Zahlen, bitte!
„Dieser Tunnel wurde am Namenstag einer Kaiserin durchbrochen.“
Wie lang ist der Arlbergtunnel der Eisenbahn?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Arlbergtunnel ist 10.648 Meter lang. Er wurde am 21. September 1884 eröffnet und verbindet Tirol mit Vorarlberg.
Zwischen Tirol und Vorarlberg liegt der Arlberg, einer der großen Pässe Österreichs.
Seit dem 19. Jahrhundert führt eine Eisenbahn durch ihn hindurch.
Der Tunnel ist das Herzstück der Arlbergbahn.

Die wichtigsten Zahlen
10.648 m
Länge
St. Anton bis Langen
1880–1884
Bauzeit
eröffnet am 21. September 1884
86 m
Höhenunterschied
zwischen den Portalen
Das zweite Gleis ging bereits am 15. Juli 1885 in Betrieb.
10.648 Meter lang
Der Arlbergtunnel der Eisenbahn ist 10.648 Meter lang.
Er verbindet St. Anton am Arlberg in Tirol mit Langen am Arlberg in Vorarlberg.
Er ist das zentrale Bauwerk der Arlbergbahn.
Zusammen mit der Trisannabrücke gehört er zu ihren bekanntesten Bauten.

Gebaut von 1880 bis 1884
Der Tunnel entstand in nur vier Jahren, von 1880 bis 1884.
Auf der Ostseite baute die Firma von Valentin Ceconi.
Auf der Westseite arbeiteten die Brüder Lapp.
Von beiden Seiten bohrten sich die Mannschaften aufeinander zu.
Gut zu wissen
Der Arlbergtunnel ist 10.648 Meter lang und verbindet St. Anton am Arlberg mit Langen am Arlberg. Er wurde von 1880 bis 1884 gebaut, der Durchschlag gelang am 19. November 1883.
Eröffnet wurde er am 21. September 1884, das zweite Gleis folgte am 15. Juli 1885. Zwischen den Portalen liegen 86 Meter Höhenunterschied für eine natürliche Lüftung.
Durchbruch am Namenstag der Kaiserin
Der Durchstich gelang am 19. November 1883.
Das war der Namenstag von Kaiserin Elisabeth.
Ein Gedenkstein erinnerte lange an der Durchschlagstelle an diesen Moment.
Seit dem Jahr 2000 steht er im Bahnhof St. Anton.
Eröffnet im September 1884
Am 21. September 1884 wurde der Tunnel eröffnet.
Anfangs lag nur ein Gleis darin.
Der Verkehr entwickelte sich aber so gut, dass schon am 15. Juli 1885 das zweite Gleis folgte.
Der Tunnel war von Anfang an für zwei Gleise geplant.
Frischer Wind durch den Berg
Die Portale wurden so angelegt, dass zwischen ihnen 86 Meter Höhenunterschied liegen.
So sollte der meist vorherrschende Westwind den Tunnel auf natürliche Weise lüften.
An etwa 80 Tagen im Jahr herrschte jedoch Windstille.
Dann war die Luft voller Rauch der Dampflokomotiven.
Die Arlbergbahn
Die Arlbergbahn verbindet Innsbruck mit Bludenz in Vorarlberg.
Sie schließt an die Strecke aus Kufstein und an die Bahn nach Lindau an.
Damit ist sie eine wichtige West-Ost-Verbindung durch Österreich.
Auch Züge in die Schweiz nehmen diesen Weg.
35 Promille auf der Westrampe
Auf der Westrampe liegt die steilste Stelle der Bahn.
Dort beträgt das Gefälle 35 Promille.
Das bedeutet 35 Meter Höhenunterschied auf einem Kilometer.
Für schwere Züge ist das eine große Herausforderung.
Freudenfeuer in den Bergen
Die Entscheidung für den Bau wurde im Mai 1880 groß gefeiert.
Nachts brannten Freudenfeuer auf den Bergen Tirols und Vorarlbergs.
Am nächsten Tag feierte Innsbruck die Gesetze für den Bahnbau.
Die Bahn galt als großer Schritt für die ganze Region.
Eingleisige Abschnitte
Nicht die ganze Arlbergbahn ist zweigleisig.
Einige Abschnitte, etwa zwischen Klösterle und Bludenz, haben nur ein Gleis.
Das begrenzt die Zahl der Züge.
Der Tunnel selbst hat dagegen seit 1885 zwei Gleise.
Heute noch in Betrieb
Über 140 Jahre nach seiner Eröffnung fahren noch immer Züge durch den Arlbergtunnel.
Er wurde immer wieder modernisiert und sicherer gemacht.
Fernzüge verbinden durch ihn Wien mit Zürich.
Auch Güterzüge nehmen diesen Weg durch die Alpen.
Ein Tunnel für Ski und Sommer
St. Anton am Arlberg ist ein berühmter Wintersportort.
Viele Urlauber reisen mit der Bahn an und steigen direkt am Bahnhof aus.
Im Sommer lockt die Bergwelt Wanderer.
Der Tunnel macht diese Anreise bequem möglich.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
