Zahlen, bitte!
„Im Durchschnitt hat in Deutschland etwa jeder siebzehnte Mensch eine BahnCard im Portemonnaie oder in der App.“
Wie viele Menschen haben eine BahnCard?
→ Eine Karte in Zahlen.
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Kurz gesagt
Mehr als 5 Millionen Menschen besaßen im September 2022 eine BahnCard. Die Rabattkarte der Deutschen Bahn gibt es seit Oktober 1992.
Kaum ein Produkt der Bahn ist so bekannt wie die BahnCard.
Sie verspricht günstigere Fahrkarten für ein ganzes Jahr, oder als BahnCard 100 sogar freie Fahrt.
Die Zahlen zeigen, wie beliebt sie ist und wie alles begann.

Die wichtigsten Zahlen
über 5 Mio.
Besitzer
Stand September 2022
220 DM
Preis 1992
Senioren und Junioren 110 DM
50 %
Rabatt
bei der ersten BahnCard
Eingeführt im Oktober 1992 unter dem Motto Ein Jahr zum halben Preis.
Mehr als 5 Millionen
Im September 2022 besaßen mehr als 5 Millionen Menschen eine BahnCard.
Das ist ein beachtlicher Teil der Bevölkerung in Deutschland.
Viele von ihnen fahren regelmäßig mit dem Fernverkehr.
Für die Bahn ist die Karte ein wichtiges Mittel der Kundenbindung.

Drei Varianten
Die BahnCard 25 und die BahnCard 50 gewähren Rabatte auf Fahrkarten.
Die Zahl gibt an, wie viel Prozent man spart.
Die BahnCard 100 richtet sich an Vielfahrer.
Sie gilt für alle innerdeutschen Fahrten der Deutschen Bahn und schließt das Deutschlandticket ein.
Gut zu wissen
Mehr als 5 Millionen Menschen besaßen im September 2022 eine BahnCard. Eingeführt wurde sie im Oktober 1992 für 220 D-Mark, Senioren und Junioren zahlten 110 D-Mark.
Die erste BahnCard gewährte 50 Prozent Rabatt. Als erster Verkehrsverbund erkannte der Rhein-Main-Verkehrsverbund sie ab 1995 an.
Eingeführt im Jahr 1992
Im Oktober 1992 wurde die BahnCard eingeführt.
Der erste Gültigkeitstag war der 1. Dezember 1992.
Die Karte wurde mit dem Motto Ein Jahr zum halben Preis beworben.
Mit ihr kosteten normale Fahrkarten der zweiten Klasse nur noch die Hälfte.
220 D-Mark
Zur Einführung kostete die BahnCard 220 D-Mark.
Senioren und Junioren zahlten 110 D-Mark.
Der Preis und der Rabatt von 50 Prozent beruhten auf einer großen Befragung von Fahrgästen.
Die Bahn wollte wissen, was Kunden für eine solche Karte zu zahlen bereit sind.
Die Idee hinter der Karte
Anfang der 1990er Jahre wollte die Bundesbahn ihr Preissystem vereinfachen.
Ein Team unter dem Wirtschaftswissenschaftler Georg Tacke ordnete die Preise völlig neu.
Tacke hatte über nichtlineare Preisbildung promoviert.
Die BahnCard war eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit.
Vorläufer seit den 1970ern
Schon vor der BahnCard gab es Pässe mit Rabatt.
Im Jahr 1976 führte die Bundesbahn einen Seniorenpass ein.
Männer ab 65 und Frauen ab 60 Jahren zahlten damit im Fernverkehr den halben Preis.
Dazu kamen Junior-, Familien- und Taschengeldpässe.
Der Taschengeld-Pass
Anfang der 1990er Jahre gab es für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren einen Taschengeld-Pass.
Er kostete 40 D-Mark und galt ein Jahr zum halben Fahrpreis.
Von 1978 bis 1995 gab es außerdem das Tramper-Monats-Ticket für junge Leute.
Mit ihm konnte man einen Monat lang beliebig oft fahren.
Auch im Nahverkehr
Als erster Verkehrsverbund erkannte der Rhein-Main-Verkehrsverbund die BahnCard ab 1995 an.
Später folgten weitere Verbünde mit eigenen Regeln.
So wurde die Karte auch im Nahverkehr nützlich.
Heute hängt es vom Verbund ab, ob und wie viel Rabatt es gibt.
Punkte sammeln
Wer eine BahnCard besitzt, kann am Kundenprogramm BahnBonus teilnehmen.
Für jede Fahrt werden Punkte gesammelt.
Diese lassen sich später gegen Prämien oder Upgrades eintauschen.
Die Bahn will ihre Stammkunden so zusätzlich an sich binden.
Rechnet sich die Karte?
Ob sich eine BahnCard lohnt, hängt davon ab, wie oft und wie weit man fährt.
Wer mehrmals im Jahr längere Strecken fährt, spart oft mehr als den Kaufpreis.
Für Gelegenheitsfahrer ist die Rechnung knapper.
Deshalb gibt es auch Probe-Angebote für einige Monate.
Eine Erfolgsgeschichte
Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrer Einführung ist die BahnCard fest im Alltag vieler Menschen verankert.
Sie hat das Preissystem der Bahn geprägt wie kaum ein anderes Produkt.
Mit dem Deutschlandticket ist eine neue Konkurrenz im Nahverkehr hinzugekommen.
Im Fernverkehr bleibt die BahnCard aber unverzichtbar.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
