Ortstermin
„Bitte einsteigen in Dunedin, der Ausflugszug durch die Taieri-Schlucht ist zur Abfahrt bereit.“
Ortstermin: Dunedin
→ Ein Ortstermin in Neuseeland.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof von Dunedin gilt als eines der schönsten Gebäude Neuseelands. Sein Boden besteht aus rund 750.000 kleinen Fliesen.
Im Süden Neuseelands steht ein Bahnhof, der eher wie ein Märchenschloss wirkt als wie ein Verkehrsbau.
Der Bahnhof von Dunedin zählt zu den am meisten fotografierten Gebäuden des Landes.
Dieser Ortstermin führt zu einem Bahnhof voller Zierrat am anderen Ende der Welt.

Eröffnung im Jahr 1906
Der Bahnhof von Dunedin wurde am 12. November 1906 eröffnet.
Den Entwurf lieferte der Architekt George Troup.
Wegen der vielen verspielten Verzierungen nannte man ihn Gingerbread George.
Von Beginn an war der Bau als Prachtstück der wachsenden Stadt gedacht.
Er sollte den Reichtum der Region aus der Zeit des Goldrausches zeigen.

Ein Bau im flämischen Stil
Der Bahnhof ist im Stil der flämischen Neorenaissance gehalten.
Dunkler Basalt bildet die Mauern, heller Kalkstein aus Oamaru setzt die Zier.
Säulen aus rosa Granit tragen den Eingang.
Die Dachziegel stammen aus dem fernen Marseille.
So entstand ein Bau, der aus vielen Materialien und Farben zusammengesetzt ist.

Gut zu wissen
Der Bahnhof von Dunedin wurde am 12. November 1906 nach Plänen von George Troup eröffnet.
Der Boden seiner Schalterhalle besteht aus rund 750.000 kleinen Fliesen.
Heute starten vom Bahnhof vor allem Ausflugszüge, etwa durch die Taieri-Schlucht.
Der 37-Meter-Uhrturm
Am südlichen Ende des Baus erhebt sich ein hoher Uhrturm.
Er ragt rund 37 Meter in die Höhe.
Von weitem weist er den Reisenden den Weg zum Bahnhof.
Der Turm macht die lange Fassade unverwechselbar.
Zusammen mit den Giebeln prägt er das Bild des Gebäudes.

Der Boden aus Fliesen
Das Prunkstück des Bahnhofs ist die große Schalterhalle.
Ihr Boden besteht aus rund 750.000 kleinen Fliesen der englischen Firma Minton.
Sie bilden ein feines Mosaik mit Mustern und kleinen Lokomotiven.
Über der Halle zieht sich eine Zierleiste aus Porzellan von Royal Doulton entlang.
So gleicht die Halle eher einem Festsaal als einem Bahnhof.

Lange Bahnsteige
Der Bahnhof besitzt zwei Bahnsteige.
Der Hauptbahnsteig misst allein rund 480 Meter in der Länge.
Zusammen kommen die Bahnsteige auf etwa 870 Meter.
Damit gehörten sie zu den längsten des Landes.
An ihnen fanden einst viele lange Züge zugleich Platz.

Einst der belebteste Bahnhof
In den ersten Jahrzehnten herrschte am Bahnhof ein reger Betrieb.
Zu Spitzenzeiten hielten hier bis zu 100 Züge am Tag.
Damit war Dunedin einst der belebteste Bahnhof Neuseelands.
Die Stadt war in jener Zeit eine der wichtigsten des Landes.
Der Bahnhof spiegelte diesen Rang in jedem Detail wider.

Heute fahren Ausflugszüge
Regelmäßige Fern- und Nahverkehrszüge halten heute nicht mehr in Dunedin.
Stattdessen starten vom Bahnhof vor allem Ausflugszüge für Reisende.
Die bekannteste Fahrt führt durch die wilde Taieri-Schlucht.
Auf ihr erleben die Gäste Brücken, Tunnel und steile Felswände.
So ist der alte Bahnhof zu einem Ziel für Ausflüge geworden.

Das meistfotografierte Gebäude
Der Bahnhof gilt als eines der am meisten fotografierten Gebäude Neuseelands.
Oft wird er auf der Südhalbkugel nur vom Opernhaus in Sydney übertroffen.
Seit 1983 steht der Bau als Denkmal höchsten Ranges unter Schutz.
Reisende aus aller Welt kommen eigens wegen des Gebäudes hierher.
So lebt der Bahnhof heute vor allem von seiner Schönheit.

Ankommen in Dunedin
Wer am Bahnhof von Dunedin ankommt, steht nahe dem Zentrum der Stadt.
In wenigen Minuten zu Fuß erreicht man den zentralen Platz, das Octagon.
Rund um die Stadt warten eine zerklüftete Küste und grüne Hügel.
So öffnet sich hinter dem verspielten Bahnhof der Süden Neuseelands.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof von Dunedin eröffnet?
Warum ist der Bahnhof so berühmt?
Wie hoch ist der Uhrturm?
Halten hier noch normale Züge?
Welche Ausflugsfahrt ist am bekanntesten?
Weiterfahrt
