Wie lang ist die Chicagoer Hochbahn?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt: Chicago, wo die Züge seit über 130 Jahren über den Köpfen der Stadt fahren.“

Wie lang ist die Chicagoer Hochbahn?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Chicagoer Hochbahn, von allen nur das L genannt, ist rund 165 Kilometer lang und besteht aus acht Linien mit 146 Stationen. Sie fährt seit 1892 und gehört zu den ältesten Stadtbahnen der Welt.

In Chicago donnern die Züge seit über einem Jahrhundert auf Stahlstelzen über die Straßen.

Die Einheimischen nennen ihr System schlicht das L, kurz für elevated, also erhöht.

Es ist eines der ältesten und bis heute prägendsten Bahnnetze Amerikas.

Hochbahnzug der Chicagoer L
Foto: Rene Schwietzke, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

≈ 165 km

acht Linien

rund 103 Meilen

146

Stationen

1892

Eröffnung

am 6. Juni

≈ 447.000

Fahrgäste werktags

Stand Mitte 2026

Die rund 165 Kilometer, etwa 103 Meilen, umfassen sowohl die erhöhten Abschnitte als auch die Teile im Tunnel und ebenerdig.

165 Kilometer über und unter Chicago

Das Netz der Chicagoer Hochbahn misst rund 165 Kilometer.

Trotz des Namens verläuft es nicht nur erhöht, sondern teils auch im Tunnel und ebenerdig.

Acht Linien verbinden die Innenstadt mit den weit ausgedehnten Vierteln der Stadt.

Die erhöhten Abschnitte prägen bis heute das Bild Chicagos.

Erhöhte Gleise der Chicagoer Hochbahn
Foto: vxla, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

1892: eine der ältesten Stadtbahnen der Welt

Die erste Strecke wurde am 6. Juni 1892 eröffnet.

Damit gehört das L zu den ältesten noch fahrenden Stadtbahnnetzen überhaupt.

Es entstand in der Zeit, als Chicago zur Industriemetropole aufstieg.

Vieles von der alten Stahlkonstruktion ist bis heute in Betrieb.

Gut zu wissen

Der Ring der Hochbahn im Zentrum gab dem Geschäftsviertel the Loop seinen bis heute gebräuchlichen Namen.

Trotz des Namens Hochbahn fährt das L auch durch Tunnel unter der Innenstadt.

Warum sie das L heißt

Der Name L steht für das englische Wort elevated, also erhöht.

Große Teile der Strecke ruhen auf stählernen Hochbahnpfeilern über den Straßen.

Die Züge fahren dabei oft direkt an den Fenstern der Häuser vorbei.

Dieses Bild ist aus unzähligen Filmen bekannt.

Der Loop im Herzen der Stadt

Im Zentrum bilden die Hochbahngleise einen Ring um die wichtigsten Straßen.

Dieser Ring gab dem ganzen Geschäftsviertel seinen Namen, den Loop.

Hier laufen mehrere Linien zusammen und umrunden den Kern der Stadt.

Der Loop ist damit zugleich Verkehrsknoten und Wahrzeichen.

Acht Linien nach Farben

Die Linien tragen heute Farben wie Rot, Blau, Braun oder Orange.

Zusammen bedienen sie 146 Stationen in der ganzen Stadt.

Zwei Linien verbinden die Innenstadt mit je einem der großen Flughäfen.

So reicht das L von der Vorstadt bis zum Abflug-Gate.

Teils rund um die Uhr

Die rote und die blaue Linie fahren rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.

Damit gehört Chicago zu den wenigen Städten mit durchgehendem Nachtverkehr.

Die übrigen Linien pausieren nur in den tiefen Nachtstunden.

Für Schichtarbeiter ist das ein großer Vorteil.

Rund 447.000 Fahrgäste werktags

An einem Werktag nutzen etwa 447.000 Menschen das L (Stand Mitte 2026).

Übers Jahr sind das weit über 130 Millionen Fahrten.

Damit ist Chicago eines der meistgenutzten klassischen U-Bahn-Netze der USA.

Nur New York und Washington liegen hier klar vorn.

Betrieben von der CTA

Betreiber ist die Chicago Transit Authority, kurz CTA.

Sie führt neben dem L auch das große Busnetz der Stadt.

Beide Systeme nutzen dasselbe Ticket und greifen eng ineinander.

Die CTA ist damit das Rückgrat des Chicagoer Nahverkehrs.

Im Vergleich mit anderen Metros

Mit 165 Kilometern liegt Chicago über Washington bei der Streckenlänge, bei den Fahrgastzahlen aber darunter.

Gegenüber New York ist das L deutlich kleiner, aber fast genauso alt.

In Europa käme es von der Länge her Städten wie Madrid nahe.

Sein Alter macht es weltweit zu einer Ausnahmeerscheinung.

Was die Länge nicht zeigt

Die Kilometerzahl verrät nichts über das hohe Alter vieler Stahlkonstruktionen.

Ihr Erhalt ist aufwendig und verschlingt einen großen Teil des Budgets.

Dafür fährt Chicago durch ein Stück lebendige Verkehrsgeschichte.

Das L ist mehr Denkmal und Verkehrsmittel zugleich als fast jede andere Bahn.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Chicagoer Hochbahn?
Rund 165 Kilometer, also etwa 103 Meilen, verteilt auf acht Linien.
Warum heißt sie das L?
L steht für elevated, also erhöht. Große Teile der Strecke verlaufen auf Stahlpfeilern über den Straßen.
Wie viele Stationen hat das L?
Es sind 146 Stationen in der ganzen Stadt, zwei Linien führen zu den großen Flughäfen.
Seit wann fährt die Chicagoer Hochbahn?
Seit dem 6. Juni 1892. Damit gehört sie zu den ältesten Stadtbahnen der Welt.
Fährt das L auch nachts?
Die rote und die blaue Linie fahren rund um die Uhr. Die übrigen Linien pausieren nur in den tiefen Nachtstunden.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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