Stimmt es, dass …?
„Von Meer zu Meer: 1938 verband die Trans-Iranische Bahn den Persischen Golf mit dem Kaspischen Meer.“
Stimmt es, dass die Trans-Iranische Bahn 1938 fertig war?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Die Trans-Iranische Eisenbahn wurde 1938 durchgehend eröffnet. Der Mythos stimmt, denn in jenem Jahr war die 1.394 Kilometer lange Strecke vom Persischen Golf bis zum Kaspischen Meer fertig.
Der Iran ist ein riesiges Land mit hohen Gebirgen.
Eine Bahn von Küste zu Küste galt lange als kaum machbar.
In den 1930er-Jahren wurde dieser Plan dennoch Wirklichkeit.

Die Fakten in Zahlen
1938
Fertigstellung
durchgehend eröffnet
26. Aug. 1938
Eröffnungstag
der gesamten Strecke
1.394 km
Länge
Persischer Golf bis Kaspisches Meer
1927
Baubeginn
unter Reza Schah
keine
Auslandskredite
finanziert über Steuern auf Zucker und Tee
seit 2021
UNESCO-Welterbe
ausgezeichnet als Meisterwerk
Quellen: englischsprachige Wikipedia „Trans-Iranian Railway“. Angaben gerundet.
Eine Bahn von Meer zu Meer
Der Iran grenzt im Süden an den Persischen Golf.
Im Norden liegt das Kaspische Meer.
Zwischen beiden erstrecken sich weite Ebenen und hohe Gebirge.
Eine Bahn sollte diese beiden Meere verbinden.
Das war ein gewaltiges Vorhaben.
Am Ende gelang es mit der Trans-Iranischen Eisenbahn.

Baubeginn 1927
Der Bau der Strecke begann im Jahr 1927.
Treibende Kraft war der damalige Herrscher Reza Schah.
Er wollte das Land mit moderner Technik ausstatten.
Die Eisenbahn war dabei sein größtes Projekt.
Über Jahre arbeiteten viele Menschen an der Strecke.
Der Weg durch die Berge war besonders schwierig.
Gut zu wissen
Die UNESCO nahm die Trans-Iranische Eisenbahn 2021 in die Liste des Welterbes auf und würdigte damit die Ingenieurskunst und den Bau mit eigenen Mitteln.
Die Endpunkte der Strecke tragen heute andere Namen als zur Eröffnung, liegen aber weiterhin am Persischen Golf und am Kaspischen Meer.
Fertig im Jahr 1938
Nach elf Jahren Bauzeit war es geschafft.
Am 26. August 1938 wurde die gesamte Strecke eröffnet.
Von da an fuhren Züge durchgehend von Küste zu Küste.
Das Jahr 1938 markiert die Fertigstellung.
Der lange Traum war damit Wirklichkeit geworden.
Der Iran hatte seine große Nord-Süd-Bahn.
Die gewaltige Strecke
Die Bahn war 1.394 Kilometer lang.
Sie begann an einem Hafen am Persischen Golf.
Von dort führte sie quer durch das Land nach Norden.
Unterwegs lagen Städte wie Ahvaz und Qom.
Am Ende erreichte sie einen Hafen am Kaspischen Meer.
So verband sie den Süden und den Norden des Landes.
Durch Berge und Tunnel
Die Strecke musste hohe Gebirge überwinden.
Dafür waren zahllose Tunnel nötig.
Auch hohe Brücken führten über tiefe Täler.
Die Bauarbeiten in den Bergen waren gefährlich.
Viele Abschnitte galten als technische Meisterleistung.
Gerade dieser Teil machte die Bahn weltberühmt.
Gebaut ohne Schulden im Ausland
Viele große Bahnen wurden mit ausländischen Krediten bezahlt.
Der Iran wollte das ausdrücklich vermeiden.
Die Strecke wurde mit eigenem Geld finanziert.
Dafür erhob der Staat Steuern, etwa auf Zucker und Tee.
So blieb das Land frei von fremden Schulden.
Das galt als Zeichen nationaler Stärke.
Ausländische Firmen bauen mit
Das Geld kam aus dem Inland, das Wissen oft aus dem Ausland.
Mehrere ausländische Firmen waren am Bau beteiligt.
Eine dänische Firma übernahm die Leitung großer Abschnitte.
Sie arbeitete schneller und günstiger als geplant.
So kamen einheimisches Geld und fremde Technik zusammen.
Dieses Zusammenspiel brachte die Bahn voran.
Ein Prestigeprojekt des Schahs
Für Reza Schah war die Bahn mehr als ein Verkehrsmittel.
Sie sollte den Iran als modernes Land zeigen.
Eine Strecke von Meer zu Meer war ein starkes Symbol.
Sie verband entfernte Landesteile miteinander.
Zugleich stärkte sie die Macht der Zentralregierung.
Die Bahn stand für den Aufbruch in eine neue Zeit.
Später immer weiter
Mit der Eröffnung 1938 war die Entwicklung nicht zu Ende.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Netz weiter.
Neue Strecken führten etwa nach Maschhad und Täbris.
Auch die Stadt Isfahan bekam einen Anschluss.
Aus der einen großen Linie wurde ein ganzes Netz.
Die Trans-Iranische Bahn blieb dabei das Rückgrat.
Das Fazit
Der Mythos stimmt.
Die Trans-Iranische Eisenbahn wurde 1938 durchgehend eröffnet.
Sie verband auf 1.394 Kilometern den Persischen Golf mit dem Kaspischen Meer.
Gebaut wurde sie ohne Kredite aus dem Ausland.
Seit 2021 gehört sie zum Welterbe der UNESCO.
Sie gilt als eine der großen Bahnleistungen des 20. Jahrhunderts.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
