Zahlen, bitte!
„Nächste Station Muzeum, hier kreuzen sich zwei der drei Linien, bitte rechtzeitig aussteigen.“
Wie viele Stationen hat die Prager Metro?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Prager Metro hat 61 Stationen, drei davon werden von zwei Linien angefahren. Ihr Netz ist 65,2 Kilometer lang und besteht aus den Linien A, B und C.
In Prag ist die Metro das wichtigste Verkehrsmittel der Stadt.
Sie entstand in den 1970er Jahren nach sowjetischem Vorbild.
Wie viele Stationen sie hat und wie tief es dort hinuntergeht, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
61
Stationen
drei davon Umsteigestationen
65,2 km
Streckennetz
drei Linien
53 m
tiefste Station
Náměstí Míru
Die Prager Metro befördert mehr als eine Million Fahrgäste am Tag.
61 Stationen auf drei Linien
Die Prager Metro hat 61 Stationen.
Drei davon liegen gleichzeitig an zwei Linien, dort kann man umsteigen.
Das Netz ist 65,2 Kilometer lang und besteht aus den Linien A, B und C.
Betrieben wird es vom Verkehrsbetrieb der Hauptstadt Prag.

Ein Dreieck in der Innenstadt
Die drei Linien kreuzen sich in der Mitte so, dass ein Dreieck entsteht.
An jeder Ecke dieses Dreiecks treffen sich zwei der drei Linien.
Die Umsteigestationen heißen Můstek und Muzeum am Wenzelsplatz sowie Florenc.
Das Netz folgt damit dem sowjetischen U-Bahn-Modell, das ähnlich auch in Rom zu finden ist.
Gut zu wissen
Die Prager Metro hat 61 Stationen und ein 65,2 Kilometer langes Netz mit den Linien A, B und C. Sie befördert mehr als eine Million Fahrgäste am Tag.
Das erste Teilstück der Linie C ging am 9. Mai 1974 in Betrieb. Die tiefste Station ist Náměstí Míru mit 53 Metern.
Ohne Sperren bis 53 Meter tief
Die Prager Metro ist ein offenes System, an den Eingängen gibt es keine Sperren.
Viele Stationen in der Innenstadt liegen sehr tief unter der Oberfläche.
Die tiefste ist Náměstí Míru mit 53 Metern, das ist nach einer Station in Barcelona die zweittiefste U-Bahn-Station der Europäischen Union.
Die frühen Stationen der Linie C liegen dagegen flach, weil sie ursprünglich für eine unterirdische Straßenbahn geplant waren.
Über eine Million Fahrgäste am Tag
Heute befördert die Metro mehr als eine Million Fahrgäste am Tag.
Damit bewältigt sie rund 40 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens der Stadt.
Ihren Rekord erreichte sie 1992 mit rund 630 Millionen Fahrgästen im Jahr.
Danach sanken die Zahlen stark, bis 1997 wieder ein Aufwärtstrend begann.
Alle zwei Minuten ein Zug
Die Metro fährt täglich von 5 Uhr morgens bis Mitternacht.
In den Spitzenzeiten folgen die Züge auf den Linien A und B im Abstand von 150 Sekunden.
Auf der Linie C sind es sogar nur 115 Sekunden, das sind Werte aus dem Jahr 2008.
In ihrer Geschichte hat die Metro schon mehr als zehn Milliarden Fahrgäste befördert.
Hilfe aus der Sowjetunion
In den 1960er Jahren standen die Prager Straßenbahnen immer öfter im Stau.
Die Regierung beschloss deshalb zunächst den Bau einer Schnellstraßenbahn, die im Zentrum durch Tunnel fahren sollte.
Am 7. Januar 1966 erfolgte der erste Spatenstich.
Die Planung entstand mit sowjetischer Hilfe, allein für die Linie A kamen 43.000 Tonnen Tunnelsegmente aus Gusseisen und 21 Rolltreppen aus der Sowjetunion.
Start am 9. Mai 1974
Am 9. Mai 1974 wurde das erste Teilstück freigegeben, 6,6 Kilometer der Linie C zwischen Sokolovská, dem heutigen Florenc, und Kačerov.
Am selben Tag eröffnete auch das Depot Kačerov als erstes Depot des Systems.
Am 7. November 1980 wurde die Linie C bis Háje verlängert.
Am 3. November 1984 erreichte sie den Bahnhof Holešovice und unterquerte damit erstmals die Moldau.
Durch die Nusle-Brücke
Auf dem Weg nach Vyšehrad fährt die Linie C unterhalb der Fahrbahn der großen Nusle-Brücke über das Nusle-Tal.
Die leichteren Züge der neuesten Baureihe schonen dabei die Statik der Brücke.
Seit dem 26. Juni 2004 unterquert die Linie C die Moldau sogar zweimal.
Seit der Verlängerung nach Letňany im Mai 2008 ist sie 22,4 Kilometer lang.
Die Linien A und B
Am 12. August 1978 eröffnete die Linie A zwischen Náměstí Míru und Dejvická.
Seit April 2015 reicht sie bis zum Krankenhaus Motol und ist 17,1 Kilometer lang.
Die Linie B ist die längste der drei Linien und durchquert fast das ganze Stadtgebiet von Zličín bis Černý Most.
An ihrer Station Rajská zahrada liegen die Bahnsteige oberirdisch auf zwei Etagen übereinander.
Die Flut von 2002
Beim Hochwasser im August 2002 wurde auch die Metro schwer getroffen.
Mindestens 17 Stationen wurden beschädigt, alle drei Linien waren betroffen, am stärksten die Linie B.
An zwei Stellen drückte das Wasser sogar Wände ein.
Für die Reparatur zahlte der tschechische Staat 2,8 Milliarden Kronen, dazu kamen ein Kredit der Europäischen Investitionsbank über 2,4 Milliarden Kronen und eine Milliarde Kronen von Versicherungen.
Züge aus zwei Generationen
Die ersten Triebwagen entsprachen dem sowjetischen Typ E und fuhren von 1974 bis 1997.
Seit 1996 sind modernisierte Züge vom Typ 81-71M von Škoda im Einsatz.
Seit 1998 fährt außerdem die Baureihe M1, die ein Konsortium aus ČKD, Siemens und Adtranz entwickelt hat.
Die fünfteiligen M1-Züge sind deutlich leichter als ihre Vorgänger.
Die neue Linie D
Seit 2022 wird an einer vierten Linie gebaut, der Linie D.
Sie soll 10,5 Kilometer lang werden und von Náměstí Míru nach Depo Písnice führen.
Für die Linien C und D sind insgesamt 53 und 16 neue Züge vorgesehen.
Damit wächst das Netz, das einst als unterirdische Straßenbahn begann, weiter.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
