Wie schnell fuhr der polnische Pendolino beim Rekord?

Zahlen, bitte!

„Achtung auf der Zentralmagistrale: Gleich rauscht ein Pendolino mit 293 Kilometern pro Stunde vorbei.“

Wie schnell fuhr der polnische Pendolino beim Rekord?

→ Ein Rekord in Zahlen.

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Kurz gesagt

Der polnische Pendolino der Baureihe ED250 fuhr bei Testfahrten 293 Kilometer pro Stunde. Das ist der Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge in Polen.

Im Herbst 2013 wurde es auf einer Bahnstrecke zwischen Warschau und Krakau sehr schnell.

Ein neuer Zug aus der Pendolino-Familie sollte zeigen, dass er für 250 Kilometer pro Stunde zugelassen werden kann.

Dabei stellte er einen Rekord für ganz Polen auf.

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Foto: Brill7, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

293 km/h

Rekordfahrt

am 24. November 2013

250 km/h

Höchstgeschwindigkeit

zugelassenes Tempo der ED250

20

Züge

gebaut von Alstom 2011 bis 2014

Für die Zulassung auf 250 Kilometer pro Stunde mussten bei den Testfahrten mindestens 275 Kilometer pro Stunde erreicht werden.

293 Kilometer pro Stunde

Der polnische Pendolino der Baureihe ED250 erreichte bei einer Testfahrt 293 Kilometer pro Stunde.

Nach der englischen Wikipedia gelang das am 24. November 2013.

Damit stellte er einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge auf polnischem Boden auf.

Gefahren wurde auf der Zentralen Eisenbahnmagistrale zwischen Warschau und Krakau.

Am Tag davor hatte der Zug schon 291 Kilometer pro Stunde geschafft.

Im Alltag fahren die Züge deutlich langsamer.

Pendolino ED250 PKP Intercity Krakow 5031
Foto: Jakub Hałun, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum so schnell getestet wurde

Die Rekordfahrt war ein Teil der Zulassung.

Die Züge sollten für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde zugelassen werden.

Dafür mussten sie bei Schnellfahrversuchen mindestens 275 Kilometer pro Stunde erreichen.

Der Zug musste also zehn Prozent schneller fahren als sein späteres Höchsttempo.

Ergebnisse von Probefahrten mit den verwandten Zügen ETR 600 und ETR 610 halfen zusätzlich.

Auf eigene Schnellfahrversuche konnte die Bahn trotzdem nicht verzichten.

Gut zu wissen

Der polnische Pendolino ED250 erreichte am 24. November 2013 auf der CMK 293 Kilometer pro Stunde. Das ist der Rekord für Schienenfahrzeuge in Polen.

Zugelassen sind die 20 Züge für 250 Kilometer pro Stunde, im Alltag fahren sie auf der CMK 200. Die Strecke soll nach den Plänen ab 2028 mit 250 Kilometern pro Stunde befahren werden.

Ein Rekord in mehreren Stufen

Die Tests auf der Zentralmagistrale begannen nach der englischen Wikipedia am 16. November 2013.

Schon am ersten Tag erreichte der Zug 242 Kilometer pro Stunde.

Am 17. November 2013 stellte er mit 270 Kilometern pro Stunde einen ersten neuen polnischen Rekord auf.

Dieser Rekord hielt nur bis zum folgenden Wochenende.

Am 23. November fuhr der Pendolino 291 Kilometer pro Stunde und am 24. November schließlich 293.

So wurde das Tempo Schritt für Schritt gesteigert.

Die Rennstrecke CMK

Die Zentrale Eisenbahnmagistrale heißt auf Polnisch Centralna Magistrala Kolejowa, kurz CMK.

Sie ist nach den Streckendaten rund 223 Kilometer lang.

Die Strecke zweigt in Grodzisk Mazowiecki bei Warschau ab und führt über Opoczno und Włoszczowa nach Zawiercie.

Der erste Abschnitt wurde am 26. September 1974 eröffnet.

Sie war die erste Neubaustrecke Polens mit einer Streckengeschwindigkeit von mehr als 120 Kilometern pro Stunde.

Im Personenverkehr fahren auf ihr ausschließlich Fernzüge.

Schon 1994 ein Rekord

Die CMK war schon früher Schauplatz schneller Fahrten.

Im Mai 1994 testete ein Pendolino vom Typ ETR 460 auf der Strecke.

Nahe dem Bahnhof Biała Rawska erreichte er 250,1 Kilometer pro Stunde.

Das war damals ein Rekord für Mittel- und Osteuropa.

