Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Taipeh, wo in der U-Bahn weder gegessen noch getrunken wird.“
Wie lang ist das Netz der Taipei-Metro?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Metro von Taipeh ist rund 138 Kilometer lang und besteht aus fünf Linien mit 118 Stationen. Erst 1996 eröffnet, befördert sie heute gut zwei Millionen Fahrgäste am Tag.
Taipeh, die Hauptstadt Taiwans, war lange berüchtigt für ihren dichten Verkehr aus Autos und Rollern.
Dann kam 1996 die Metro, und die Stadt veränderte sich im Eiltempo.
Heute ist das Netz überschaubar lang, aber eines der saubersten und pünktlichsten der Welt.

Die wichtigsten Zahlen
138,3 km
Streckennetz
fünf Linien
118
Stationen
Stand 2025
≈ 2,1 Mio.
Fahrgäste täglich
Stand 2025
1996
Eröffnung
am 28. März
Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2025; durch Verlängerungen und neue Linien wächst das Netz weiter.
138 Kilometer durch Taiwans Hauptstadt
Das Streckennetz der Taipei-Metro misst rund 138 Kilometer.
Es verteilt sich auf fünf Linien, die den Kessel von Taipeh und seine Nachbarstädte verbinden.
Ein großer Teil verläuft unterirdisch, einige Abschnitte sind aufgeständert.
Für eine Metropolregion dieser Größe ist das ein kompaktes, aber sehr dichtes Netz.

Jung, aber stark genutzt
Die erste Linie ging erst 1996 in Betrieb, viele Jahrzehnte nach den großen Metros Europas.
Trotzdem fahren heute gut zwei Millionen Menschen pro Tag mit.
Das zeigt, wie schnell eine Stadt eine neue Bahn annehmen kann.
Taipeh gilt deshalb als Musterbeispiel für einen rasch aufgebauten Nahverkehr.
Gut zu wissen
Betreiber ist die Taipei Rapid Transit Corporation, an der die Stadt Taipeh die Mehrheit hält.
Die Züge gelten als sehr pünktlich und fahren in der Hauptverkehrszeit in dichtem Takt.
Fünf Linien und 118 Stationen
Das Netz besteht aus fünf Hauptlinien, die sich im Zentrum mehrfach kreuzen.
Insgesamt gibt es 118 Stationen (Stand 2025).
An den großen Knoten lassen sich die Linien bequem und kurz umsteigen.
Die Stationen sind einheitlich gestaltet und leicht zu finden.
Eine fahrerlose Linie machte den Anfang
Die allererste Strecke von 1996 war eine fahrerlose Kleinprofilbahn, die Wenhu-Linie.
Ihre kleinen, automatisch gesteuerten Züge fahren bis heute ohne Personal.
Die späteren Linien sind klassische Vollbahnen mit größeren Zügen.
So mischen sich im Netz zwei recht unterschiedliche Bahntypen.
Essen und Trinken sind verboten
In der Taipei-Metro gilt ein striktes Verbot von Essen und Trinken.
Wer dagegen verstößt, muss mit einem spürbaren Bußgeld rechnen.
Die Regel ist einer der Gründe, warum das Netz als außergewöhnlich sauber gilt.
Für viele Besucher ist genau das der erste bleibende Eindruck.
Bezahlt wird mit der EasyCard
Die meisten Fahrgäste nutzen die kontaktlose EasyCard.
Mit ihr lassen sich auch Busse, Leihräder und viele Geschäfte bezahlen.
Das hält die Durchgänge an den Sperren frei und beschleunigt den Zugang.
Bargeld spielt im Alltag der Metro kaum noch eine Rolle.
Warum Taipeh die Bahn so dringend brauchte
Vor der Metro verstopften Autos und unzählige Motorroller die engen Straßen der Stadt.
Der Talkessel, in dem Taipeh liegt, hält schlechte Luft zudem lange fest.
Eine leistungsfähige Bahn war daher nicht nur Komfort, sondern eine Frage der Lebensqualität.
Mit jeder neuen Linie wurde es oberirdisch ein Stück ruhiger.
Das Netz wächst weiter
Mehrere Verlängerungen und neue Linien sind im Bau oder in Planung.
Eine teils ringförmige Linie soll die äußeren Bezirke besser verbinden.
Damit wird aus dem sternförmigen Netz nach und nach ein engeres Geflecht.
Die heutige Länge ist also nur eine Zwischenstufe.
Im Vergleich mit anderen Metros
Mit 138 Kilometern liegt Taipeh über der Metro Mailand mit knapp 112 Kilometern und klar über Rom mit 62.
An die ganz großen Netze Ostasiens reicht es nicht heran, dafür ist es noch zu jung.
Gemessen am Alter von erst wenigen Jahrzehnten ist das Wachstum dennoch beachtlich.
Taipeh zeigt, wie schnell ein modernes Netz entstehen kann.
Was die Länge nicht zeigt
Die reine Kilometerzahl verrät nichts über Takt, Sauberkeit und Pünktlichkeit.
Genau dort aber punktet Taipeh im weltweiten Vergleich besonders.
Auch die enge Verzahnung mit Bussen und Leihrädern bleibt in der Länge unsichtbar.
Ein Netz ist eben mehr als die Summe seiner Kilometer.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Netz der Taipei-Metro?
Wie viele Stationen hat die Taipei-Metro?
Seit wann fährt die Metro in Taipeh?
Wie viele Menschen nutzen die Metro täglich?
Darf man in der Taipei-Metro essen?
Weiterfahrt
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