Papiertickets abschaffen – nur noch digital? Pro und Contra

Bahn-Slam · Standpunkt

„Sehr geehrte Fahrgäste, bitte halten Sie Ihr Handyticket bereit. Papierfahrkarten gibt es hier nicht mehr.“

Papiertickets abschaffen – nur noch digital?

→ Das Deutschlandticket ist digital, die App kann alles. Braucht es das Papier noch?

Lesezeit: 7 Minuten · Digital & Service

Worum es geht

Immer mehr Fahrkarten sind digital: gebucht in der App, gespeichert auf dem Handy. Das Deutschlandticket gibt es standardmäßig nur noch digital. Manche wollen den nächsten Schritt gehen und das Papierticket ganz abschaffen – das spart Automaten, Personal und Papier. Andere warnen: Wer kein Smartphone hat, bliebe außen vor. Soll die Bahn komplett digital werden?

Ein Ticket war früher ein Stück Papier, das man in der Hand hielt. Heute ist es oft nur noch ein QR-Code auf dem Display.

Die Bahn treibt das voran: buchen, speichern, vorzeigen – alles per App.

Der letzte Schritt wäre, das Papier ganz abzuschaffen. Eine gute Idee?

Fahrkartenautomat der Bahn
Foto: Kritzolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wohin die Reise geht

Ein großer Teil der Tickets wird längst online gekauft. Das Deutschlandticket ist von vornherein digital angelegt.

Digitale Tickets sind günstiger in der Abwicklung, lassen sich schnell ändern und erschweren Fälschungen.

Die, die zurückbleiben

Doch nicht alle haben ein Smartphone oder kommen mit Apps zurecht – gerade ältere Menschen nicht.

Und ein leerer Akku oder fehlendes Netz am Bahnsteig kann aus einem gültigen Ticket ein Problem machen.

Die Argumente

Dafür

+  Günstiger: Digitale Tickets sparen Automaten, Druck und Personal – das entlastet die Kosten.

+  Flexibel: In Sekunden gebucht, geändert oder erstattet, ohne Weg zum Schalter.

+  Weniger Betrug: Ein digitales Ticket lässt sich schlechter fälschen als ein Stück Papier.

+  Umwelt: Kein Papier, keine Wege zum Automaten – ein kleiner, aber echter Vorteil.

Dagegen

  Ausgrenzung: Wer kein Smartphone hat oder es nicht bedienen kann, wird abgehängt.

  Technik-Risiko: Leerer Akku, kaputtes Display oder kein Netz – und das Ticket ist plötzlich weg.

  Datenschutz: Rein digitale Tickets hinterlassen Datenspuren, Bargeld am Automaten nicht.

  Zwang: Nicht jeder will alles per App und Konto regeln müssen.

So reist man heute ohne Papier

Digitale Tickets kauft man in der App oder online und zeigt sie bei der Kontrolle auf dem Handy vor – oft als QR-Code. Wichtig: das Ticket vor der Fahrt herunterladen, damit es auch ohne Netz verfügbar ist, und auf genug Akku achten. Wer kein Smartphone nutzt, kann viele Tickets weiterhin am Automaten oder im Reisezentrum kaufen – noch.

Und nun?

Der Weg ins Digitale ist richtig und nicht aufzuhalten – er macht vieles einfacher und günstiger.

Das Papier komplett abzuschaffen, wäre aber ein Fehler, solange nicht alle mitkönnen.

Eine gute Bahn ist für alle da: digital als Standard, ja – aber mit einem einfachen, papierbasierten Weg für die, die ihn brauchen. Niemand sollte vom Zug ausgeschlossen werden, nur weil ihm ein Smartphone fehlt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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