Ortstermin
„Bitte beachten: Hier endete einst der Orient-Express aus Paris, im Bahnhof Sirkeci in Istanbul.“
Ortstermin: Istanbul Sirkeci
→ Ein Ortstermin an der Schwelle zwischen Europa und Asien.
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Kurz gesagt
Istanbul Sirkeci war über Jahrzehnte der östliche Endpunkt des Orient-Express. Sein orientalischer Bau von 1890 steht am Ufer des Goldenen Horns.
Wer den berühmten Orient-Express zu Ende dachte, landete einst hier, am Bahnhof Sirkeci in Istanbul.
Der Bahnhof liegt auf der europäischen Seite der Stadt, dicht am Ufer des Goldenen Horns.
Sein Gebäude im orientalischen Stil erinnert bis heute an die große Zeit der Fernzüge.

Das Ende des Orient-Express
Sirkeci war über viele Jahrzehnte der östliche Endpunkt des Orient-Express.
In diesem Bahnhof endete die lange Reise von Paris bis an den Bosporus.
Reisende aus ganz Europa stiegen hier aus, um Istanbul zu betreten.
Damit verband der Bahnhof das westliche Europa mit dem Tor zum Orient.
Noch heute ist sein Name eng mit dem berühmten Zug verbunden.

Ein Bahnhof im orientalischen Stil
Eröffnet wurde der Bahnhof am 3. November 1890.
Entworfen hat ihn der preußische Architekt August Jasmund.
Das rund 1200 Quadratmeter große Gebäude gilt als berühmtes Beispiel des europäischen Orientalismus.
Hohe Fenster, helle Steine und feine Verzierungen prägen die Fassade.
So wirkt der Bahnhof zugleich europäisch und orientalisch.

Gut zu wissen
Sirkeci wurde am 3. November 1890 als östlicher Endpunkt des Orient-Express eröffnet und vom Architekten August Jasmund entworfen.
Der Kopfbahnhof hat vier Bahnsteige an sieben Gleisen und liegt am Ufer des Goldenen Horns.
Seit 2013 hält hier die Marmaray-Linie durch den Bosporus-Tunnel, und der historische Bau beherbergt ein Eisenbahnmuseum.
Der Orient-Express aus Paris
Der erste Orient-Express verließ Paris am 4. Oktober 1883 vom Gare de l’Est.
Die Strecke bis Istanbul war nach Angaben der Bahn rund 3100 Kilometer lang.
Die Fahrt dauerte in den Anfängen etwa 80 Stunden.
Der durchgehende Zug wurde 1977 eingestellt, die Verbindung endete endgültig 2009.
Doch der Mythos des Orient-Express lebt bis heute weiter.

Am Ufer des Goldenen Horns
Der Bahnhof steht an der Spitze der historischen Halbinsel von Istanbul.
Nur rund 200 Meter entfernt liegt der belebte Stadtteil Eminönü am Wasser.
Gleich dahinter beginnt das Goldene Horn, die geschwungene Bucht der Stadt.
In der Nähe erheben sich der Gülhane-Park und der Topkapi-Palast.
So liegt der Bahnhof mitten in der alten Pracht Istanbuls.

Vier Bahnsteige am Wasser
Der historische Bahnhof hat vier Bahnsteige an sieben Gleisen.
Drei Bahnsteige liegen ebenerdig, einer befindet sich unter der Erde.
Von hier fuhren einst die großen Fernzüge in Richtung Europa.
Die Gleise enden am Gebäude, denn Sirkeci ist ein Kopfbahnhof.
Am Wasser gelegen, war er lange das Tor der Stadt zur Eisenbahn.

Der Wandel durch Marmaray
Im Jahr 2013 veränderte das große Projekt Marmaray den Bahnhof.
Unter dem Bosporus entstand ein Eisenbahntunnel zwischen Europa und Asien.
Seitdem hält unter dem alten Bahnhof die moderne Marmaray-Linie.
Die internationalen Fernzüge von Sirkeci endeten im selben Jahr.
Der historische Bau dient heute vor allem als Denkmal und Nahverkehrsstation.

Das Eisenbahnmuseum im Bahnhof
Im Gebäude befindet sich seit 2005 ein kleines Eisenbahnmuseum.
Es zeigt Erinnerungsstücke aus der langen Geschichte der türkischen Bahn.
Alte Uhren, Lampen und Schilder erzählen vom Zeitalter der Dampfzüge.
Auch an den Orient-Express wird hier erinnert.
So bleibt die Geschichte des Bahnhofs für Besucher lebendig.

Rund um den Bahnhof
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum berühmten Gewürzbasar am Ufer.
Über die Galata-Brücke blickt man auf die Silhouette der Altstadt.
Hinauf führt der Weg zum Gülhane-Park und zum weitläufigen Topkapi-Palast.
Nicht weit entfernt stehen die Hagia Sophia und die Blaue Moschee.
So liegt rund um den Bahnhof das ganze historische Istanbul.

Ankommen in Istanbul
Ankommen in Istanbul heißt hier, aus einem Bahnhof voller Geschichte ins Gewimmel der Stadt zu treten.
Vor der Tür liegt sogleich das bunte Treiben am Goldenen Horn.
Fähren, Züge und Straßenbahnen kreuzen sich rund um den Bahnhof.
Nach wenigen Schritten steht man mitten in der alten Kaiserstadt.
Der Bahnhof Sirkeci bleibt dabei das steinerne Tor zwischen Europa und Asien.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Warum ist Sirkeci so berühmt?
Wann wurde der Bahnhof eröffnet?
Fährt der Orient-Express noch?
Welche Züge halten heute in Sirkeci?
Was kann man in der Nähe besichtigen?
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