Bahn-Slam · Ortstermin
„Endstation Frankfurt. Sehr geehrte Fahrgäste, hier enden und beginnen mehr Züge als irgendwo sonst in Deutschland.“
Ortstermin: Frankfurt (Main) Hauptbahnhof
→ Über tausend Züge am Tag, fünf gewaltige Hallen, ein Kopfbahnhof als Prellbock der Republik.
Lesezeit: 8 Minuten · Ortstermin · Frankfurt am Main
Kurz gesagt
Der Frankfurter Hauptbahnhof ist der Bahnhof mit den meisten Zügen in Deutschland: An Spitzentagen fahren rund 1.170 Züge ein und aus, dazu kommen fast eine halbe Million Reisende täglich. Eröffnet wurde er 1888, und bis heute ist er ein Kopfbahnhof – die Züge fahren vorn hinein und müssen rückwärts wieder heraus. Fünf mächtige Bahnsteighallen aus Stahl und Glas überspannen 25 Fernbahngleise. Genau diese Kopfform macht ihn zum Nadelöhr – ein geplanter Fernbahntunnel soll ihn eines Tages entlasten.
Man tritt aus dem Zug und blickt in eine Kathedrale aus Stahl und Glas.
Fünf riesige Hallen spannen sich über die Gleise, darunter drängen sich Reisende aus aller Welt.
Der Frankfurter Hauptbahnhof ist einer der größten Kopfbahnhöfe Europas – und der Bahnhof, durch den in Deutschland die meisten Züge rollen.
Gebaut wurde er, als die Eisenbahn noch das Wunder des Jahrhunderts war.

Der Bahnhof mit den meisten Zügen
An einem starken Tag fahren rund 1.170 Züge in Frankfurt ein und aus.
Das ist deutschlandweit Spitze – kein anderer Bahnhof wird von so vielen Zügen bedient.
Dazu kommen fast eine halbe Million Reisende täglich, die hier ein-, aus- und vor allem umsteigen.
Frankfurt liegt in der Mitte des Landes und der Fernstrecken – fast jeder, der quer durch Deutschland fährt, kommt hier einmal durch.
Der Bahnhof in Zahlen
≈ 1.170
Züge am Spitzentag
die meisten in Deutschland
≈ 493.000
Reisende pro Tag
einer der größten Knoten des Landes
1888
Eröffnung
als „Centralbahnhof Frankfurt“
25
Fernbahngleise
dazu vier S-Bahn-Gleise im Tiefbahnhof
5
Bahnsteighallen
aus Stahl und Glas, je 186 m lang
3,6 Mrd €
geplanter Fernbahntunnel
soll den Kopfbahnhof entlasten
Quelle: Wikipedia „Frankfurt (Main) Hauptbahnhof“. Reisendenzahl 2019, Zahlen gerundet.

Schön, aber ein Nadelöhr
Frankfurt ist ein Kopfbahnhof: Die Gleise enden an einem Prellbock, die Züge fahren vorn hinein und müssen rückwärts wieder heraus.
Das kostet Zeit – der Lokführer muss ans andere Ende des Zuges wechseln, ehe es weitergeht.
Bei über tausend Zügen am Tag summiert sich das zu einem echten Engpass.
Deshalb ist ein Fernbahntunnel geplant, durch den Züge künftig unterirdisch durchfahren könnten, statt zu wenden. Kosten: rund 3,6 Milliarden Euro.

Kopfbahnhof oder Durchgangsbahnhof?
Ein Durchgangsbahnhof – wie Hamburg – hat durchgehende Gleise: Der Zug hält und fährt in dieselbe Richtung weiter.
Ein Kopfbahnhof – wie Frankfurt, München oder Leipzig – ist eine Sackgasse: schön anzusehen, aber langsam im Betrieb.
Genau darum drehen sich viele Umbaupläne der Bahn: aus Sackgassen Durchfahrten zu machen.
Wenn Sie dort sind
Bleiben Sie kurz am Prellbock stehen und schauen Sie in die Hallen – die Stahlbögen von 1888 sind ein Stück Industriegeschichte.
Zum Umsteigen sollten Sie Zeit einplanen: Bei diesem Andrang ist der Weg von Gleis zu Gleis weiter, als er aussieht.
Und wer Züge mag, ist hier im Paradies: Nirgends sonst fahren am Tag so viele verschiedene ein und aus.
Häufige Fragen zum Frankfurter Hauptbahnhof
Ist Frankfurt der größte Bahnhof Deutschlands?
Wie viele Reisende hat der Bahnhof?
Was ist ein Kopfbahnhof?
Warum ist der Bahnhof ein Engpass?
Wann wurde er gebaut?
Was soll der Fernbahntunnel bringen?
Quellen
Wikipedia: „Frankfurt (Main) Hauptbahnhof“ – Zugzahl am Spitzentag, Reisendenzahl (2019), Eröffnung 1888, 25 Fernbahngleise, fünf Bahnsteighallen, geplanter Fernbahntunnel.
Stand: September 2026. Zahlen gerundet.
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Hamburg Hauptbahnhof – der vollste – aber ein Durchgangsbahnhof
→ Ortstermin: Leipzig Hauptbahnhof – der größte Kopfbahnhof Europas
→ Wie viele Bahnhöfe hat Deutschland? – die 5.400 in Zahlen
