Wie lang ist das Schienennetz Italiens?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen auf rund 20.000 Kilometern italienischer Schiene, von den Alpen bis hinunter nach Sizilien.“

Wie lang ist das Schienennetz Italiens?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das italienische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 20.181 Kilometer lang (Stand 2014). Etwa 13.045 Kilometer davon sind elektrifiziert, betrieben wird das nationale Netz von der staatlichen Rete Ferroviaria Italiana.

Italien ist ein langes, schmales Land, und seine Eisenbahn muss von den Alpen bis zur Stiefelspitze reichen.

Dazwischen liegen hohe Berge, lange Küsten und einige der ältesten Bahnstrecken Südeuropas.

Wie viele Kilometer Schiene dabei zusammenkommen, lässt sich erstaunlich genau beziffern.

Terminal Stazione Centrale di Milano By JW
Foto: Jacopo Werther, Public domain, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

20.181 km

Gesamtlänge des Netzes

nach CIA World Factbook, Stand 2014

13.045 km

davon elektrifiziert

rund 65 Prozent der Strecken

≈ 65 %

Elektrifizierungsgrad

der Rest wird mit Diesel gefahren

67 m/km²

Netzdichte

Streckenlänge je Quadratkilometer

1435 mm

Spurweite

europäische Normalspur

Quelle: CIA World Factbook, wiedergegeben in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz. Alle Zahlen gerundet.

Die große Zahl

Das italienische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 20.181 Kilometer lang.

Dieser Wert stammt aus dem Jahr 2014 und ist der letzte, der international einheitlich erfasst wurde.

Damit liegt Italien im europäischen Mittelfeld, deutlich hinter Deutschland und Frankreich.

Betrieben wird das nationale Netz heute von der Rete Ferroviaria Italiana.

Milano Centrale carrozza UIC X
Foto: Adamina, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Was dabei gezählt wird

Gezählt werden die Streckenkilometer des Eisenbahnnetzes, nicht die einzelnen Gleise.

Eine zweigleisige Strecke bringt also genauso viele Kilometer wie eine eingleisige.

U-Bahnen und Straßenbahnen in den Städten sind in dieser Zahl nicht enthalten.

So lassen sich die Netze verschiedener Länder überhaupt erst vergleichen.

Gut zu wissen

Die Ferrovie dello Stato wurden 1905 gegründet, als der Staat viele private Bahnen übernahm. Das Netz war damals rund 13.000 Kilometer lang und wuchs im 20. Jahrhundert deutlich.

Italo ist seit 2012 der erste private Konkurrent von Trenitalia im Hochgeschwindigkeitsverkehr und fährt auf demselben staatlichen Netz.

Wie viel davon elektrisch fährt

Rund 13.045 Kilometer des italienischen Netzes sind elektrifiziert.

Das sind etwa 65 Prozent der Strecken, auf dem Rest fahren Dieselzüge.

Die Hauptstrecken zwischen den großen Städten sind fast alle unter Fahrdraht.

Dieselbetrieb bleibt vor allem auf Nebenstrecken und im Süden übrig.

Wer das Netz betreibt

Für Gleise, Weichen und Signale ist die Rete Ferroviaria Italiana zuständig.

Sie gehört zum staatlichen Konzern Ferrovie dello Stato Italiane mit Sitz in Rom.

Auf diesem Netz fahren Trenitalia und private Anbieter wie die Schnellzüge von Italo.

Der Staat besitzt die Schiene, verschiedene Unternehmen nutzen sie gegen Entgelt.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecken

Zwischen Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel und Salerno verlaufen eigene Schnellfahrstrecken.

Auf ihnen fahren die roten Frecciarossa-Züge, die schnellsten Verbindungen des Landes.

Diese Alta-Velocità-Strecken haben Reisezeiten in Italien stark verkürzt.

Mailand und Rom liegen so nur noch rund drei Stunden auseinander.

Der Vergleich mit Deutschland

Das deutsche Schienennetz ist mit rund 39.773 Kilometern fast doppelt so lang.

