Wie lang ist das Schienennetz Großbritanniens?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen im Mutterland der Eisenbahn, auf rund 16.800 Kilometern britischer Schiene.“

Wie lang ist das Schienennetz Großbritanniens?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Schienennetz des Vereinigten Königreichs ist nach dem CIA World Factbook rund 16.837 Kilometer lang (Stand 2015). Nur etwa 5.357 Kilometer davon sind elektrifiziert, und früher war das Netz mit rund 34.000 Kilometern fast doppelt so lang.

In Großbritannien fuhr schon 1825 eine der ersten öffentlichen Eisenbahnen der Welt.

Das Land gilt als Mutterland der Eisenbahn und hatte einst ein riesiges Streckennetz.

Heute ist davon noch rund die Hälfte übrig, und ein überraschend kleiner Teil fährt elektrisch.

Paddington station MMB 53
Foto: mattbuck, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

16.837 km

Gesamtlänge des Netzes

nach CIA World Factbook, Stand 2015

5.357 km

davon elektrifiziert

nur rund ein Drittel

≈ 34.000 km

historischer Höchststand

vor den Beeching-Kürzungen

1435 mm

Spurweite

die hier erfundene Normalspur

69 m/km²

Netzdichte

dicht erschlossenes Land

Quelle: CIA World Factbook, wiedergegeben in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz. Der Höchststand ist dort als Bemerkung vermerkt. Zahlen gerundet.

Die große Zahl

Das Schienennetz des Vereinigten Königreichs ist nach dem CIA World Factbook rund 16.837 Kilometer lang.

Der Wert stammt aus dem Jahr 2015.

Der weitaus größte Teil liegt in Großbritannien und wird von Network Rail betrieben.

Nordirland hat ein eigenes, kleineres Netz mit anderer Spurweite.

Paddington station MMB 58
Foto: mattbuck, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Höchststand und die Beeching-Axt

Früher war das britische Netz mit rund 34.000 Kilometern fast doppelt so lang.

In den 1960er Jahren empfahl ein Bericht von Richard Beeching massive Stilllegungen.

In den Folgejahren verschwanden teils mehr als 1.000 Kilometer Strecke pro Jahr.

Ganze Regionen verloren damals ihren Bahnanschluss.

Gut zu wissen

1825 fuhr die Stockton and Darlington Railway als eine der ersten öffentlichen Dampfeisenbahnen der Welt. 1830 folgte die Linie zwischen Liverpool und Manchester.

Die Beeching-Kürzungen der 1960er Jahre gelten bis heute als Einschnitt. Ihr Name geht auf Richard Beeching zurück, den damaligen Chef von British Railways.

Erstaunlich wenig Fahrdraht

Nur rund 5.357 Kilometer des Netzes sind elektrifiziert.

Das ist etwa ein Drittel, ein für ein reiches Land niedriger Wert.

Auf vielen Hauptstrecken fahren noch Dieselzüge.

Die Elektrifizierung weiterer Strecken wird seit Jahren diskutiert.

Die Normalspur stammt von hier

Die europäische Normalspur von 1435 Millimetern wurde in England festgelegt.

Der Ingenieur George Stephenson baute seine frühen Bahnen in dieser Weite.

Von dort breitete sie sich über fast die ganze Welt aus.

Großbritannien hat sein Netz bis heute in dieser Spur.

Wer das Netz betreibt

Die Gleise in Großbritannien gehören dem Unternehmen Network Rail.

Es arbeitet ohne Gewinnabsicht und ist der Nachfolger der alten British Rail.

Network Rail besitzt Gleise, Signale, Tunnel, Brücken und die meisten großen Bahnhöfe.

Die Züge selbst fahren viele verschiedene Betreiber.

Vereinigtes Königreich und Großbritannien

Die Zahl des Factbooks umfasst das gesamte Vereinigte Königreich.

Der größte Teil davon ist die Insel Großbritannien mit England, Schottland und Wales.

Nordirland hat ein eigenes Netz mit der breiteren irischen Spur von 1600 Millimetern.

Dieses Netz ist klein und nicht direkt mit dem britischen verbunden.

Viele Betreiber auf einem Netz

Seit den 1990er Jahren ist der britische Bahnverkehr privatisiert.

Zahlreiche Bahngesellschaften fahren im Auftrag auf dem Netz von Network Rail.

Die Fahrgäste erleben dadurch viele verschiedene Namen und Farben.

Die Schiene selbst bleibt dabei in einer Hand.

Die großen Knoten

London hat gleich mehrere große Kopfbahnhöfe wie Waterloo, Paddington und King’s Cross.

Sie verteilen den Verkehr in die verschiedenen Himmelsrichtungen.

Außerhalb Londons sind Birmingham, Manchester und Edinburgh wichtige Knoten.

London Waterloo gehört zu den meistgenutzten Bahnhöfen Europas.

Der Vergleich mit Deutschland

Das deutsche Netz ist mit rund 39.773 Kilometern mehr als doppelt so lang.

Großbritannien ist aber kleiner, deshalb ist das Netz dichter gepackt.

Auf einen Quadratkilometer kommen rund 69 Meter Strecke.

Das ist ein ähnlich hoher Wert wie in Deutschland.

Warum so viel verschwand

In den 1950er Jahren wuchs der Straßenverkehr stark.

Die Bahn machte Verluste, und viele Nebenstrecken galten als unrentabel.

Der Beeching-Bericht sollte das Netz schrumpfen und billiger machen.

Heute werden einzelne stillgelegte Strecken wieder eröffnet.

Woher die Zahl kommt

Die Gesamtlänge geht auf das amerikanische CIA World Factbook zurück.

Die deutschsprachige Wikipedia führt die Werte in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz zusammen.

Dort ist auch der historische Höchststand als Bemerkung vermerkt.

Der jüngste Stand ist das Jahr 2015.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Schienennetz Großbritanniens?
Das Netz des Vereinigten Königreichs ist nach dem CIA World Factbook rund 16.837 Kilometer lang (Stand 2015). Davon sind nur etwa 5.357 Kilometer elektrifiziert.
War das Netz früher länger?
Ja, deutlich. Vor den Beeching-Kürzungen der 1960er Jahre war es mit rund 34.000 Kilometern fast doppelt so lang.
Warum ist so wenig elektrifiziert?
Nur rund ein Drittel der Strecken hat Fahrdraht. Viele Hauptstrecken fahren noch mit Diesel, eine weitere Elektrifizierung wird seit Jahren diskutiert.
Wer betreibt das britische Netz?
Network Rail, ein nicht gewinnorientiertes Unternehmen und Nachfolger von British Rail. Es besitzt Gleise, Signale und die meisten großen Bahnhöfe.
Kommt die Normalspur aus Großbritannien?
Ja. Die Spurweite von 1435 Millimetern wurde hier festgelegt und von George Stephenson verbreitet. Heute ist sie weltweit Standard.

Weiterfahrt

→ Wie lang ist das Londoner U-Bahn-Netz? – die älteste U-Bahn der Welt

→ Wie lang ist das Schienennetz Frankreichs? – der Nachbar auf dem Festland

→ Welches Land hat das längste Schienennetz? – die Rangliste der Welt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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