Das Dampflokmuseum in Neuenmarkt, am Fuß der Schiefen Ebene

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„Nächster Halt Neuenmarkt-Wirsberg, hier warteten früher die Schiebeloks auf ihren Einsatz an der Schiefen Ebene.“

Das Dampflokmuseum in Neuenmarkt, am Fuß der Schiefen Ebene

→ Ein Ortstermin in Oberfranken.

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Kurz gesagt

Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum wurde am 22. Juli 1977 im früheren Bahnbetriebswerk von Neuenmarkt-Wirsberg eröffnet. Direkt hinter dem Bahnhof beginnt die Schiefe Ebene, eine Rampe mit bis zu 25 Promille Steigung.

Neuenmarkt am Südrand des Frankenwalds gilt als Eisenbahnerdorf.

Groß geworden ist der Ort durch seinen Bahnhof am Fuß der Schiefen Ebene.

Im alten Betriebswerk stehen heute Dampflokomotiven, darunter Maschinen, von denen es nur noch ein einziges Exemplar gibt.

Deutsches Dampflokomotiv Museum Schmalspurdampflokomotive
Foto: Thomas Kees, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Dorf wird Eisenbahnerdorf

Die Ludwig-Süd-Nord-Bahn war die erste Strecke der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen und wurde zwischen 1843 und 1854 gebaut.

Der Abschnitt von Lichtenfels nach Neuenmarkt ging am 15. Oktober 1846 in Betrieb.

Eigentlich war hier gar keine Station geplant, doch weil ein Tunnel nicht gebaut wurde, brauchte die Strecke Schiebeloks und damit einen Bahnhof.

Das vorher unbedeutende Dorf erlebte durch die Bahn eine rasante Entwicklung.

Seit 1892 trägt der Bahnhof den Zusatz Wirsberg, nach dem nahen Luftkurort.

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Foto: Roehrensee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Schiefe Ebene

Östlich des Bahnhofs beginnt die Schiefe Ebene, die am 1. November 1848 eröffnet wurde.

Auf 6,8 Kilometern überwindet sie 157,7 Höhenmeter bis nach Marktschorgast.

Die Steigung beträgt bis zu 25 Promille, also 1 zu 40.

Frühe Pläne sahen noch stationäre Dampfmaschinen oder Pferde vor, am Ende setzte man ganz auf Lokomotiven.

Heute steht die Rampe als Kulturdenkmal unter Schutz.

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Foto: Hugh Llewelyn, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum wurde am 22. Juli 1977 eröffnet und liegt im früheren Bahnbetriebswerk von Neuenmarkt-Wirsberg. Getragen wird es von einem Zweckverband aus Regierungsbezirk, Landkreis Kulmbach und Gemeinde.

Die Schiefe Ebene wurde am 1. November 1848 eröffnet. Sie überwindet auf 6,8 Kilometern 157,7 Höhenmeter mit bis zu 25 Promille Steigung.

Schieben bis nach Marktschorgast

Zu Dampflokzeiten war die Steigung eine Herausforderung für Maschinen und Menschen.

Die meisten Züge mussten von Schiebelokomotiven nachgeschoben werden.

Deshalb gründeten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen hier 1895 ein Bahnbetriebswerk.

Die Reichsbahn erweiterte es im Jahr 1923.

Stationiert waren hier unter anderem kräftige Tenderloks der Baureihen 95 und 96.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten mit zwei Richtungen

Am 28. November 1853 ging die Strecke nach Bayreuth in Betrieb, als erste bayerische Pachtbahn.

Ihre Gleise zweigten am westlichen Bahnhofskopf ab, und Neuenmarkt wurde so zum Keilbahnhof.

Bis 1892 wuchs der Bahnhof auf elf Gleise und etwa neunzig Weichen.

Schon in den 1860er Jahren fuhren Züge ohne Wagenwechsel von Köln über Neuenmarkt und Bayreuth nach Wien.