Italien ist aber kleiner und schmaler, deshalb ist das Netz dichter gepackt, als die reine Zahl verrät.

Auf einen Quadratkilometer Land kommen in Italien rund 67 Meter Strecke.

Dieser Wert heißt Netzdichte und zeigt, wie fein ein Land erschlossen ist.

Die großen Knoten

Die wichtigsten Bahnhöfe sind Roma Termini, Milano Centrale und Napoli Centrale.

Roma Termini ist mit Abstand der größte und meistgenutzte Bahnhof des Landes.

Milano Centrale ist ein monumentaler Kopfbahnhof aus den 1930er Jahren.

An diesen Knoten bündeln sich Fern-, Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr.

Berge, Küsten und Tunnel

Italiens Geografie macht den Bahnbau aufwendig.

Die Alpen im Norden und der Apennin entlang der Halbinsel zwingen die Strecken durch viele Tunnel.

Entlang der Küsten verlaufen lange, zum Teil enge Trassen dicht am Meer.

Jeder Kilometer in den Bergen ist teurer und schwerer zu bauen als in der Ebene.

Normalspur wie in Mitteleuropa

Das italienische Netz hat die europäische Normalspur von 1435 Millimeter.

Dadurch können Züge ohne Umspuren bis nach Frankreich, in die Schweiz und nach Österreich fahren.

Nur einige Schmalspur- und Inselbahnen weichen davon ab.

Die einheitliche Spur ist eine Voraussetzung für den europäischen Fernverkehr.

Güter und Menschen

Das italienische Netz trägt vor allem den Personenverkehr.

Millionen Pendler nutzen täglich die Regionalzüge rund um Mailand, Rom und Neapel.

Der Güterverkehr spielt eine kleinere Rolle als in Deutschland.

Viele Waren laufen in Italien weiterhin über die Straße.

Ein Blick auf die Netzdichte

Mit rund 67 Metern Strecke je Quadratkilometer ist Italien gut erschlossen.

Dichter ist das Netz dort, wo viele Menschen wohnen, etwa in der Po-Ebene.

Dünner wird es in den Bergen und auf den Inseln.

Die Netzdichte sagt mehr über die Erschließung aus als die bloße Gesamtlänge.

Woher die Zahl kommt

Die Gesamtlänge wurde einst vom amerikanischen CIA World Factbook gesammelt.

Die deutschsprachige Wikipedia führt diese Werte in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz zusammen.

Weil solche Zahlen selten neu erhoben werden, ist 2014 oft der jüngste belastbare Stand.

Kleine Abweichungen zwischen Quellen sind normal, die Größenordnung bleibt stabil.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Schienennetz Italiens?
Nach dem CIA World Factbook rund 20.181 Kilometer (Stand 2014). Davon sind etwa 13.045 Kilometer elektrifiziert.
Wer betreibt das italienische Bahnnetz?
Die Rete Ferroviaria Italiana, eine Tochter des staatlichen Konzerns Ferrovie dello Stato Italiane. Auf dem Netz fahren Trenitalia und private Anbieter wie Italo.
Wie viel des Netzes ist elektrifiziert?
Rund 65 Prozent, etwa 13.045 von 20.181 Kilometern. Der Rest wird mit Dieselfahrzeugen bedient, vor allem auf Nebenstrecken.
Hat Italien Hochgeschwindigkeitszüge?
Ja. Auf eigenen Schnellfahrstrecken zwischen Turin, Mailand, Rom, Neapel und Salerno fahren die Frecciarossa-Züge und die privaten Italo-Züge.
Wie ist das im Vergleich zu Deutschland?
Das deutsche Netz ist mit rund 39.773 Kilometern fast doppelt so lang. Italien ist aber kleiner, daher ist die Netzdichte ähnlich hoch.

Weiterfahrt

→ Wie lang ist das Schienennetz Frankreichs? – der große Nachbar im Vergleich

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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