Wie lang ist die Stockholmer U-Bahn?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt: Stockholm, wo die U-Bahn zugleich die längste Kunstgalerie der Welt sein will.“

Wie lang ist die Stockholmer U-Bahn?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Streckennetz der Stockholmer Tunnelbana ist 105,7 Kilometer lang und verbindet 100 Stationen. Über 90 von ihnen sind künstlerisch gestaltet, weshalb das Netz als längste Kunstgalerie der Welt gilt.

Stockholm ist die einzige Stadt Schwedens mit einer echten U-Bahn.

Seit 1950 gräbt und sprengt sie sich durch den harten Fels unter der Hauptstadt.

Ihre Länge lässt sich genau angeben, doch die schönste Zahl ist eine ganz andere.

Zug der Stockholmer U-Bahn
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

105,7 km

Streckennetz

davon rund 62 km im Tunnel

100

Stationen

über 90 künstlerisch gestaltet

3

Stammstrecken

mit sieben Linien, blau, rot, grün

1950

Eröffnung

am 1. Oktober

Das physische Gleisnetz misst 105,7 Kilometer; weil sich mehrere Linien die Stammstrecken teilen, ergibt sich eine Gesamtlinienlänge von 161,5 Kilometern.

105 Kilometer, aber länger gerechnet

Das eigentliche Streckennetz der Stockholmer U-Bahn misst 105,7 Kilometer.

Weil sich mehrere Linien dieselben Stammstrecken teilen, summiert sich die Gesamtlinienlänge jedoch auf 161,5 Kilometer.

Rund 62 Kilometer der Strecke verlaufen unter der Erde, oft tief im Fels.

Je nachdem, welche Zahl man nennt, klingt dasselbe Netz sehr unterschiedlich lang.

Kunstvoll gestaltete Station der Stockholmer Tunnelbana
Foto: Atelje Hadar, Public domain, via Wikimedia Commons

1950 fuhr der erste Zug

Am 1. Oktober 1950 eröffnete die erste richtige U-Bahn-Strecke Stockholms.

Zuvor hatte es nur Tunnel für Straßenbahnen gegeben, die später einbezogen wurden.

In den Jahrzehnten danach wuchs das Netz in drei große Richtungen aus der Innenstadt heraus.

So entstand das heutige sternförmige System.

Gut zu wissen

Die eine je gebaute, aber nie eröffnete Station Kymlinge wird von den Zügen nur durchfahren und zählt bei den 100 Stationen nicht mit.

Weil die Kunst zum Konzept gehört, werden auch neue Stationen von Anfang an von Künstlern mitgestaltet.

Drei Farben, sieben Linien

Das Netz besteht aus drei Stammstrecken, die nach Farben benannt sind: blau, rot und grün.

Auf ihnen verkehren sieben Linien mit den Nummern 10 bis 19.

Im Zentrum laufen alle drei Stammstrecken zusammen.

Dadurch lässt sich fast jedes Ziel mit höchstens einmal Umsteigen erreichen.

100 Stationen, über 90 mit Kunst

Insgesamt sind rund 100 Stationen in Betrieb.

An mehr als 90 von ihnen haben Künstler die Wände, Decken und Bahnsteige gestaltet.

Über 150 Kunstschaffende waren im Lauf der Jahrzehnte daran beteiligt.

Keine zweite U-Bahn der Welt ist so konsequent zur Galerie gemacht worden.

Die längste Kunstgalerie der Welt

Besonders die blaue Linie ist für ihre Stationen berühmt, die wie Höhlen aus buntem Fels wirken.

Der nackte Granit wurde dort nicht verkleidet, sondern bemalt und beleuchtet.

Der Betreiber bewirbt das Netz deshalb gern als längste Kunstgalerie der Welt.

Viele Touristen fahren eigens U-Bahn, nur um die Stationen zu sehen.

T-Centralen als Herz des Netzes

Der wichtigste Knoten ist die Station T-Centralen, in der sich alle drei Stammstrecken kreuzen.

Dort steigen täglich rund 161.000 Fahrgäste ein, aus oder um.

Direkt daneben liegt der Stockholmer Hauptbahnhof für die Fernzüge.

T-Centralen ist damit die zentrale Drehscheibe für die ganze Region.

62 Kilometer im Fels

Stockholm steht auf hartem Urgestein, das sich nur mit Sprengungen durchdringen lässt.

Dafür müssen die Tunnel kaum aufwendig gestützt werden, weil der Fels selbst trägt.

Genau dieser rohe Stein wurde an vielen Stationen zur Kulisse der Kunst.

Technik und Gestaltung gehen hier ungewöhnlich eng zusammen.

Rund 1,3 Millionen Fahrgäste am Tag

An einem gewöhnlichen Werktag nutzen etwa 1,3 Millionen Menschen die U-Bahn (Stand 2019).

Übers Jahr summiert sich das auf rund 462 Millionen Fahrten.

Für eine Stadt von der Größe Stockholms ist das eine sehr hohe Nutzung.

Die Tunnelbana trägt damit den Großteil des Nahverkehrs in der Hauptstadt.

Wem die Bahn gehört

Eigentümer ist die regionale Verkehrsgesellschaft SL.

Den Betrieb vergibt sie regelmäßig per Ausschreibung an wechselnde Firmen.

Lange fuhr die Bahn unter der Regie der Hongkonger MTR, seit 2025 unter einem neuen Betreiber.

Das Netz selbst bleibt dabei immer in öffentlicher Hand.

Im Vergleich mit anderen Metros

Mit gut 105 Kilometern liegt Stockholm etwa gleichauf mit Mailand und weit über Rom mit 62 Kilometern.

Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Netz jedoch außergewöhnlich dicht.

Kaum eine andere Stadt dieser Größe hat ein so weit verzweigtes U-Bahn-System.

Die Kombination aus Länge und Kunst macht Stockholm einzigartig.

Was die Länge nicht zeigt

Ob man 105 oder 161 Kilometer nennt, hängt allein von der Zählweise ab.

Die eine Zahl misst die Gleise, die andere die Summe aller Linien.

Für den Alltag zählt ohnehin mehr, wie viele Menschen eine kurze Strecke nutzen.

Und hier spielt Stockholm ganz vorne mit.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Stockholmer U-Bahn?
Das Streckennetz misst 105,7 Kilometer. Rechnet man die sich überlagernden Linien einzeln, ergibt sich eine Gesamtlinienlänge von 161,5 Kilometern.
Wie viele Stationen hat die Tunnelbana?
Rund 100 Stationen sind in Betrieb, davon etwa die Hälfte unter und die Hälfte über der Erde.
Warum gilt sie als Kunstgalerie?
Weil über 90 der 100 Stationen von mehr als 150 Künstlern gestaltet wurden. Besonders die blaue Linie ist dafür berühmt.
Seit wann fährt die U-Bahn in Stockholm?
Die erste Strecke wurde am 1. Oktober 1950 eröffnet.
Wie viele Menschen nutzen sie täglich?
An Werktagen rund 1,3 Millionen, übers Jahr etwa 462 Millionen Fahrten (Stand 2019).

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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