Ortstermin
„Dieser Bahnhof hat zwei Empfangsgebäude, aber nur noch zwei von vier Streckenästen.“
Der Bahnhof Wittstock, wo sich einst zwei Strecken kreuzten
→ Ein Ortstermin in der Prignitz.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Wittstock war früher ein Kreuzungsbahnhof zweier Strecken mit eigenem Bahnbetriebswerk. Heute hält hier stündlich der Prignitz-Express.
Im Nordwesten Brandenburgs liegt die Kleinstadt Wittstock an der Dosse.
Ihre Altstadt ist von einer alten Mauer umgeben.
Und ihr Bahnhof erzählt von besseren Zeiten der Eisenbahn auf dem Land.

Ein Knoten in der Prignitz
Früher kreuzten sich in Wittstock zwei Bahnstrecken.
Die eine führte von Wittenberge in Richtung Neustrelitz.
Die andere verband Kremmen mit Meyenburg.
Dazu gehörte ein eigenes Bahnbetriebswerk.

Strecken, die verschwanden
Im Jahr 1967 wurde die Strecke nach Meyenburg stillgelegt.
Im Jahr 2000 folgte die Strecke nach Neustrelitz.
Heute sind nur noch die Äste nach Wittenberge und Kremmen in Betrieb.
Ein großer Teil der Gleisanlagen wurde abgebaut.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Wittstock (Dosse) war Kreuzungspunkt der Strecken Wittenberge–Neustrelitz und Kremmen–Meyenburg. Die Strecken nach Meyenburg und Neustrelitz wurden 1967 und 2000 stillgelegt.
Die Empfangsgebäude von 1884 und 1938 stehen unter Denkmalschutz. Heute hält stündlich der Prignitz-Express RE 6 zwischen Wittenberge und Berlin-Charlottenburg.
Zwei Empfangsgebäude
Der Bahnhof hat zwei Empfangsgebäude.
Das eine stammt aus dem Jahr 1884, das andere aus dem Jahr 1938.
Beide stehen unter Denkmalschutz.
Auch ein Güterschuppen mit Kontorhaus und Bauten des Bahnbetriebswerks sind geschützt.

Der Prignitz-Express
Heute hält in Wittstock stündlich der Regional-Express RE 6.
Er heißt Prignitz-Express.
Er fährt zwischen Wittenberge und Berlin-Charlottenburg.
Auch kleine Halte in den Ortsteilen Dossow und Fretzdorf werden bedient.

Ein Name mit Klammer
Die Stadt schreibt sich heute Wittstock/Dosse.
Der Bahnhof heißt dagegen weiterhin Wittstock (Dosse).
Der Fluss steht dort in Klammern.
Solche kleinen Unterschiede gibt es bei vielen Bahnhofsnamen.

Die Kirche St. Marien
Die Kirche St. Marien stammt aus dem 13. Jahrhundert.
Sie ist eine große Hallenkirche aus Backstein.
Ihr Hochaltar setzt sich aus zwei spätgotischen Schnitzaltären des Lübecker Bildschnitzers Claus Berg zusammen.
Den 68 Meter hohen Turm kann man besteigen.

Die Alte Bischofsburg
In Wittstock steht die Alte Bischofsburg.
Im Amtsturm zeigt ein Museum eine Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg.
Im Jahr 1636 fand bei Wittstock eine große Schlacht dieses Krieges statt.
Die Schweden siegten damals über kaiserliche und sächsische Truppen.

Ein Rathaus mit Gerichtslaube
Das Rathaus wurde im Jahr 1905 umgebaut.
Dabei blieb die mittelalterliche Gerichtslaube erhalten.
Im Innern gibt es viele Elemente des Jugendstils.
Gemälde erzählen von der Verleihung der Stadtrechte.

Ankommen in Wittstock
Der Bahnhof liegt direkt am südlichen Rand der Innenstadt.
In wenigen Minuten ist man an der alten Stadtmauer.
Kirche, Burg und Rathaus liegen nah beieinander.
So lässt sich die kleine Stadt gut zu Fuß entdecken.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Häufige Fragen
Welche Strecken kreuzten sich in Wittstock?
Welche Züge halten heute?
Wie alt sind die Empfangsgebäude?
Warum heißt der Bahnhof Wittstock (Dosse)?
Wie hoch ist der Turm von St. Marien?
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