Zahlen, bitte!
„Auf dem Ritten die Schmalspurbahn von Maria Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein, bitte einsteigen.“
Wie lang ist die Rittnerbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Rittner Bahn auf dem Hochplateau über Bozen ist heute 6,780 Kilometer lang. Bis 1967 war sie mit Stadtstrecke und Zahnstangenabschnitt sogar 11,858 Kilometer lang.
Die Rittner Bahn gehört zu den letzten Schmalspurbahnen Südtirols und ist eine echte Rarität.
Ihre Länge hat sich im Lauf der Geschichte stark verändert, weshalb die Frage zwei Antworten kennt.
Beide Werte stehen in der Infobox des Wikipedia-Artikels zur Rittner Bahn.

Die wichtigsten Zahlen
6,780 km
Länge heute
seit 1967
11,858 km
Länge bis 1967
mit Stadtstrecke
1000 mm
Spurweite
Meterspur
Eine 1907 eröffnete, von Beginn an elektrische Schmalspurbahn auf dem Hochplateau des Ritten.
Die kurze Antwort
Die Rittner Bahn ist heute nach der Infobox 6,780 Kilometer lang.
Dieser Wert gilt seit dem Jahr 1967.
Bis 1967 war die Bahn mit 11,858 Kilometern deutlich länger.
Der Unterschied erklärt sich durch die Aufgabe zweier Streckenteile.

Drei Abschnitte in einer Bahn
Historisch bestand die Rittner Bahn aus drei sehr unterschiedlichen Abschnitten.
Der erste war eine straßenbahnähnliche Trasse mitten in Bozen.
Der zweite war ein steiler Zahnstangenabschnitt von Bozen hinauf auf das Hochplateau des Ritten.
Der dritte ist die Überlandtrasse oben auf dem Plateau, die bis heute befahren wird.
Gut zu wissen
Die beiden Längenangaben von 6,780 und 11,858 Kilometern stammen aus der Infobox des deutschsprachigen Wikipedia-Artikels zur Rittner Bahn.
Der kleinere Wert gilt seit 1967, als Stadtstrecke und Zahnstangenabschnitt durch Bus und Seilbahn ersetzt wurden.
Elektrisch von Anfang an
Die Rittner Bahn wurde 1907 eröffnet.
Schon von Beginn an fuhr sie elektrisch und nicht mit Dampf.
Der Ingenieur Josef Riehl überarbeitete dafür die ursprünglichen Pläne einer Dampfzahnradbahn.
Damit zählte die Bahn zu den frühen elektrischen Gebirgsbahnen im Alpenraum.
Die Stadtstrecke durch Bozen
Der Stadtabschnitt verlief straßenbündig mitten durch Bozen.
Dort galt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von nur 12 bis 18 Kilometern pro Stunde.
Die Fahrzeit auf diesem Teilstück betrug etwa sechs Minuten.
Dieser Abschnitt wurde später durch einen Autobusbetrieb ersetzt.
Der Zahnstangenabschnitt
Zwischen der Stadt und dem Plateau überwand die Bahn einen sehr steilen Anstieg.
Dafür diente ein Zahnstangenabschnitt mit zusätzlicher Zahnstange im Gleis.
So konnte die Bahn Steigungen bewältigen, die für normale Reibungsbahnen zu stark gewesen wären.
An die Stelle dieses Abschnitts trat später die Rittner Seilbahn.
Das Hochplateau
Oben auf dem Ritten verkehrt die Bahn als normale Adhäsionsbahn.
Sie führt von Maria Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein.
Dieser Abschnitt bildet heute die gesamte verbliebene Strecke.
Damit bedient die Bahn im Wesentlichen nur noch die Gemeinde Ritten.
Die große Umstellung
In den 1960er Jahren wurde die Rittner Bahn grundlegend verändert.
Die Stadtstrecke und der Zahnstangenabschnitt wurden aufgegeben.
An ihre Stelle traten Autobusse und die Rittner Seilbahn.
Seit 1967 ist deshalb nur noch das 6,780 Kilometer lange Plateaustück in Betrieb.
Schmalspur mit Meterspur
Die Rittner Bahn ist eine Schmalspurbahn.
Ihre Spurweite beträgt 1000 Millimeter, man spricht von Meterspur.
Das ist schmaler als die europäische Normalspur von 1435 Millimetern.
Meterspur ist bei engen und steilen Gebirgsbahnen besonders verbreitet.
Betreiber und Modernisierung
Eigentümer und Betreiber der Bahn sind heute die Südtiroler Transportstrukturen.
Im Fahrplan erscheint die Verbindung als Linie 160.
In den 1980er und den 2010er Jahren wurde die Nebenbahn stark erneuert und ausgebaut.
So blieb die historische Bahn ein zuverlässiges Nahverkehrsmittel für den Ritten.
Knapp sieben Kilometer
Mit 6,780 Kilometern ist die heutige Rittner Bahn eine sehr kurze Strecke.
Sie ist damit eher eine Bergstrecke als eine weite Überlandbahn.
Die frühere Länge von 11,858 Kilometern zeigt, wie viel Strecke einst verloren ging.
Die genauen Nachkommastellen stammen aus der Kilometrierung der Bahn.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
