Wie lang ist das Netz der Pariser Métro?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen in einem Netz, in dem die nächste Station selten mehr als einen halben Kilometer entfernt ist.“

Wie lang ist das Netz der Pariser Métro?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Netz der Pariser Métro ist rund 245,6 Kilometer lang und verbindet auf sechzehn Linien 321 Stationen. Damit gehört es zu den dichtesten U-Bahn-Netzen der Welt, auch wenn andere Städte heute längere Strecken haben.

Paris ist eine Stadt, in der man selten lange zur nächsten Métro-Station laufen muss.

Das liegt an einem Netz, das in gut hundert Jahren tief unter die Straßen gewachsen ist.

Doch wie lang ist dieses Netz eigentlich, wenn man alle Linien zusammenzählt?

Paris Metro Line 6 train northeast of Pasteur station 5
Foto: DXR, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

245,6 km

Gesamtlänge

alle sechzehn Linien zusammen

321

Stationen

an 405 Haltepunkten im Netz

≈ 4,3 Mio.

Fahrgäste pro Tag

nach Angaben des Betreibers RATP

Gezählt wird das reine Métronetz ohne die regionalen RER-Linien.

Die Antwort in einer Zahl

Das Netz der Pariser Métro misst rund 245,6 Kilometer.

Auf dieser Strecke liegen 321 Stationen, an denen die Züge an insgesamt 405 Haltepunkten halten.

Bedient werden sie von sechzehn Linien, die weitgehend unabhängig voneinander verkehren.

Betrieben wird das gesamte Netz von der Pariser Verkehrsgesellschaft RATP.

Rame Métro Pont ferroviaire Ligne 8 Métro Paris Charenton Pont 2
Foto: Chabe01, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Netz, so dicht wie kaum ein zweites

Die eigentliche Besonderheit der Métro ist nicht ihre Länge, sondern ihre Dichte.

Im Schnitt liegt nur etwa ein halber Kilometer zwischen zwei Stationen, in der Innenstadt oft noch weniger.

So erreicht man in Paris fast jeden Punkt der Kernstadt binnen weniger Minuten ab der nächsten Station.

Dieses enge Raster unterscheidet die Métro von vielen jüngeren U-Bahnen, die auf weite Abstände und hohe Geschwindigkeit setzen.

Gut zu wissen

Die angegebene Länge bezieht sich nur auf das Métronetz selbst. Das separate RER-Netz und die Straßenbahnen der Region werden dabei nicht mitgezählt.

Weil ständig neue Strecken entstehen, verschiebt sich die genaue Zahl mit jeder Eröffnung ein Stück nach oben.

Warum 321 Stationen und 405 Haltepunkte?

Auf den ersten Blick wirken die beiden Zahlen widersprüchlich.

Der Grund sind die Umsteigebahnhöfe, an denen sich mehrere Linien treffen.

Ein solcher Bahnhof zählt als eine Station, hat aber für jede Linie einen eigenen Haltepunkt mit eigenen Bahnsteigen.

Rechnet man diese Bahnsteige einzeln, kommt man auf die höhere Zahl von 405 Haltepunkten.

Vom Weltausstellungsjahr 1900 bis heute

Der Bau der ersten Linie begann 1898.

Am 19. Juli 1900 ging sie rechtzeitig zur Weltausstellung in Betrieb.

Damit war Paris nach London, Liverpool sowie Budapest und Glasgow die fünfte Stadt der Welt mit einer U-Bahn.

Aus dieser ersten Strecke ist in gut 125 Jahren das heutige Netz von mehr als 245 Kilometern geworden.

Was 245 Kilometer anschaulich bedeuten

Zum Vergleich kommt die Berliner U-Bahn auf 155,4 Kilometer und 175 Bahnhöfe.

Das Pariser Netz ist damit rund neunzig Kilometer länger als das der deutschen Hauptstadt.

Gleichzeitig verteilt sich diese Länge auf eine Fläche, die kleiner ist als Berlin.

