Zahlen, bitte!
„Von Freiburg bis Hinterzarten klettert der Zug gut 600 Meter bergauf, und das ganz ohne Zahnrad.“
Wie steil ist die Höllentalbahn?
→ Die steilste Hauptbahn Deutschlands in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Höllentalbahn hat im Abschnitt Himmelreich–Hinterzarten Steigungen bis 57,8 Promille. Damit ist sie die steilste Hauptbahn Deutschlands.
Östlich von Freiburg zwängt sich eine Bahnstrecke durch ein enges, wildes Tal hinauf in den Schwarzwald.
Sie heißt Höllentalbahn, und ihr Name klingt schon nach Abenteuer.
Ihre Zahlen zeigen, warum sie für Eisenbahner etwas Besonderes ist.

Die Strecke in Zahlen
57,8 ‰
größte Steigung
zwischen Himmelreich und Hinterzarten
617 m
Höhenunterschied
von 268 auf 885 Meter
25,5 km
bis Hinterzarten
ab Freiburg im Breisgau
Eröffnet wurde die Strecke im Mai 1887 von den Badischen Staatseisenbahnen.
Die steilste Hauptbahn
Die Höllentalbahn führt von Freiburg im Breisgau durch das Höllental nach Donaueschingen.
Im Abschnitt zwischen Himmelreich und Hinterzarten erreicht sie Steigungen von bis zu 57,8 Promille.
Das bedeutet fast sechs Meter Höhenunterschied auf hundert Metern Strecke.
Keine andere Hauptbahn in Deutschland ist so steil.

Über 600 Meter in die Höhe
In Freiburg liegt die Strecke auf 268 Metern über dem Meer.
In Hinterzarten sind es bereits 885 Meter.
Auf nur 25,5 Kilometern überwindet der Zug damit 617 Höhenmeter.
Diese Kletterpartie ist bei jeder Fahrt zu spüren.
Gut zu wissen
Die Höllentalbahn steigt von Freiburg (268 Meter) bis Hinterzarten (885 Meter) auf 25,5 Kilometern um 617 Meter. Im Abschnitt Himmelreich–Hinterzarten erreicht sie bis zu 57,8 Promille und ist damit die steilste Hauptbahn Deutschlands.
Die Strecke wurde im Mai 1887 eröffnet, anfangs mit einem Zahnradabschnitt zwischen Hirschsprung und Hinterzarten. Der Abschnitt Freiburg–Neustadt ist seit dem 18. Juni 1936 elektrifiziert.
Früher mit Zahnrad
Als die Strecke gebaut wurde, reichte die Reibung der Räder allein nicht aus.
Zwischen Hirschsprung und Hinterzarten gab es deshalb einen Abschnitt mit Zahnstange.
Er war rund 6,5 Kilometer lang.
Die Steigung von 1 zu 18 machte ihn damals zur steilsten Normalspurbahn Deutschlands.
Eröffnet im Jahr 1887
Die Höllentalbahn wurde im Mai 1887 von den Badischen Staatseisenbahnen eröffnet.
Der Bau durch das enge Tal war eine große technische Leistung.
Viele Arbeiter trieben Tunnel durch den Fels und errichteten Brücken über die Schluchten.
Für den Schwarzwald begann damit eine neue Zeit.
Früh unter Strom
Der Abschnitt von Freiburg nach Neustadt ist seit dem 18. Juni 1936 elektrifiziert.
Damit gehörte die Höllentalbahn zu den frühen elektrischen Strecken in Deutschland.
Auf ihr wurden sogar Versuche mit neuer Stromtechnik unternommen.
Die Erfahrungen flossen später in das ganze Netz ein.
Ohne Zahnrad bergauf
Heute fahren die Züge die steile Strecke ganz ohne Zahnrad.
Moderne Triebwagen haben genug Kraft und gute Bremsen.
Sie können die Steigung sicher hinauf und hinab bewältigen.
Die Technik hat damit ein altes Problem gelöst.
Eine eingleisige Hauptbahn
Die Höllentalbahn ist größtenteils eingleisig.
Trotzdem ist sie als Hauptbahn eingestuft.
Züge begegnen sich nur an bestimmten Stellen.
Der Fahrplan muss deshalb sorgfältig geplant sein.
Durch ein enges Tal
Das Höllental ist an manchen Stellen so eng, dass kaum Platz für Straße und Bahn bleibt.
Die Strecke führt durch Tunnel und über Brücken.
Steile Felswände ragen neben den Gleisen empor.
Für Reisende ist die Fahrt ein eindrucksvolles Erlebnis.
Hinauf zum Titisee
Oben auf der Höhe erreicht die Bahn Hinterzarten und den Titisee.
Viele Urlauber nutzen sie für die Fahrt in die Ferienregion.
Im Winter bringt sie Wintersportler in den Hochschwarzwald.
Die Steigung ist dann schnell vergessen.
Das Fazit in Zahlen
Die Höllentalbahn steigt auf 25,5 Kilometern um 617 Meter an.
Ihre größte Steigung liegt bei 57,8 Promille.
Früher half dabei ein Zahnrad, heute schaffen es die Züge allein.
Damit bleibt sie die steilste Hauptbahn Deutschlands.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
