Wie viele Fahrgäste hat die Hongkonger MTR?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt: Hongkong, wo an einem Werktag fast fünf Millionen Menschen die U-Bahn nehmen.“

Wie viele Fahrgäste hat die Hongkonger MTR?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die MTR in Hongkong befördert an einem Werktag rund 4,8 Millionen Fahrgäste allein auf den U-Bahn-Linien. Rechnet man Light Rail und Schnellfahrlinie hinzu, sind es fast 5,8 Millionen.

In Hongkong fährt fast jeder mit der Bahn, Tag für Tag.

Die MTR gehört deshalb zu den meistgenutzten U-Bahn-Systemen der Welt.

Die genauen Fahrgastzahlen zeigen, wie sehr diese Stadt auf der Schiene lebt.

Volle Station der Hongkonger MTR
Foto: yeowatzup, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

≈ 4,8 Mio.

Fahrgäste werktags

nur U-Bahn, Nov 2023

≈ 5,8 Mio.

mit allen Bahnen

inkl. Light Rail und Schnellbahn

99

U-Bahn-Stationen

auf rund 245 km Netz

1979

erste Linie

die Kwun Tong Line

Die Zahlen beziehen sich auf einen durchschnittlichen Werktag im November 2023; je nach Zählung von U-Bahn, Light Rail und Schnellfahrlinie fallen sie unterschiedlich aus.

Fast fünf Millionen an einem Werktag

An einem gewöhnlichen Werktag nutzen rund 4,8 Millionen Menschen allein die U-Bahn-Linien der MTR (Stand November 2023).

Rechnet man das Light-Rail-Netz und die Schnellfahrlinie nach Festlandchina hinzu, sind es fast 5,8 Millionen.

Das ist mehr, als die ganze Stadt Berlin an Einwohnern hat.

Und das alles auf einem Netz von nur rund 245 Kilometern Länge.

Fahrgäste auf einem Bahnsteig der MTR
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was genau gezählt wird

Die niedrigere Zahl erfasst nur die klassische U-Bahn mit ihren Schnellbahnlinien.

Die höhere schließt die straßenbahnähnliche Light Rail und die Hongkonger Teilstrecke der Schnellfahrlinie ein.

Beide Werte stammen vom Betreiber und meinen denselben Verkehr, nur unterschiedlich abgegrenzt.

Wer Zahlen vergleicht, muss deshalb immer auf die Abgrenzung achten.

Gut zu wissen

Die MTR Corporation betreibt auch Bahnen im Ausland, unter anderem Teile des Nahverkehrs in London sowie bis 2025 die Stockholmer U-Bahn.

Weil so viele Fahrgäste mitfahren, gehört die MTR zu den wenigen U-Bahn-Betreibern der Welt, die Gewinn erwirtschaften.

Eine Stadt, die auf der Schiene lebt

In Hongkong wird ein außergewöhnlich hoher Anteil aller Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.

Dieser Anteil gilt als einer der höchsten der ganzen Welt.

Das Auto spielt im Alltag vieler Menschen kaum eine Rolle.

Die MTR ist damit nicht ein Verkehrsmittel unter vielen, sondern das zentrale.

Warum so viele die MTR nehmen

Hongkong ist extrem dicht bebaut, und Platz für breite Straßen gibt es kaum.

Ein eigenes Auto ist teuer, Parkplätze sind knapp und oft unbezahlbar.

Viele Menschen wohnen zugleich direkt über oder neben einer Station.

Der kurze Weg zur Bahn macht sie zur selbstverständlichen ersten Wahl.

Die Octopus-Karte macht Tempo

Fast alle Fahrgäste zahlen mit der kontaktlosen Octopus-Karte.

Sie wurde 1997 eingeführt und war eines der ersten Systeme dieser Art weltweit.

An den Sperren hält kaum jemand an, weil die Karte im Vorbeigehen erkannt wird.

