Wie lang ist die Vinschgaubahn?

Zahlen, bitte!

„Auf Gleis eins die Regionalbahn durch den Vinschgau, von Meran über Schlanders nach Mals, bitte Vorsicht bei der Abfahrt.“

Wie lang ist die Vinschgaubahn?

→ Eine Strecke in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Die Vinschgaubahn ist nach den Angaben der Wikipedia-Infobox 60,078 Kilometer lang. Sie führt eingleisig durch den Vinschgau in Südtirol, von Meran bis nach Mals.

Die Vinschgaubahn gehört zu den bekanntesten Regionalbahnen Südtirols und gilt vielen als Musterbeispiel einer wiederbelebten Nebenbahn.

Wer wissen will, wie lang die Strecke genau ist, findet die Antwort in der Infobox des Wikipedia-Artikels.

Dort steht ein überraschend genauer Wert, der weit mehr erzählt als die oft genannte runde Zahl von sechzig Kilometern.

Vinschgaubahn 01
Foto: Photographer: Herbert Ortner, Vienna, Austria, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

60,078 km

Streckenlänge

Meran bis Mals

1435 mm

Spurweite

Normalspur

1. Juli 1906

Eröffnung

wiedereröffnet 2005

Eine eingleisige Nebenbahn im Südtiroler Vinschgau, die 1990 stillgelegt und 2005 wiedereröffnet wurde.

Die kurze Antwort

Die Vinschgaubahn ist nach der Streckenangabe der Wikipedia-Infobox 60,078 Kilometer lang.

In der Alltagssprache wird sie meist auf rund sechzig Kilometer gerundet.

Der genaue Wert mit drei Nachkommastellen stammt aus der amtlichen Kilometrierung der Strecke.

Diese Kilometrierung setzt die der älteren Bahnstrecke Bozen–Meran fort, an die die Vinschgaubahn in Meran anschließt.

Vinschgaubahn 02
Foto: No machine-readable author provided. Herbert Ortne, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Von Meran nach Mals

Die Strecke verläuft durch den Vinschgau entlang der Etsch von Meran nach Mals.

Damit erschließt sie eines der langgestreckten Täler im Westen Südtirols.

Unterwegs liegen Orte wie Töll, Naturns, Latsch, Schlanders, Laas und Spondinig.

Mals bildet heute den westlichen Endpunkt der eingleisigen Linie.

Gut zu wissen

Die Längenangabe von 60,078 Kilometern stammt aus der Infobox des deutschsprachigen Wikipedia-Artikels zur Vinschgaubahn und bezieht sich auf die heutige Strecke von Meran nach Mals.

Weil die Bahn die Kilometrierung der Strecke Bozen–Meran fortsetzt, hängt der genaue Wert auch mit der Lage des Anschlusses in Meran zusammen.

Normalspur statt Schmalspur

Anders als viele Alpenbahnen ist die Vinschgaubahn keine Schmalspurbahn.

Die Infobox nennt eine Spurweite von 1435 Millimetern, also die europäische Normalspur.

Das war schon bei der Planung eine bewusste Entscheidung, weil die Bahn an das normalspurige Netz anschließen sollte.

So konnten Fahrzeuge theoretisch ohne Umspuren bis in den Vinschgau fahren.

Die Eröffnung 1906

Am 1. Juli 1906 wurde die Vinschgaubahn feierlich eröffnet.

Zur selben Zeit ging der neue Bahnhof Meran in Betrieb, an den die Strecke anband.

Bereits am 7. Juli 1903 war sie als staatlich garantierte österreichische Lokalbahn konzessioniert worden.

Die Bauleitung der Trasse lag bei Konstantin Ritter von Chabert.

Der Traum von der Alpentransversale

Ursprünglich war die Vinschgaubahn nur als erstes Teilstück einer größeren Verbindung gedacht.

Geplant war eine Weiterführung über den Reschenpass ins Inntal bis zum Bahnhof Landeck an der Arlbergbahn.