Das Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1849.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Vom Betriebswerk zum Museum

Als der Dampfbetrieb in Franken noch vor Mitte der 1970er Jahre endete, wurde das Betriebswerk stillgelegt.

Es sollte abgerissen werden, doch der Bauunternehmer und Eisenbahnfreund Günter Knauß sah hier den richtigen Ort für ein Museum.

Die Gemeinde kaufte den Ringlokschuppen samt Gelände, und Knauß begann, Dampfloks zu beschaffen und zu restaurieren.

Am 22. Juli 1977 wurde das Deutsche Dampflokomotiv-Museum offiziell eröffnet.

Seit 1984 trägt ein Zweckverband aus dem Regierungsbezirk Oberfranken, dem Landkreis Kulmbach und der Gemeinde Neuenmarkt das Museum.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ringlokschuppen und Kohlenhof

Das Museum nutzt einen Ringlokschuppen mit 15 Ständen und eine Segmentdrehscheibe.

Dazu kommen Wasserkräne, eine Bekohlungsanlage und ein alter Kohlenhof, der noch funktioniert.

Weil hier Dampfloks noch komplett versorgt werden können, ist das Museum auch Anlaufpunkt für Sonderzüge anderer Veranstalter.

Ein kleinerer zweiter Ringlokschuppen brannte im April 1945 nach einem Luftangriff ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

Auf dem Gelände fährt außerdem eine eigene Schmalspurbahn mit 600 Millimetern Spurweite.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Rund 60 Fahrzeuge

Zum Bestand gehören etwa 60 Triebfahrzeuge, darunter rund 30 Dampflokomotiven.

In der Dauerausstellung kann nur etwa ein Dutzend davon gezeigt werden.

Star der Sammlung war von Anfang an die 10 001, eine der beiden letzten Schnellzug-Dampfloks der Deutschen Bundesbahn.

Sie ist das einzige erhaltene Exemplar ihrer Baureihe.

Die kleine 98 307, genannt Glaskasten, ist die einzige vollständig erhaltene Lok ihrer Bauart.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Salonwagen mit Geschichte

Neben den Loks sind auch besondere Wagen zu sehen.

Ein Salonwagen von 1937 wurde 1955 von Konrad Adenauer bei seinem Besuch in Moskau benutzt.

Dazu kommen ein Speisewagen von 1935, ein Dampfkran von 1927 und eine Dampf-Schneeschleuder von 1941.

Eine 42 Quadratmeter große Modellbahn zeigt die Schiefe Ebene vom Bahnhof bis zu den Steinwällen.

Jedes Jahr gibt es die Pfingstdampftage und das Kohlenhoffest.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Neuenmarkt

Das Museum liegt direkt am Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg an der Strecke von Bamberg nach Hof.

Der Bahnhof liegt auf 348 Metern Höhe im weiten Tal der Schorgast.

Seit dem Jahr 2000 können Züge zwischen Bayreuth und Hof den Bahnhof über die Schlömener Kurve umfahren.

Bei Sonderfahrten fährt der museumseigene Schienenbus die Schiefe Ebene hinauf nach Marktschorgast.

Gleich in der Nähe liegt der Luftkurort Wirsberg im engen Tal der Schorgast.

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Foto: Total number of my uploaded files: 1116, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wo liegt das Dampflokmuseum?
Im oberfränkischen Neuenmarkt, direkt am Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg an der Strecke Bamberg–Hof.
Seit wann gibt es das Museum?
Seit dem 22. Juli 1977, im früheren Bahnbetriebswerk des Bahnhofs.
Was ist die Schiefe Ebene?
Eine Steilstrecke von 1848 zwischen Neuenmarkt und Marktschorgast mit bis zu 25 Promille Steigung.
Wie viele Lokomotiven hat das Museum?
Etwa 60 Triebfahrzeuge, darunter rund 30 Dampflokomotiven, von denen etwa ein Dutzend ausgestellt ist.
Warum gab es in Neuenmarkt ein Betriebswerk?
Die meisten Züge brauchten auf der Schiefen Ebene Schiebeloks, und die waren hier stationiert.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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