Sollten Auszubildende kostenlos Bahn fahren?

Standpunkt

„Morgens in den Betrieb, mittags zur Berufsschule, abends nach Hause, und jede Fahrt kostet Geld.“

Sollten Auszubildende kostenlos Bahn fahren?

→ Ein Standpunkt mit Pro und Contra.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Freie Fahrt für Auszubildende würde junge Menschen entlasten und Fachkräfte locken, doch die Kosten und die Gerechtigkeit gegenüber anderen sind zu bedenken.

Auszubildende verdienen oft nur wenig Geld.

Trotzdem pendeln viele zwischen Betrieb und Berufsschule.

Sollten sie Bus und Bahn kostenlos nutzen dürfen?

Bahnhof Bad Zwischenahn, Ausgang Gleis 3 (2023)
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Viele Wege, wenig Lohn

Eine Ausbildung bringt oft weite Wege mit sich.

Betrieb und Berufsschule liegen nicht immer am selben Ort.

Die Fahrtkosten fressen einen großen Teil des Lohns.

Für manche wird das zur echten Last.

2023 07 13 Bahnhof Verden 01
Foto: Bärbel Miemietz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gleiches Recht wie Studierende

Studierende fahren oft mit einem günstigen Semesterticket.

Auszubildende haben nicht überall ein vergleichbares Angebot.

In manchen Ländern gibt es schon eigene Azubi-Tickets.

Eine bundesweite Freifahrt würde alle gleichstellen.

Ein Plus für Betriebe

Viele Betriebe suchen dringend Nachwuchs.

Freie Fahrt macht eine Ausbildung attraktiver.

Auch Stellen in anderen Orten werden erreichbar.

So finden Betriebe und junge Leute leichter zusammen.

Die Frage der Kosten

Jemand muss die freie Fahrt bezahlen.

Das wären am Ende Steuerzahler oder Betriebe.

Auch andere Menschen mit wenig Geld wünschen sich Hilfe.

Die Gerechtigkeit will darum gut bedacht sein.

Wo kein Bus fährt

Auf dem Land nützt ein Ticket nur, wenn es Verbindungen gibt.

Dort fahren viele Auszubildende trotzdem mit dem Roller oder Auto.

Freie Fahrt allein löst dieses Problem nicht.

Das Angebot muss mitwachsen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Pro und Contra

Dafür

+  Auszubildende werden spürbar entlastet.

+  Weite Wege zur Berufsschule werden bezahlbar.

+  Sie würden mit Studierenden gleichgestellt.

+  Eine Ausbildung wird attraktiver.

+  Betriebe finden leichter Nachwuchs.

+  Junge Menschen gewöhnen sich früh an Bus und Bahn.

Dagegen

−  Die freie Fahrt kostet viel Geld.

−  Andere Geringverdiener gehen leer aus.

−  Günstige Pauschaltickets gibt es bereits.

−  Betriebe könnten die Kosten auch selbst übernehmen.

−  Auf dem Land fehlt oft das Angebot.

−  Freie Fahrt allein löst keine Verkehrsprobleme.

Zum Weiterdenken

Freie Fahrt wirkt nur mit Angebot. Wo Busse und Bahnen fahren, entlastet sie junge Menschen stark, wo nicht, braucht es zuerst bessere Verbindungen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Unterm Strich

Freie Fahrt würde Auszubildende spürbar entlasten.

Sie macht die Ausbildung attraktiver.

Kosten und Gerechtigkeit sind aber zu bedenken.

Ohne gutes Angebot auf dem Land bleibt sie Stückwerk.

Weiterfahrt

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →