Ortstermin: Turin Porta Nuova

Ortstermin

„Gleis eins bis zwanzig, bitte einsteigen: Porta Nuova ruft Turin.“

Ortstermin: Turin Porta Nuova

→ Ein Ortstermin in Turin, im Nordwesten Italiens.

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Kurz gesagt

Turin Porta Nuova ist mit über 70 Millionen Reisenden im Jahr der drittgrößte Bahnhof Italiens. Der Kopfbahnhof von 1864 steht mitten in der alten Königsstadt.

Wer in Turin ankommt, steigt meist unter dem großen Dach von Porta Nuova aus.

Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, das heißt, die Gleise enden hier und führen nicht weiter.

Von der Bahnsteighalle sind es nur wenige Schritte bis in die barocke Innenstadt.

Torino Porta Nuova apothecary's shop
Foto: Alexmar983, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Italiens drittgrößter Bahnhof

Porta Nuova zählt nach Angaben der italienischen Bahn über 70 Millionen Reisende im Jahr.

Damit steht der Bahnhof hinter Roma Termini und Milano Centrale an dritter Stelle in Italien.

Täglich beginnen und enden hier rund 350 Zugfahrten.

Betrieben wird die Station von der FS-Tochter GrandiStazioni.

Als Kopfbahnhof empfängt Porta Nuova seine Züge an Gleisen, die mitten in der Stadt enden.

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Foto: Incola, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Vom Spatenstich 1861 zur Eröffnung

Der Spatenstich für den Bau fiel 1861, im Jahr der italienischen Einigung.

Schon 1864 wurde der Bahnhof dem Betrieb übergeben, obwohl die Arbeiten noch bis 1868 andauerten.

Die Pläne stammten vom Architekten Carlo Ceppi.

Turin war damals gerade zur ersten Hauptstadt des neuen Königreichs Italien geworden.

Der Bahnhof sollte dieser jungen Hauptstadt ein würdiges Tor geben.

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Foto: Incola, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Porta Nuova ist ein Kopfbahnhof und liegt direkt im Zentrum von Turin.

Der Bahnhof gilt mit über 70 Millionen Reisenden im Jahr als drittgrößter Italiens.

Im Untergeschoss hält seit 2007 die automatische U-Bahn der Stadt.

Die Handschrift von Carlo Ceppi

Ceppi entwarf ein repräsentatives Empfangsgebäude mit einer markanten Fassade.

Dahinter liegt eine weite Halle über den Bahnsteigen.

Der Bau galt in seiner Zeit als modernes Tor zur Stadt.

Noch heute bestimmt diese Front den großen Vorplatz.

Reisende aus aller Welt bleiben hier stehen und schauen nach oben.

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Foto: Incola, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zerstörung, Wiederaufbau und ein neues Dach

Im Zweiten Weltkrieg wurde Porta Nuova schwer beschädigt.

Von 1948 bis 1953 leitete Paolo Perilli den Wiederaufbau.

2007 kam im Untergeschoss eine Haltestelle der Turiner U-Bahn hinzu.

Nach einem umfassenden Umbau wurde der Bahnhof im Februar 2009 neu eingeweiht, 145 Jahre nach der ersten Eröffnung.

Dabei wurden auf vier Geschossen rund 97.000 Quadratmeter Fläche saniert oder neu geschaffen.

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Foto: Incola, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wohin die Züge fahren

Von Porta Nuova bestehen Direktverbindungen in viele Teile Italiens.

Züge fahren unter anderem nach Mailand, Venedig, Genua und Rom.

Auch Neapel, Bari, Salerno und Palermo sind ohne Umstieg erreichbar.

Seit 2013 übernimmt der Bahnhof Porta Susa viele Schnellzüge, weil er als Durchgangsbahnhof günstiger liegt.

Porta Nuova blieb trotzdem ein wichtiger Knoten im Herzen der Stadt.

Torino Porta Nuova, 94
Foto: Sergio Dosio, Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Tor zur barocken Innenstadt

Vor dem Bahnhof öffnet sich einer der großen Plätze Turins.

Von hier führen schnurgerade Straßen mit Arkaden ins Zentrum.

Turin gilt als eine der am strengsten geplanten Städte Italiens.

Viele Geschäfte und Cafés liegen unter diesen Arkaden geschützt vor Sonne und Regen.

Der Weg vom Bahnsteig zum ersten Kaffeehaus ist kurz.

Torino Porta Nuova, 211
Foto: Marco Sartori, Public domain, via Wikimedia Commons

Turin, die erste Hauptstadt Italiens

Turin zählt rund 855.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt Italiens.

Nur Rom, Mailand und Neapel sind größer.

Ab 1563 war die Stadt Hauptstadt des Herzogtums Savoyen.

Von 1861 bis 1865 war Turin die erste Hauptstadt des vereinigten Italiens.

Diese Geschichte als Residenzstadt prägt bis heute das Stadtbild.

Torino Porta Nuova, 238
Foto: Mario Fornara, Public domain, via Wikimedia Commons

Museen, Mole und ein großer Fluss

Turin beherbergt mit dem Museo Egizio eines der bedeutendsten ägyptischen Museen der Welt.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Mole Antonelliana, in der das nationale Filmmuseum untergebracht ist.

Ein Teil des barocken Zentrums gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe der Residenzen des Hauses Savoyen.

Durch die Stadt fließt der Po, der längste Fluss Italiens.

Zusammen machen diese Orte Turin zu einem Ziel für Kunst und Geschichte.

Torino Porta Nuova 1884
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Ankommen in Turin

Wer in Porta Nuova aussteigt, steht gleich mitten in der Stadt.

Die Bahnsteighalle entlässt die Reisenden fast ohne Umwege ins Freie.

Von dort sind Museen, Plätze und Cafés zu Fuß zu erreichen.

Der Bahnhof ist damit nicht nur Durchgang, sondern ein echter Startpunkt für den Besuch.

So beginnt der Ausflug schon unter dem Dach von Porta Nuova.

Torino Porta Nuova 1944
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Seit wann gibt es den Bahnhof Turin Porta Nuova?
Der Spatenstich fiel 1861, und schon 1864 wurde der Bahnhof dem Betrieb übergeben, während die Arbeiten bis 1868 weiterliefen.
Ist Porta Nuova der größte Bahnhof Italiens?
Nein, mit über 70 Millionen Reisenden im Jahr gilt er als drittgrößter, hinter Roma Termini und Milano Centrale.
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Die Pläne stammen vom Architekten Carlo Ceppi, nach dem Krieg leitete Paolo Perilli von 1948 bis 1953 den Wiederaufbau.
Warum ist Porta Susa heute so wichtig?
Seit 2013 nimmt der Durchgangsbahnhof Porta Susa viele Schnellzüge auf, weil Züge dort nicht wenden müssen wie im Kopfbahnhof Porta Nuova.
Was kann man vom Bahnhof aus entdecken?
Zu Fuß erreichbar sind das Museo Egizio, die Mole Antonelliana und das barocke Zentrum, das zum UNESCO-Welterbe gehört.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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