Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Regionalbahn durch den Vinschgau, von Meran über Schlanders nach Mals, bitte Vorsicht bei der Abfahrt.“
Wie lang ist die Vinschgaubahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Vinschgaubahn ist nach den Angaben der Wikipedia-Infobox 60,078 Kilometer lang. Sie führt eingleisig durch den Vinschgau in Südtirol, von Meran bis nach Mals.
Die Vinschgaubahn gehört zu den bekanntesten Regionalbahnen Südtirols und gilt vielen als Musterbeispiel einer wiederbelebten Nebenbahn.
Wer wissen will, wie lang die Strecke genau ist, findet die Antwort in der Infobox des Wikipedia-Artikels.
Dort steht ein überraschend genauer Wert, der weit mehr erzählt als die oft genannte runde Zahl von sechzig Kilometern.

Die wichtigsten Zahlen
60,078 km
Streckenlänge
Meran bis Mals
1435 mm
Spurweite
Normalspur
1. Juli 1906
Eröffnung
wiedereröffnet 2005
Eine eingleisige Nebenbahn im Südtiroler Vinschgau, die 1990 stillgelegt und 2005 wiedereröffnet wurde.
Die kurze Antwort
Die Vinschgaubahn ist nach der Streckenangabe der Wikipedia-Infobox 60,078 Kilometer lang.
In der Alltagssprache wird sie meist auf rund sechzig Kilometer gerundet.
Der genaue Wert mit drei Nachkommastellen stammt aus der amtlichen Kilometrierung der Strecke.
Diese Kilometrierung setzt die der älteren Bahnstrecke Bozen–Meran fort, an die die Vinschgaubahn in Meran anschließt.

Von Meran nach Mals
Die Strecke verläuft durch den Vinschgau entlang der Etsch von Meran nach Mals.
Damit erschließt sie eines der langgestreckten Täler im Westen Südtirols.
Unterwegs liegen Orte wie Töll, Naturns, Latsch, Schlanders, Laas und Spondinig.
Mals bildet heute den westlichen Endpunkt der eingleisigen Linie.
Gut zu wissen
Die Längenangabe von 60,078 Kilometern stammt aus der Infobox des deutschsprachigen Wikipedia-Artikels zur Vinschgaubahn und bezieht sich auf die heutige Strecke von Meran nach Mals.
Weil die Bahn die Kilometrierung der Strecke Bozen–Meran fortsetzt, hängt der genaue Wert auch mit der Lage des Anschlusses in Meran zusammen.
Normalspur statt Schmalspur
Anders als viele Alpenbahnen ist die Vinschgaubahn keine Schmalspurbahn.
Die Infobox nennt eine Spurweite von 1435 Millimetern, also die europäische Normalspur.
Das war schon bei der Planung eine bewusste Entscheidung, weil die Bahn an das normalspurige Netz anschließen sollte.
So konnten Fahrzeuge theoretisch ohne Umspuren bis in den Vinschgau fahren.
Die Eröffnung 1906
Am 1. Juli 1906 wurde die Vinschgaubahn feierlich eröffnet.
Zur selben Zeit ging der neue Bahnhof Meran in Betrieb, an den die Strecke anband.
Bereits am 7. Juli 1903 war sie als staatlich garantierte österreichische Lokalbahn konzessioniert worden.
Die Bauleitung der Trasse lag bei Konstantin Ritter von Chabert.
Der Traum von der Alpentransversale
Ursprünglich war die Vinschgaubahn nur als erstes Teilstück einer größeren Verbindung gedacht.
Geplant war eine Weiterführung über den Reschenpass ins Inntal bis zum Bahnhof Landeck an der Arlbergbahn.
Schon damals zeigte sich jedoch, dass sich ein durchgehender Güterverkehr kaum gerechnet hätte.
Die nördlichen Teilstücke dieser Alpentransversale wurden deshalb nie vollendet.
Zwischen den Weltkriegen
Zunächst führten die k.k. österreichischen Staatsbahnen den Betrieb auf der Strecke.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam Südtirol zu Italien, und die italienischen Staatsbahnen übernahmen die Bahn.
Die Teilung Tirols besiegelte endgültig das Aus für die geplante Verlängerung über den Reschenpass.
Von den Bauarbeiten im Raum Landeck blieben nur einzelne Reste wie ein angefangener Tunnel.
1990: das vorläufige Aus
Wie viele Nebenbahnen geriet auch die Vinschgaubahn im 20. Jahrhundert unter Druck.
Im Jahr 1990 wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt.
Die Gleise blieben zwar liegen, doch viele hielten die Linie für endgültig verloren.
Vergleichbare Stilllegungen bedeuteten anderswo oft das endgültige Ende einer Bahn.
2005: die Wiedergeburt
Statt des Abbaus folgte im Vinschgau ein vielbeachteter Neuanfang.
Im Jahr 2005 wurde die Strecke nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.
Seither gilt die Vinschgaubahn als Beispiel dafür, wie sich eine Regionalbahn erfolgreich beleben lässt.
Betrieben wird sie heute von der SAD Nahverkehr als Verkehrsunternehmen und den Südtiroler Transportstrukturen als Infrastrukturbetreiber.
Takt und Betrieb
Seit der Wiedereröffnung verkehren die Züge im Stundentakt durch das Tal.
Ab Herbst 2005 kamen zusätzliche Eilzüge hinzu, die nur in den größeren Orten halten.
Zu den Hauptverkehrszeiten entsteht dadurch ein Halbstundentakt.
Zeitweise wurden einzelne Züge sogar bis nach Bozen durchgebunden, was besonders Berufspendlern zugutekam.
Die Elektrifizierung
Lange fuhren auf der Vinschgaubahn Dieseltriebwagen durch das Tal.
Im Jahr 2016 begannen die Südtiroler Transportstrukturen mit der Elektrifizierung der Strecke.
Dafür wurden Tunnel wie der Tölltunnel und der Marlinger Kehrtunnel abgesenkt, um Platz für die Oberleitung zu schaffen.
Auch die Bahnsteige wurden mehrfach verlängert, zuletzt für längere Neufahrzeuge mit rund 130 Metern Länge.
60 Kilometer im Vergleich
Mit gut sechzig Kilometern liegt die Vinschgaubahn im Bereich einer klassischen Regionalstrecke.
Sie ist damit deutlich länger als viele reine Bergbahnen, aber kürzer als große Hauptstrecken.
Für ein einziges Alpental ist diese Länge durchaus beachtlich.
Die genaue Zahl von 60,078 Kilometern zeigt, wie präzise Bahnstrecken vermessen und verzeichnet werden.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
