Zahlen, bitte!
„Zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag liegen nur 21 Kilometer Luftlinie, doch der Zug braucht dafür 42 Kilometer.“
Wie viele Viadukte hat die Semmeringbahn?
→ Die erste Gebirgsbahn Europas in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Semmeringbahn hat 16 Viadukte, 14 Tunnel und mehr als 100 gewölbte Steinbrücken. Sie wurde 1854 eröffnet und gehört seit 1998 zum Welterbe der UNESCO.
In Österreich, zwischen Niederösterreich und der Steiermark, liegt der Semmering.
Über diesen Pass führt eine der ältesten Gebirgsbahnen der Welt.
Ihre Zahlen erzählen von einer technischen Pioniertat.

Die Strecke in Zahlen
16
Viadukte
mehrere davon zweistöckig
14
Tunnel
dazu über 100 Steinbrücken
42 km
Streckenlänge
bei nur 21 Kilometern Luftlinie
Eröffnet 1854, Welterbe der UNESCO seit 1998.
16 Viadukte
Die Semmeringbahn überquert 16 große Viadukte.
Mehrere davon sind zweistöckig gebaut.
Sie führen die Strecke über die Seitentäler der Berghänge.
Die gemauerten Bögen gehören zu den bekanntesten Bildern der Bahn.

14 Tunnel und viele Brücken
Dazu kommen 14 Tunnel.
Außerdem prägen mehr als 100 gewölbte steinerne Brücken und Durchlässe die Strecke.
Fast jeder Meter musste dem steilen Gelände abgerungen werden.
Das Ergebnis ist ein Bauwerk aus einem Guss.
Gut zu wissen
Die Semmeringbahn führt von Gloggnitz in Niederösterreich über den Semmering nach Mürzzuschlag in der Steiermark. Sie ist 42 Kilometer lang, hat 14 Tunnel, 16 Viadukte und über 100 gewölbte Steinbrücken.
Die von Carl von Ghega geplante Strecke wurde 1854 eröffnet und gilt als erste normalspurige Gebirgsbahn Europas. Seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.
42 Kilometer für 21 Kilometer Luftlinie
Die Strecke ist 42 Kilometer lang.
Die beiden Endpunkte Gloggnitz und Mürzzuschlag liegen aber nur 21 Kilometer Luftlinie auseinander.
Die Bahn nimmt also einen doppelt so langen Weg.
Nur so bleibt die Steigung für die Züge beherrschbar.
Kurven ohne Ende
Nur etwa die Hälfte der Strecke verläuft gerade.
Die andere Hälfte besteht aus Bögen.
Auf 16 Prozent der Strecke beträgt der engste Radius nur 190 Meter.
Für eine normalspurige Bahn ist das sehr eng.
Steil bergauf
Auf fast 60 Prozent der Länge beträgt die Steigung mindestens 20 Promille.
Die Höchstwerte liegen bei 28 Promille.
Von Gloggnitz aus steigt die Strecke um 459 Meter.
Von Mürzzuschlag aus sind es 217 Meter bis zum Scheitel.
Der Scheitelpunkt
Der höchste Punkt der Strecke liegt auf 898 Metern über dem Meer.
Er befindet sich im Scheiteltunnel unter dem Semmering.
Es gibt einen alten und einen neuen Semmeringtunnel.
Der alte ist 1434 Meter lang, der neue 1512 Meter.
Ein Werk von Carl von Ghega
Geplant wurde die Semmeringbahn von dem Ingenieur Carl von Ghega.
Viele hielten eine Bahn über diesen Pass damals für unmöglich.
Ghega bewies das Gegenteil.
Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1854.
Die erste ihrer Art
Die Semmeringbahn gilt als erste normalspurige Gebirgsbahn Europas.
Auch für den Bau von Lokomotiven war sie ein Meilenstein.
Für die Steigungen mussten ganz neue, starke Maschinen entwickelt werden.
Viele spätere Gebirgsbahnen nahmen sie zum Vorbild.
Ein Welterbe
Seit 1998 gehört die Semmeringbahn zum Welterbe der UNESCO.
Sie war die erste Eisenbahn, die diese Auszeichnung erhielt.
Gewürdigt wird die Verbindung von Technik und Landschaft.
Die Strecke ist bis heute in Betrieb.
Das Fazit in Zahlen
16 Viadukte, 14 Tunnel und mehr als 100 Steinbrücken auf 42 Kilometern.
Steigungen bis 28 Promille und Kurven mit nur 190 Metern Radius.
Ein Scheitelpunkt auf 898 Metern und eine Eröffnung im Jahr 1854.
Diese Zahlen machen die Semmeringbahn zu einem Meilenstein der Eisenbahngeschichte.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