Schon damals zeigte sich jedoch, dass sich ein durchgehender Güterverkehr kaum gerechnet hätte.

Die nördlichen Teilstücke dieser Alpentransversale wurden deshalb nie vollendet.

Zwischen den Weltkriegen

Zunächst führten die k.k. österreichischen Staatsbahnen den Betrieb auf der Strecke.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Südtirol zu Italien, und die italienischen Staatsbahnen übernahmen die Bahn.

Die Teilung Tirols besiegelte endgültig das Aus für die geplante Verlängerung über den Reschenpass.

Von den Bauarbeiten im Raum Landeck blieben nur einzelne Reste wie ein angefangener Tunnel.

1990: das vorläufige Aus

Wie viele Nebenbahnen geriet auch die Vinschgaubahn im 20. Jahrhundert unter Druck.

Im Jahr 1990 wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt.

Die Gleise blieben zwar liegen, doch viele hielten die Linie für endgültig verloren.

Vergleichbare Stilllegungen bedeuteten anderswo oft das endgültige Ende einer Bahn.

2005: die Wiedergeburt

Statt des Abbaus folgte im Vinschgau ein vielbeachteter Neuanfang.

Im Jahr 2005 wurde die Strecke nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.

Seither gilt die Vinschgaubahn als Beispiel dafür, wie sich eine Regionalbahn erfolgreich beleben lässt.

Betrieben wird sie heute von der SAD Nahverkehr als Verkehrsunternehmen und den Südtiroler Transportstrukturen als Infrastrukturbetreiber.

Takt und Betrieb

Seit der Wiedereröffnung verkehren die Züge im Stundentakt durch das Tal.

Ab Herbst 2005 kamen zusätzliche Eilzüge hinzu, die nur in den größeren Orten halten.

Zu den Hauptverkehrszeiten entsteht dadurch ein Halbstundentakt.

Zeitweise wurden einzelne Züge sogar bis nach Bozen durchgebunden, was besonders Berufspendlern zugutekam.

Die Elektrifizierung

Lange fuhren auf der Vinschgaubahn Dieseltriebwagen durch das Tal.

Im Jahr 2016 begannen die Südtiroler Transportstrukturen mit der Elektrifizierung der Strecke.

Dafür wurden Tunnel wie der Tölltunnel und der Marlinger Kehrtunnel abgesenkt, um Platz für die Oberleitung zu schaffen.

Auch die Bahnsteige wurden mehrfach verlängert, zuletzt für längere Neufahrzeuge mit rund 130 Metern Länge.

60 Kilometer im Vergleich

Mit gut sechzig Kilometern liegt die Vinschgaubahn im Bereich einer klassischen Regionalstrecke.

Sie ist damit deutlich länger als viele reine Bergbahnen, aber kürzer als große Hauptstrecken.

Für ein einziges Alpental ist diese Länge durchaus beachtlich.

Die genaue Zahl von 60,078 Kilometern zeigt, wie präzise Bahnstrecken vermessen und verzeichnet werden.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Vinschgaubahn genau?
Nach der Wikipedia-Infobox ist sie 60,078 Kilometer lang, umgangssprachlich also rund sechzig Kilometer.
Wo fährt die Vinschgaubahn?
Sie führt durch den Vinschgau in Südtirol, von Meran entlang der Etsch bis nach Mals.
Welche Spurweite hat die Strecke?
Die Vinschgaubahn ist mit 1435 Millimetern normalspurig, nicht schmalspurig.
Wann wurde die Bahn eröffnet?
Die Eröffnung war am 1. Juli 1906, konzessioniert wurde sie bereits 1903.
Warum gilt die Vinschgaubahn als Vorbild?
Sie wurde 1990 stillgelegt, 2005 wiedereröffnet und seither als erfolgreiche Reaktivierung einer Nebenbahn gewertet.

Weiterfahrt

→ Alle Schalter – zurück zur Übersicht

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →