Wiesbaden Hauptbahnhof: neobarocker Kopfbahnhof von 1906 – ein Ortstermin

Bahn-Slam · Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Endstation Wiesbaden Hauptbahnhof. Bitte alle aussteigen – hier ist Schluss.“

Wiesbaden Hauptbahnhof: Prunk für die Kurstadt

→ Ein Kopfbahnhof wie ein Schloss – gebaut für Kaiser und Kurgäste.

Lesezeit: 7 Minuten · Ortstermin · Wiesbaden

Kurz gesagt

Der Wiesbadener Hauptbahnhof ist ein Kopfbahnhof von 1906, errichtet in prunkvollen neobarocken Formen. Er sollte der Weltkurstadt und ihrem kaiserlichen Gast würdig sein. Zehn Gleise unter fünf Bahnsteighallen, täglich über 40.000 Reisende.

Neobarockes Empfangsgebäude des Wiesbadener Hauptbahnhofs
Foto: Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Manche Bahnhöfe sehen aus wie Zweckbauten. Der Wiesbadener sieht aus wie ein Schloss.

Das ist kein Zufall: Er wurde für eine Stadt gebaut, die um 1900 zu den mondänsten Kurorten der Welt zählte.

Ein Bahnhof für die Weltkurstadt

Errichtet von 1904 bis 1906 nach Plänen von Fritz Klingholz, sollte der Bahnhof dem Repräsentationsbedürfnis Wiesbadens entsprechen – und dem Kaiser, der alljährlich zur Kur anreiste.

Er löste gleich drei ältere Bahnhöfe ab. Eröffnet wurde er am 15. November 1906; der erste Zug fuhr nachts um 2:23 Uhr ein.

Eingang des Wiesbadener Hauptbahnhofs
Foto: Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein klassischer Kopfbahnhof

Wiesbaden ist ein Kopfbahnhof: Die Gleise enden hier, die Züge müssen zum Weiterfahren die Richtung wechseln.

Sechs Bahnsteige mit insgesamt zehn Gleisen liegen unter fünf verbundenen Hallen, zusammengefasst durch einen Querbahnsteig. Über 40.000 Reisende nutzen den Bahnhof täglich.

Regionalzug im Wiesbadener Hauptbahnhof
Foto: ManuelB701, CC0, via Wikimedia Commons

Wiesbaden Hbf in Zahlen

1906

Eröffnung

Bauzeit 1904–1906

10

Gleise

an sechs Bahnsteigen

>40.000

Reisende pro Tag

Platz 2 in Hessen

3

alte Bahnhöfe

wurden zusammengelegt

Quellen: Wikipedia (Wiesbaden Hauptbahnhof), Structurae.

Nach Frankfurt ist Wiesbaden der meistgenutzte Bahnhof Hessens.

Prunk, der geblieben ist

Der neobarocke Bau mit seinem markanten Uhrturm hat die Zeiten überdauert. Bis heute empfängt er Reisende mit einer Geste, die an die große Zeit der Kurstadt erinnert.

Wer hier ankommt, tritt nicht einfach aus einem Bahnhof – sondern aus einem Stück Geschichte.

Bahnsteighalle im Wiesbadener Hauptbahnhof
Foto: Matti Blume, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen zu Wiesbaden Hbf

Warum ist der Wiesbadener Hauptbahnhof so prunkvoll?
Er wurde um 1906 für die damalige Weltkurstadt Wiesbaden gebaut – repräsentativ genug auch für Kaiser Wilhelm II., der regelmäßig zur Kur kam.
Was ist ein Kopfbahnhof?
Ein Bahnhof, in dem die Gleise enden. Züge fahren vorne hinein und müssen zum Weiterfahren die Richtung wechseln. Wiesbaden ist so ein Bahnhof.
Wie viele Gleise hat der Bahnhof?
Zehn Gleise an sechs Bahnsteigen, überdacht von fünf verbundenen Bahnsteighallen und verbunden durch einen Querbahnsteig.
Wie viele Menschen nutzen ihn?
Täglich über 40.000 Reisende. Damit ist Wiesbaden nach Frankfurt der meistgenutzte Bahnhof in Hessen.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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