Genau daraus ergibt sich die hohe Dichte, für die die Métro berühmt ist.

Kein Rekord und trotzdem besonders

Die längste U-Bahn der Welt ist die Métro nicht.

Die U-Bahn in Peking maß Ende 2025 bereits 888 Kilometer, die Metro Istanbul 265,2 Kilometer.

Paris liegt mit 245,6 Kilometern also im oberen Mittelfeld der großen Metropolen.

Dafür ist kaum ein Netz so alt, so zentral und so eng geknüpft wie das französische.

Métro und RER, zwei Netze unter einer Stadt

Neben der Métro gibt es in Paris das RER, ein Netz regionaler Schnellbahnen.

Mit rund 587 Kilometern Strecke ist das RER sogar deutlich länger als die Métro selbst.

Es hält aber seltener und bringt die Fahrgäste vor allem schnell in die weiten Vororte.

Die Métro bleibt dagegen das feine Netz für die kurzen Wege innerhalb der Stadt.

Der größte Knoten: Châtelet-Les Halles

Im Herzen des Netzes liegt der Bahnhof Châtelet-Les Halles.

Hier kreuzen sich fünf Métrolinien und drei RER-Linien.

Er gilt als einer der größten unterirdischen Bahnhöfe der Welt.

An solchen Knoten zeigt sich, warum die Zahl der Haltepunkte höher liegt als die der Stationen.

Fahrerlos unter Paris

Ein Teil des Netzes fährt heute ganz ohne Fahrerin oder Fahrer.

Die 1998 eröffnete Linie 14 war die erste vollautomatische Métrolinie.

In den Jahren 2011 und 2012 wurde auch die traditionsreiche Linie 1 auf fahrerlosen Betrieb umgestellt.

Möglich wird das durch Bahnsteigtüren, die die Gleise vom Bahnsteig trennen.

Das Netz wächst wieder kräftig

Seit 2015 entsteht rund um Paris der Grand Paris Express.

Geplant sind vier neue Linien und die Verlängerung von zwei bestehenden, zusammen rund 200 neue Streckenkilometer mit 71 Stationen.

Allein das Métronetz soll sich dadurch bis etwa 2030 nahezu verdoppeln.

Ein erster Abschnitt, die verlängerte Linie 14, ging bereits am 24. Juni 2024 in Betrieb.

Warum die Länge nur die halbe Geschichte ist

Die reine Kilometerzahl sagt wenig darüber, wie gut ein Netz im Alltag funktioniert.

Entscheidend sind dichte Stationen, kurze Takte und gute Umsteigemöglichkeiten.

Genau hier spielt die Pariser Métro bis heute in der obersten Liga.

Die 245,6 Kilometer sind deshalb vor allem ein Maß dafür, wie fein eine ganze Stadt mit Schienen durchzogen ist.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Netz der Pariser Métro?
Das reine Métronetz ist rund 245,6 Kilometer lang und umfasst 321 Stationen auf sechzehn Linien.
Ist die Pariser Métro die längste U-Bahn der Welt?
Nein. Mit 245,6 Kilometern liegt sie im oberen Mittelfeld. Die U-Bahn in Peking war Ende 2025 mit 888 Kilometern deutlich länger.
Wann wurde die Pariser Métro eröffnet?
Die erste Linie ging am 19. Juli 1900 zur Weltausstellung in Betrieb. Der Bau hatte 1898 begonnen.
Worin unterscheiden sich Métro und RER?
Die Métro ist das dichte Stadtnetz mit kurzen Abständen. Das RER ist mit rund 587 Kilometern länger, hält seltener und verbindet vor allem die Vororte mit dem Zentrum.
Wird das Netz noch größer?
Ja. Mit dem Grand Paris Express entstehen seit 2015 rund 200 neue Streckenkilometer und 71 Stationen. Das Métronetz soll sich bis etwa 2030 nahezu verdoppeln.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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