So fließen die riesigen Menschenmengen erstaunlich reibungslos durch die Stationen.

Zwei Minuten Takt in der Spitze

In der Hauptverkehrszeit folgen die Züge einander im Abstand von teils nur rund zwei Minuten.

Nur so lassen sich die Massen überhaupt bewältigen.

Kaum ist ein voller Zug abgefahren, rollt schon der nächste ein.

Diese dichte Taktfolge ist der eigentliche Grund für die hohen Zahlen.

Gedränge als Alltag

Zu Stoßzeiten sind die Bahnsteige der großen Knoten dicht gefüllt.

Personal weist die Fahrgäste ein und sorgt dafür, dass der Betrieb flüssig bleibt.

Bahnsteigtüren verhindern, dass im Gedränge jemand ins Gleis gerät.

Trotz der Menschenmengen gilt die MTR als sehr sicher und pünktlich.

Fahrgäste als Geschäftsmodell

Anders als viele Metros der Welt arbeitet die MTR nicht dauerhaft mit Verlust.

Das liegt zum einen an den hohen Fahrgastzahlen, zum anderen an den Immobilien über den Stationen.

Der Betreiber verdient mit, wenn an seinen Bahnhöfen gewohnt und eingekauft wird.

Viele Fahrgäste bedeuten so doppelt Einnahmen, aus Tickets und aus Mieten.

Schwankungen über die Jahre

Die Fahrgastzahlen sind nicht in jedem Jahr gleich hoch.

In manchen Jahren brachen sie deutlich ein, etwa während der weltweiten Pandemie.

Danach erholten sie sich wieder und näherten sich den früheren Werten an.

Eine Zahl ist deshalb immer nur eine Momentaufnahme eines bestimmten Jahres.

Im Vergleich mit anderen Metros

Mit fast fünf Millionen Fahrgästen am Tag spielt Hongkong in einer Liga mit Moskau, Tokio oder Seoul.

Das ist besonders bemerkenswert, weil das Netz vergleichsweise kurz ist.

Pro Kilometer steigen hier also außergewöhnlich viele Menschen ein.

In dieser Dichte liegt die eigentliche Stärke der MTR.

Was die Zahl nicht sagt

Eine Tageszahl verrät nichts darüber, wie ungleich sich der Verkehr über den Tag verteilt.

Morgens und abends drängen sich die Massen, nachts ist es ruhig.

Auch die vielen kurzen Wege innerhalb der Stadt bleiben in der Summe unsichtbar.

Die Zahl ist ein Mittelwert, kein Bild eines einzelnen Moments.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wie viele Fahrgäste hat die Hongkonger MTR pro Tag?
An einem Werktag rund 4,8 Millionen allein auf den U-Bahn-Linien. Mit Light Rail und Schnellfahrlinie sind es fast 5,8 Millionen (Stand November 2023).
Warum nutzen so viele Menschen die MTR?
Weil Hongkong extrem dicht bebaut ist, Autos teuer sind und viele Menschen direkt an einer Station wohnen. Der öffentliche Verkehr trägt den Großteil aller Wege.
Wie bewältigt die MTR diese Massen?
Durch einen sehr dichten Takt von teils nur rund zwei Minuten, kontaktlose Bezahlung mit der Octopus-Karte und Personal zur Lenkung der Fahrgäste.
Schwanken die Fahrgastzahlen?
Ja. In manchen Jahren, etwa während der Pandemie, brachen sie deutlich ein und erholten sich danach wieder.
Macht die MTR mit den Fahrgästen Gewinn?
Anders als die meisten Metros ja. Neben den Ticketeinnahmen verdient der Betreiber an Immobilien über seinen Stationen.

Weiterfahrt

→ Wie lang ist das Netz der Hongkonger MTR? – dasselbe Netz, in Kilometern

→ Wie lang ist das größte U-Bahn-Netz der Welt? – der Rekord unter den Metros

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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