Wie lang ist das Netz der Metro Rom?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt: Rom, wo jeder Tunnel auf eine zweitausend Jahre alte Baustelle treffen kann.“

Wie lang ist das Netz der Metro Rom?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Metro von Rom ist nur rund 62 Kilometer lang und besteht aus drei Linien mit 74 Stationen. Für eine Millionenstadt ist das wenig, und der Grund liegt tief in der Erde.

Rom ist eine der größten Städte Europas und hat trotzdem eine überraschend kleine U-Bahn.

Nur drei Linien durchziehen den Untergrund der Ewigen Stadt.

Der Grund dafür ist so alt wie Rom selbst.

Zug der Metro in Rom
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

≈ 62 km

drei Linien

A, B und C

74

Stationen

weitere im Bau

1955

Eröffnung

am 9. Februar

≈ 820.000

Fahrgäste täglich

Stand 2019

Die Längenangabe umfasst die drei Linien A, B und C; die jüngste Linie C wächst langsam weiter, gebremst von archäologischen Funden.

62 Kilometer unter dem antiken Rom

Das Netz der Metro Rom misst nur rund 62 Kilometer.

Es verteilt sich auf drei Linien, die sich im Zentrum an wenigen Punkten kreuzen.

Für eine Stadt mit Millionen Einwohnern und noch mehr Touristen ist das ausgesprochen wenig.

Rom hat damit eine der kleinsten Metros unter den europäischen Großstädten.

Station der Metro Rom
Foto: Rept0n1x, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

1955: eine frühe U-Bahn Südeuropas

Die erste Strecke, der Kern der heutigen Linie B, wurde am 9. Februar 1955 eröffnet.

Damit gehörte Rom zu den frühen U-Bahn-Städten Südeuropas.

Geplant war die Linie schon in den 1930er-Jahren, der Krieg verzögerte den Bau.

Ausgerechnet die alte Stadt begann also früh mit der modernen Bahn.

Gut zu wissen

Die Station San Giovanni an der Linie C ist wie ein kleines Museum gestaltet und zeigt Funde aus dem Aushub.

Neben der Metro gibt es in Rom mehrere Vorortbahnen und ein Straßenbahnnetz, die den Nahverkehr ergänzen.

Nur drei Linien für eine Millionenstadt

Das Netz besteht bis heute aus den Linien A, B und C.

Die Linien A und B kreuzen sich am Hauptbahnhof Termini, dem großen Knoten der Stadt.

Die neue Linie C trifft bisher nur an wenigen Stellen auf die anderen.

Ein dichtes Maschennetz wie in Paris oder London ist daraus nie geworden.

Warum Rom so wenig U-Bahn hat

Unter Rom liegt eine der dichtesten Ansammlungen antiker Bauten der Welt.

Fast jeder Tunnel stößt früher oder später auf Mauern, Gräber oder ganze Straßenzüge aus der Antike.

Jeder Fund muss erforscht und gesichert werden, bevor weitergebaut werden darf.

So wird aus jedem Kilometer U-Bahn zugleich eine archäologische Grabung.

Die fahrerlose Linie C

Die jüngste Linie C fährt vollautomatisch, also ohne Fahrer.

Ihr Bau zog sich über viele Jahre, immer wieder unterbrochen von spektakulären Funden.

An einigen Stationen sind die ausgegrabenen Fundstücke heute direkt zu sehen.

Die Station wird so selbst zum kleinen Museum.

74 Stationen im Netz

Insgesamt gibt es 74 Stationen, weitere sind im Bau.

Viele liegen tief, um die antiken Schichten nahe der Oberfläche zu umgehen.

Gerade im historischen Zentrum ist der Abstand zwischen den Stationen oft groß.

Dort schließen Busse und Straßenbahnen die Lücken.

Rund 820.000 Fahrgäste am Tag

Täglich nutzen etwa 820.000 Menschen die Metro Rom (Stand 2019).

Übers Jahr sind das rund 320 Millionen Fahrten.

Gemessen an der Größe der Stadt bleibt die Metro damit unter ihren Möglichkeiten.

Viele Wege werden weiterhin mit Bus, Straßenbahn oder dem Auto zurückgelegt.

Archäologie als Dauerbaustelle

Beim Bau der Linie C kamen unter anderem Reste von Kasernen und Villen aus der Kaiserzeit ans Licht.

Solche Funde sind für die Forschung ein Glücksfall, für den Zeitplan ein Problem.

Fachleute der Denkmalpflege begleiten die Arbeiten Meter für Meter.

Rom baut seine U-Bahn deshalb so vorsichtig wie kaum eine andere Stadt.

Im Vergleich mit anderen Metros

Mit 62 Kilometern ist Rom nur halb so lang wie das Netz in Mailand.

Gegen Paris, London oder die Netze Asiens wirkt die Metro geradezu winzig.

Das liegt nicht am Willen, sondern am einzigartigen Untergrund der Stadt.

Rom zahlt für seine Geschichte mit einer kurzen U-Bahn.

Was die Länge nicht zeigt

Die kleine Kilometerzahl erzählt vor allem von den Hindernissen im Boden.

Sie sagt nichts über das dichte Netz aus Bussen und Regionalbahnen darüber.

Und sie verschweigt, dass unter Rom buchstäblich die Weltgeschichte liegt.

Eine längere U-Bahn wäre hier ein Verlust an Vergangenheit.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Netz der Metro Rom?
Rund 62 Kilometer, verteilt auf drei Linien. Das ist für eine Millionenstadt ungewöhnlich wenig.
Warum ist die Metro Rom so klein?
Weil der Boden voller antiker Bauten steckt. Jeder Tunnel stößt auf Funde, die erst erforscht werden müssen, bevor weitergebaut werden darf.
Wie viele Stationen hat die Metro Rom?
Es sind 74 Stationen, weitere befinden sich im Bau.
Seit wann fährt die Metro in Rom?
Seit dem 9. Februar 1955, damals mit dem Kern der heutigen Linie B.
Wie viele Menschen nutzen die Metro täglich?
Etwa 820.000 Fahrgäste pro Tag, übers Jahr rund 320 Millionen Fahrten (Stand 2019).

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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