Gut zu wissen
Die Ligne de Cerdagne (Train jaune) ist meterspurig (1000 mm) und fährt ohne Zahnstange.
Die gut 62 Kilometer lange Strecke führt durch 19 Tunnel und über zahlreiche Brücken.
Was Meterspur bedeutet
Meterspur heißt, die Schienen liegen einen Meter auseinander.
Diese Spur ist bei Gebirgsbahnen weit verbreitet.
Sie passt gut in enges und steiles Gelände.
Gleise lassen sich so leichter durch Kurven legen.
Viele Bergstrecken fahren auf Meterspur.
Die Ligne de Cerdagne gehört dazu.
Eine Adhäsionsbahn ohne Zahnstange
Trotz der großen Höhenunterschiede fährt die Bahn ohne Zahnstange.
Sie ist eine reine Adhäsionsbahn.
Das heißt, nur die Reibung der Räder trägt sie den Berg hinauf.
An die Fahrzeuge stellt das besondere Anforderungen.
Sie müssen die Steigung aus eigener Kraft bewältigen.
Das macht die Strecke technisch bemerkenswert.
Anschluss in Villefranche-de-Conflent
Die Strecke beginnt in Villefranche-de-Conflent.
Dort endet eine Normalspurstrecke aus Perpignan.
Diese erschließt die Provinz Roussillon.
Die Ligne de Cerdagne setzt den Weg ins Gebirge fort.
So verbindet sie Tiefland und Hochtal.
Der Umstieg erfolgt im Festungsstädtchen.
1000 Millimeter im Vergleich
Die Normalspur misst 1435 Millimeter.
Die Meterspur liegt mit 1000 Millimetern darunter.
Sie ist also spürbar schmaler.
Das macht Wagen und Gleise zierlicher.
Für Gebirgsstrecken ist das ein Vorteil.
Die Ligne de Cerdagne setzt darauf.
Durch Tunnel und über Brücken
Die Strecke ist gut 62 Kilometer lang.
Auf diesem Weg führt sie durch 19 Tunnel.
Dazu kommen zahlreiche Brücken.
Die Landschaft gilt als beeindruckend.
Jedes Bauwerk war im Gebirge aufwendig.
Die schmale Spur machte den Bau leichter.
Warum der Zug gelb ist
Die Züge tragen einen auffälligen gelben Anstrich.
Daher stammt der Spitzname Petit train jaune.
Auch der Name Canari spielt auf die Farbe an.
Die Farbe macht die Bahn weithin bekannt.
Für viele Gäste gehört sie zum Bild der Pyrenäen.
Die gelben Wagen sind ihr Markenzeichen.
Strom in den Bergen
Die Ligne de Cerdagne wird elektrisch betrieben.
Das war in den Bergen lange keine Selbstverständlichkeit.
Der elektrische Antrieb passt zur steilen Strecke.
Er bringt die Züge zuverlässig den Berg hinauf.
Die Meterspur bleibt dabei unverändert.
Technik und Spur ergänzen sich.
Betrieb durch die Bahn der Region
Heute betreibt der Regionalverkehr die Strecke.
Zuständig ist die Region Okzitanien.
Ihr Verkehr ist eine Tochter der französischen Bahn SNCF.
Die Bahn dient Einheimischen und Gästen.
Sie verbindet kleine Orte in den Bergen.
Die schmale Spur begleitet den ganzen Weg.
Was die Spurweite bedeutet
Die Meterspur von 1000 Millimetern prägt die ganze Bahn.
Sie bestimmt Breite, Kurven und Fahrzeuge.
Zusammen mit dem gelben Anstrich macht sie die Bahn unverwechselbar.
Die Zahl ist nüchtern, ihre Wirkung aber groß.
Durch die Pyrenäen rollt die Bahn auf dieser Spur.
1000 Millimeter sind ihr Maß geblieben.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
