Ortstermin
„Knotenbahnhof Sankt Veit an der Glan, Anschlüsse nach Klagenfurt, Friesach und Feldkirchen.“
Der Bahnhof Sankt Veit an der Glan in der Eisenbahnerstadt
→ Ein Ortstermin in Kärnten.
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Kurz gesagt
Sankt Veit an der Glan war bis 1518 Landeshauptstadt von Kärnten. Heute treffen hier Bahnlinien aus drei Richtungen zusammen.
Sankt Veit an der Glan ist eine Stadt, die zweimal im Mittelpunkt stand.
Einst war sie bis 1518 die Landeshauptstadt von Kärnten.
Später machte die Eisenbahn sie erneut wichtig und gab ihr den Beinamen Eisenbahnerstadt.
Ihr Bahnhof ist bis heute ein Knoten, an dem sich drei Strecken treffen.

Die alte Herzogstadt
Sankt Veit an der Glan entstand am Schnittpunkt alter Verkehrswege im Herzen Kärntens.
Im späten 12. Jahrhundert wurde die Stadt zur herzöglichen Residenz.
Bis 1518 war sie die Landeshauptstadt des Landes Kärnten.
Danach verlor sie diese Rolle an Klagenfurt und schrumpfte über die Jahrhunderte.
Von der alten Bedeutung zeugen noch heute die beiden Stadtplätze im Zentrum.

Wie St. Veit zur Eisenbahnerstadt wurde
Im Jahr 1830 zählte die Stadt nur noch rund fünfzehnhundert Einwohner.
Mit dem Bau der Rudolfsbahn im 19. Jahrhundert und dem einsetzenden Holzhandel kam die Wende.
Der erste Bahnhof lag zunächst recht weit südlich außerhalb der Stadt.
Rund um ihn wuchs rasch die sogenannte Klagenfurter Vorstadt.
So brachte die Bahn der alten Herzogstadt einen neuen Aufschwung.

Gut zu wissen
In Sankt Veit an der Glan treffen Bahnlinien aus Friesach, Feldkirchen und Klagenfurt zusammen.
Der heutige Bahnhof entstand 1912 nach einer Änderung der Rudolfsbahn-Trasse.
Aufnahmsgebäude und Bahnsteigüberdachungen stehen unter Denkmalschutz.
Die Stadt war bis 1518 Landeshauptstadt von Kärnten.
Der neue Bahnhof von 1912
1912 wurde die Trassenführung der Rudolfsbahn im Raum St. Veit geändert.
Dabei entstand im Osten der Stadt, in der Friesacher Vorstadt, ein neuer Bahnhof.
Von da an galt St. Veit an der Glan als Eisenbahnerstadt.
Viele Familien lebten nun direkt oder indirekt von der Bahn.
Der Bahnhof rückte damit endgültig in die Mitte des städtischen Lebens.

Wo drei Bahnlinien zusammentreffen
In Sankt Veit treffen Bahnlinien aus drei Richtungen aufeinander.
Sie kommen aus Friesach im Norden, aus Feldkirchen im Westen und aus Klagenfurt im Süden.
Damit ist der Bahnhof ein echter Knotenpunkt im Kärntner Netz.
Reisende können hier je nach Ziel in drei verschiedene Täler weiterfahren.
Diese zentrale Lage erklärt die bis heute große Bedeutung des Bahnhofs.

Ein Knoten der S-Bahn Kärnten
Für die S-Bahn Kärnten ist St. Veit ein wichtiger Knotenpunkt.
Seit dem 12. Dezember 2010 bietet die Linie S1 wochentags einen Halbstundentakt nach Klagenfurt.
Nach Friesach fährt sie im Stundentakt.
Seit Dezember 2011 ist St. Veit zudem Ausgangs- und Endpunkt der Linie S2 nach Feldkirchen, Villach und Rosenbach.
So ist die Stadt heute dicht in das Nahverkehrsnetz des Landes eingebunden.

Denkmalgeschützt am Bahnsteig
Der Bahnhof St. Veit an der Glan ist nicht nur Knoten, sondern auch ein Stück Baukultur.
Das Aufnahmsgebäude und die Bahnsteigüberdachungen stehen unter Denkmalschutz.
Sie erinnern an die Zeit, als die Bahn das Rückgrat der Stadt bildete.
Wer am Bahnsteig wartet, steht damit zwischen Alltag und Geschichte.
Solche geschützten Anlagen sind an mittelgroßen Bahnhöfen selten geworden.

Arkaden um zwei Plätze
Die Altstadt von St. Veit gruppiert sich um den Oberen und den Unteren Platz.
Viele der Bürgerhäuser rund um die Plätze haben mittelalterliche Baukerne.
Zahlreiche von ihnen weisen schöne Arkadenhöfe auf.
Nördlich des Oberen Platzes steht das Rathaus im alten Stadtkern.
Ein Rundgang zeigt, wie groß diese Stadt einmal gewesen sein muss.

Der Wiesenmarkt seit 1362
Schon 1362 verlieh Rudolf der Stifter der Stadt einen Wiesenmarkt.
Dieser Markt findet bis heute jedes Jahr statt und zählt zu den größten Festen Kärntens.
In der Nähe erhebt sich über dem Ort Launsdorf die berühmte Burg Hochosterwitz.
Sie gilt als eine der eindrucksvollsten Höhenburgen des Landes.
Vom Bahnhof St. Veit aus lassen sich solche Ziele gut mit der Bahn ansteuern.

Ankommen in Sankt Veit an der Glan
Ankommen in Sankt Veit heißt, in einer Stadt mit doppelter Geschichte auszusteigen.
Hier war einmal die Hauptstadt Kärntens, und hier schlägt bis heute ein Knoten des Bahnnetzes.
Vom denkmalgeschützten Bahnhof sind es nur wenige Minuten zu den beiden alten Stadtplätzen.
Und wer weiterreist, wählt zwischen drei Richtungen, die alle hier zusammenlaufen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Häufige Fragen
Warum ist Sankt Veit ein Bahnknoten?
Seit wann steht der heutige Bahnhof?
Welche S-Bahn-Linien halten in St. Veit?
War St. Veit einmal Hauptstadt?
Was lohnt sich rund um St. Veit?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Klagenfurt, Kärntens Tor am Wörthersee – Die Landeshauptstadt Klagenfurt ist über die Linie S1 in kurzer Zeit erreichbar.
