Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen im Mutterland der Eisenbahn, auf rund 16.800 Kilometern britischer Schiene.“
Wie lang ist das Schienennetz Großbritanniens?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Schienennetz des Vereinigten Königreichs ist nach dem CIA World Factbook rund 16.837 Kilometer lang (Stand 2015). Nur etwa 5.357 Kilometer davon sind elektrifiziert, und früher war das Netz mit rund 34.000 Kilometern fast doppelt so lang.
In Großbritannien fuhr schon 1825 eine der ersten öffentlichen Eisenbahnen der Welt.
Das Land gilt als Mutterland der Eisenbahn und hatte einst ein riesiges Streckennetz.
Heute ist davon noch rund die Hälfte übrig, und ein überraschend kleiner Teil fährt elektrisch.

Die wichtigsten Zahlen
16.837 km
Gesamtlänge des Netzes
nach CIA World Factbook, Stand 2015
5.357 km
davon elektrifiziert
nur rund ein Drittel
≈ 34.000 km
historischer Höchststand
vor den Beeching-Kürzungen
1435 mm
Spurweite
die hier erfundene Normalspur
69 m/km²
Netzdichte
dicht erschlossenes Land
Quelle: CIA World Factbook, wiedergegeben in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz. Der Höchststand ist dort als Bemerkung vermerkt. Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Das Schienennetz des Vereinigten Königreichs ist nach dem CIA World Factbook rund 16.837 Kilometer lang.
Der Wert stammt aus dem Jahr 2015.
Der weitaus größte Teil liegt in Großbritannien und wird von Network Rail betrieben.
Nordirland hat ein eigenes, kleineres Netz mit anderer Spurweite.

Der Höchststand und die Beeching-Axt
Früher war das britische Netz mit rund 34.000 Kilometern fast doppelt so lang.
In den 1960er Jahren empfahl ein Bericht von Richard Beeching massive Stilllegungen.
In den Folgejahren verschwanden teils mehr als 1.000 Kilometer Strecke pro Jahr.
Ganze Regionen verloren damals ihren Bahnanschluss.
Gut zu wissen
1825 fuhr die Stockton and Darlington Railway als eine der ersten öffentlichen Dampfeisenbahnen der Welt. 1830 folgte die Linie zwischen Liverpool und Manchester.
Die Beeching-Kürzungen der 1960er Jahre gelten bis heute als Einschnitt. Ihr Name geht auf Richard Beeching zurück, den damaligen Chef von British Railways.
Erstaunlich wenig Fahrdraht
Nur rund 5.357 Kilometer des Netzes sind elektrifiziert.
Das ist etwa ein Drittel, ein für ein reiches Land niedriger Wert.
Auf vielen Hauptstrecken fahren noch Dieselzüge.
Die Elektrifizierung weiterer Strecken wird seit Jahren diskutiert.
Die Normalspur stammt von hier
Die europäische Normalspur von 1435 Millimetern wurde in England festgelegt.
Der Ingenieur George Stephenson baute seine frühen Bahnen in dieser Weite.
Von dort breitete sie sich über fast die ganze Welt aus.
Großbritannien hat sein Netz bis heute in dieser Spur.
Wer das Netz betreibt
Die Gleise in Großbritannien gehören dem Unternehmen Network Rail.
Es arbeitet ohne Gewinnabsicht und ist der Nachfolger der alten British Rail.
Network Rail besitzt Gleise, Signale, Tunnel, Brücken und die meisten großen Bahnhöfe.
Die Züge selbst fahren viele verschiedene Betreiber.
Vereinigtes Königreich und Großbritannien
Die Zahl des Factbooks umfasst das gesamte Vereinigte Königreich.
Der größte Teil davon ist die Insel Großbritannien mit England, Schottland und Wales.
Nordirland hat ein eigenes Netz mit der breiteren irischen Spur von 1600 Millimetern.
Dieses Netz ist klein und nicht direkt mit dem britischen verbunden.
Viele Betreiber auf einem Netz
Seit den 1990er Jahren ist der britische Bahnverkehr privatisiert.
Zahlreiche Bahngesellschaften fahren im Auftrag auf dem Netz von Network Rail.
Die Fahrgäste erleben dadurch viele verschiedene Namen und Farben.
Die Schiene selbst bleibt dabei in einer Hand.
Die großen Knoten
London hat gleich mehrere große Kopfbahnhöfe wie Waterloo, Paddington und King’s Cross.
Sie verteilen den Verkehr in die verschiedenen Himmelsrichtungen.
Außerhalb Londons sind Birmingham, Manchester und Edinburgh wichtige Knoten.
London Waterloo gehört zu den meistgenutzten Bahnhöfen Europas.
Der Vergleich mit Deutschland
Das deutsche Netz ist mit rund 39.773 Kilometern mehr als doppelt so lang.
Großbritannien ist aber kleiner, deshalb ist das Netz dichter gepackt.
Auf einen Quadratkilometer kommen rund 69 Meter Strecke.
Das ist ein ähnlich hoher Wert wie in Deutschland.
Warum so viel verschwand
In den 1950er Jahren wuchs der Straßenverkehr stark.
Die Bahn machte Verluste, und viele Nebenstrecken galten als unrentabel.
Der Beeching-Bericht sollte das Netz schrumpfen und billiger machen.
Heute werden einzelne stillgelegte Strecken wieder eröffnet.
Woher die Zahl kommt
Die Gesamtlänge geht auf das amerikanische CIA World Factbook zurück.
Die deutschsprachige Wikipedia führt die Werte in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz zusammen.
Dort ist auch der historische Höchststand als Bemerkung vermerkt.
Der jüngste Stand ist das Jahr 2015.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Schienennetz Großbritanniens?
War das Netz früher länger?
Warum ist so wenig elektrifiziert?
Wer betreibt das britische Netz?
Kommt die Normalspur aus Großbritannien?
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