Ortstermin
„Gleis eins bis zwanzig, bitte einsteigen: Porta Nuova ruft Turin.“
Ortstermin: Turin Porta Nuova
→ Ein Ortstermin in Turin, im Nordwesten Italiens.
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Kurz gesagt
Turin Porta Nuova ist mit über 70 Millionen Reisenden im Jahr der drittgrößte Bahnhof Italiens. Der Kopfbahnhof von 1864 steht mitten in der alten Königsstadt.
Wer in Turin ankommt, steigt meist unter dem großen Dach von Porta Nuova aus.
Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, das heißt, die Gleise enden hier und führen nicht weiter.
Von der Bahnsteighalle sind es nur wenige Schritte bis in die barocke Innenstadt.

Italiens drittgrößter Bahnhof
Porta Nuova zählt nach Angaben der italienischen Bahn über 70 Millionen Reisende im Jahr.
Damit steht der Bahnhof hinter Roma Termini und Milano Centrale an dritter Stelle in Italien.
Täglich beginnen und enden hier rund 350 Zugfahrten.
Betrieben wird die Station von der FS-Tochter GrandiStazioni.
Als Kopfbahnhof empfängt Porta Nuova seine Züge an Gleisen, die mitten in der Stadt enden.

Vom Spatenstich 1861 zur Eröffnung
Der Spatenstich für den Bau fiel 1861, im Jahr der italienischen Einigung.
Schon 1864 wurde der Bahnhof dem Betrieb übergeben, obwohl die Arbeiten noch bis 1868 andauerten.
Die Pläne stammten vom Architekten Carlo Ceppi.
Turin war damals gerade zur ersten Hauptstadt des neuen Königreichs Italien geworden.
Der Bahnhof sollte dieser jungen Hauptstadt ein würdiges Tor geben.

Gut zu wissen
Porta Nuova ist ein Kopfbahnhof und liegt direkt im Zentrum von Turin.
Der Bahnhof gilt mit über 70 Millionen Reisenden im Jahr als drittgrößter Italiens.
Im Untergeschoss hält seit 2007 die automatische U-Bahn der Stadt.
Die Handschrift von Carlo Ceppi
Ceppi entwarf ein repräsentatives Empfangsgebäude mit einer markanten Fassade.
Dahinter liegt eine weite Halle über den Bahnsteigen.
Der Bau galt in seiner Zeit als modernes Tor zur Stadt.
Noch heute bestimmt diese Front den großen Vorplatz.
Reisende aus aller Welt bleiben hier stehen und schauen nach oben.

Zerstörung, Wiederaufbau und ein neues Dach
Im Zweiten Weltkrieg wurde Porta Nuova schwer beschädigt.
Von 1948 bis 1953 leitete Paolo Perilli den Wiederaufbau.
2007 kam im Untergeschoss eine Haltestelle der Turiner U-Bahn hinzu.
Nach einem umfassenden Umbau wurde der Bahnhof im Februar 2009 neu eingeweiht, 145 Jahre nach der ersten Eröffnung.
Dabei wurden auf vier Geschossen rund 97.000 Quadratmeter Fläche saniert oder neu geschaffen.

Wohin die Züge fahren
Von Porta Nuova bestehen Direktverbindungen in viele Teile Italiens.
Züge fahren unter anderem nach Mailand, Venedig, Genua und Rom.
Auch Neapel, Bari, Salerno und Palermo sind ohne Umstieg erreichbar.
Seit 2013 übernimmt der Bahnhof Porta Susa viele Schnellzüge, weil er als Durchgangsbahnhof günstiger liegt.
Porta Nuova blieb trotzdem ein wichtiger Knoten im Herzen der Stadt.

Ein Tor zur barocken Innenstadt
Vor dem Bahnhof öffnet sich einer der großen Plätze Turins.
Von hier führen schnurgerade Straßen mit Arkaden ins Zentrum.
Turin gilt als eine der am strengsten geplanten Städte Italiens.
Viele Geschäfte und Cafés liegen unter diesen Arkaden geschützt vor Sonne und Regen.
Der Weg vom Bahnsteig zum ersten Kaffeehaus ist kurz.

Turin, die erste Hauptstadt Italiens
Turin zählt rund 855.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt Italiens.
Nur Rom, Mailand und Neapel sind größer.
Ab 1563 war die Stadt Hauptstadt des Herzogtums Savoyen.
Von 1861 bis 1865 war Turin die erste Hauptstadt des vereinigten Italiens.
Diese Geschichte als Residenzstadt prägt bis heute das Stadtbild.

Museen, Mole und ein großer Fluss
Turin beherbergt mit dem Museo Egizio eines der bedeutendsten ägyptischen Museen der Welt.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Mole Antonelliana, in der das nationale Filmmuseum untergebracht ist.
Ein Teil des barocken Zentrums gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe der Residenzen des Hauses Savoyen.
Durch die Stadt fließt der Po, der längste Fluss Italiens.
Zusammen machen diese Orte Turin zu einem Ziel für Kunst und Geschichte.

Ankommen in Turin
Wer in Porta Nuova aussteigt, steht gleich mitten in der Stadt.
Die Bahnsteighalle entlässt die Reisenden fast ohne Umwege ins Freie.
Von dort sind Museen, Plätze und Cafés zu Fuß zu erreichen.
Der Bahnhof ist damit nicht nur Durchgang, sondern ein echter Startpunkt für den Besuch.
So beginnt der Ausflug schon unter dem Dach von Porta Nuova.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es den Bahnhof Turin Porta Nuova?
Ist Porta Nuova der größte Bahnhof Italiens?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Warum ist Porta Susa heute so wichtig?
Was kann man vom Bahnhof aus entdecken?
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