Zahlen, bitte!
„Auf dieser Strecke fährt der ICE über Brücken und durch Tunnel, als gäbe es keine Berge.“
Wie lang ist die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg?
→ Die längste Neubaustrecke Deutschlands in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ist rund 327 Kilometer lang. Sie ist bis heute die längste Neubaustrecke für Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland.
Zwischen Hannover und Würzburg liegt eine der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands.
Sie führt durch Mittelgebirge, über Täler und durch zahlreiche Tunnel.
Hinter ihr stehen beeindruckende Zahlen.

Die Strecke in Zahlen
327 km
Streckenlänge
längste Neubaustrecke Deutschlands
1973–1991
Bauzeit
rund 18 Jahre
280 km/h
Höchstgeschwindigkeit
für Fernzüge am Tag
Die Gesamtkosten lagen bei knapp 11,9 Milliarden D-Mark, rund 6,1 Milliarden Euro.
Die längste ihrer Art
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ist rund 327 Kilometer lang.
Damit ist sie die längste Neubaustrecke für Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland.
Sie wurde zwischen 1973 und 1991 gebaut.
Für die Deutsche Bundesbahn war sie das größte zusammenhängende Neubauprojekt ihrer Geschichte.

Kürzer als der alte Weg
Die neue Strecke ist rund 35 Kilometer kürzer als die älteren Verbindungen zwischen Hannover und Würzburg.
Auf etwa 51 Kilometern verläuft sie parallel zu bestehenden Strecken.
Vor allem aber ist sie viel gerader.
Das erlaubt deutlich höhere Geschwindigkeiten.
Gut zu wissen
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ist rund 327 Kilometer lang und wurde von 1973 bis 1991 gebaut. Sie ist die längste Neubaustrecke für Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland.
Auf ihr liegt der 10.779 Meter lange Landrückentunnel. Tagsüber fahren rund 110 Fernzüge mit bis zu 280 km/h, nachts im Schnitt 26 Güterzüge mit bis zu 160 km/h.
Tunnel über Tunnel
Die Strecke durchquert mehrere Mittelgebirge.
Allein zwischen Kassel und Fulda verlaufen knapp 48 der rund 90 Kilometer in 25 Tunneln.
Dazu kommen zahlreiche Talbrücken.
So bleibt die Trasse trotz der Berge flach genug für hohe Geschwindigkeiten.
Der längste Tunnel Deutschlands
Auf dieser Strecke liegt der Landrückentunnel.
Er ist 10.779 Meter lang.
Damit ist er der längste Eisenbahntunnel in Deutschland.
Ein ICE durchfährt ihn in wenigen Minuten.
Tag und Nacht in Betrieb
Am Tag fahren hier rund 110 Fernzüge mit bis zu 280 Kilometern pro Stunde.
In der Nacht gehört die Strecke den Güterzügen.
Durchschnittlich 26 Güterzüge rollen dann mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde.
So wird die teure Strecke rund um die Uhr genutzt.
Was sie gekostet hat
Die Gesamtkosten lagen bei knapp 11,9 Milliarden D-Mark.
Das entspricht rund 6,1 Milliarden Euro zum damaligen Preisstand.
Ein großer Teil davon floss in Tunnel und Brücken.
Heute würde ein solches Projekt ein Vielfaches kosten.
Über Leine und Innerste
Schon kurz hinter Hannover zeigt die Strecke ihren Aufwand.
Zwischen Rethen und Barnten überquert sie auf elf Brücken die Hochwassergebiete von Leine und Innerste.
Dazu kommen Dämme von zusammen fast sieben Kilometern Länge.
Nur so bleibt die Bahn auch bei Hochwasser befahrbar.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