Nach nur 5 Minuten und 47 Sekunden Fahrt war dieses Tempo erreicht.

Die Tests zeigten, dass in Polen höhere Geschwindigkeiten und mehr Reisekomfort möglich waren.

20 Züge für 420 Millionen Euro

Den Vertrag über 20 Züge unterzeichneten PKP Intercity und Alstom im Mai 2011.

Die Beschaffung der Fahrzeuge kostete nach der deutschen Wikipedia 420 Millionen Euro.

Davon kamen 93 Millionen Euro aus dem Kohäsionsfonds der Europäischen Union.

Die englische Wikipedia nennt für den gesamten Vertrag samt eigener Werkstatt in Warschau 665 Millionen Euro.

Alstom wartet die Züge 17 Jahre lang in einem neuen Betriebshof in Grochów bei Warschau.

Gebaut wurden die Züge in den Jahren 2011 bis 2014.

Sieben Wagen und 402 Plätze

Ein ED250 besteht aus sieben Wagen.

Der Zug ist 187,4 Meter lang und bietet 402 Sitzplätze.

Acht wassergekühlte Drehstrom-Asynchronmotoren mit je 708 Kilowatt treiben ihn an.

Die Dauerleistung beträgt 5664 Kilowatt.

Der Wagenkasten besteht aus Aluminium.

Die Züge sind für Temperaturen zwischen minus 25 und plus 45 Grad ausgelegt.

Ein Pendolino ohne Neigetechnik

Der Name Pendolino steht eigentlich für Züge, die sich in Kurven zur Seite neigen.

Die polnischen ED250 haben diese Neigetechnik aber nicht.

Beim Einsatz in Polen hätte sie keine nennenswerten Vorteile gebracht.

Die Züge gehören trotzdem zur Produktfamilie Pendolino von Alstom.

Sie können mit drei Stromsystemen fahren, mit 3 Kilovolt Gleichstrom sowie mit 15 und 25 Kilovolt Wechselstrom.

Damit sind grundsätzlich auch Fahrten nach Deutschland, Österreich und Tschechien möglich.

Im Alltag 200 Kilometer pro Stunde

Seit dem 14. Dezember 2014 fahren die ED250 im Regelbetrieb.

Sie sind als Express InterCity Premium unterwegs.

Auf der CMK erreichen sie dabei 200 Kilometer pro Stunde.

Die Züge verbinden Warschau unter anderem mit Krakau, Kattowitz, Gdynia, Breslau und Stettin.

Für 2028 ist geplant, das Tempo auf der CMK auf 250 Kilometer pro Stunde zu erhöhen.

Mitte der 2020er Jahre fanden dafür bereits Testfahrten mit den Pendolinos statt.

Großer Andrang in Breslau

Der erste Zug wurde am 12. August 2013 im Bahnhof von Breslau vorgestellt.

Rund 4000 Menschen kamen, um ihn zu besichtigen.

Manche nahmen Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf.

Wegen des großen Interesses blieb der Zug 90 Minuten länger stehen als geplant.

Auch der damalige Parlamentspräsident und der Verkehrsminister waren gekommen.

Die Überführung der Züge nach Polen erfolgte auf der Schiene.

Unterwegs in Polen und darüber hinaus

Die Züge nutzen die Zugsicherungssysteme ETCS Level 1 und 2 sowie das polnische System SHP.

Für einen Einsatz in Deutschland sind auch die Systeme LZB und PZB an Bord.

Im Frühjahr 2017 begannen Probefahrten für eine deutsche Zulassung.

Zwischen dem 9. März und dem 17. Juni 2026 fuhr ein ED250 im Rahmen der tschechischen Zulassung zwischen Prag und Bohumín.

Im April 2020 entgleiste ein Zug dieser Baureihe bei einer Messfahrt in München.

Der Rekord von 293 Kilometern pro Stunde liegt 43 Kilometer pro Stunde über dem zugelassenen Höchsttempo.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wie schnell fuhr der polnische Pendolino beim Rekord?
293 Kilometer pro Stunde am 24. November 2013.
Wo wurde der Rekord aufgestellt?
Auf der Zentralen Eisenbahnmagistrale CMK zwischen Warschau und Krakau.
Wie schnell fährt der Pendolino im Alltag?
Auf der CMK erreicht er 200 Kilometer pro Stunde, zugelassen ist er für 250.
Wie viele ED250 gibt es?
PKP Intercity hat 20 Züge dieser Baureihe von Alstom.
Hat der polnische Pendolino Neigetechnik?
Nein, darauf wurde verzichtet, weil sie in Polen kaum Vorteile gebracht hätte.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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