Der Bahnhof Wittstock, wo sich einst zwei Strecken kreuzten

Ortstermin

„Dieser Bahnhof hat zwei Empfangsgebäude, aber nur noch zwei von vier Streckenästen.“

Der Bahnhof Wittstock, wo sich einst zwei Strecken kreuzten

→ Ein Ortstermin in der Prignitz.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Wittstock war früher ein Kreuzungsbahnhof zweier Strecken mit eigenem Bahnbetriebswerk. Heute hält hier stündlich der Prignitz-Express.

Im Nordwesten Brandenburgs liegt die Kleinstadt Wittstock an der Dosse.

Ihre Altstadt ist von einer alten Mauer umgeben.

Und ihr Bahnhof erzählt von besseren Zeiten der Eisenbahn auf dem Land.

Wittstock 07 13 img15 Ehrenfriedhof
Foto: A.Savin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten in der Prignitz

Früher kreuzten sich in Wittstock zwei Bahnstrecken.

Die eine führte von Wittenberge in Richtung Neustrelitz.

Die andere verband Kremmen mit Meyenburg.

Dazu gehörte ein eigenes Bahnbetriebswerk.

Wittstock 07 13 img17 Alter Bahnhof
Foto: A.Savin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Strecken, die verschwanden

Im Jahr 1967 wurde die Strecke nach Meyenburg stillgelegt.

Im Jahr 2000 folgte die Strecke nach Neustrelitz.

Heute sind nur noch die Äste nach Wittenberge und Kremmen in Betrieb.

Ein großer Teil der Gleisanlagen wurde abgebaut.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Wittstock (Dosse) war Kreuzungspunkt der Strecken Wittenberge–Neustrelitz und Kremmen–Meyenburg. Die Strecken nach Meyenburg und Neustrelitz wurden 1967 und 2000 stillgelegt.

Die Empfangsgebäude von 1884 und 1938 stehen unter Denkmalschutz. Heute hält stündlich der Prignitz-Express RE 6 zwischen Wittenberge und Berlin-Charlottenburg.

Zwei Empfangsgebäude

Der Bahnhof hat zwei Empfangsgebäude.

Das eine stammt aus dem Jahr 1884, das andere aus dem Jahr 1938.

Beide stehen unter Denkmalschutz.

Auch ein Güterschuppen mit Kontorhaus und Bauten des Bahnbetriebswerks sind geschützt.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Prignitz-Express

Heute hält in Wittstock stündlich der Regional-Express RE 6.

Er heißt Prignitz-Express.

Er fährt zwischen Wittenberge und Berlin-Charlottenburg.

Auch kleine Halte in den Ortsteilen Dossow und Fretzdorf werden bedient.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Name mit Klammer

Die Stadt schreibt sich heute Wittstock/Dosse.

Der Bahnhof heißt dagegen weiterhin Wittstock (Dosse).

Der Fluss steht dort in Klammern.

Solche kleinen Unterschiede gibt es bei vielen Bahnhofsnamen.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Kirche St. Marien

Die Kirche St. Marien stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Sie ist eine große Hallenkirche aus Backstein.

Ihr Hochaltar setzt sich aus zwei spätgotischen Schnitzaltären des Lübecker Bildschnitzers Claus Berg zusammen.

Den 68 Meter hohen Turm kann man besteigen.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Alte Bischofsburg

In Wittstock steht die Alte Bischofsburg.

Im Amtsturm zeigt ein Museum eine Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg.

Im Jahr 1636 fand bei Wittstock eine große Schlacht dieses Krieges statt.

Die Schweden siegten damals über kaiserliche und sächsische Truppen.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Rathaus mit Gerichtslaube

Das Rathaus wurde im Jahr 1905 umgebaut.

Dabei blieb die mittelalterliche Gerichtslaube erhalten.

Im Innern gibt es viele Elemente des Jugendstils.

Gemälde erzählen von der Verleihung der Stadtrechte.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Wittstock

Der Bahnhof liegt direkt am südlichen Rand der Innenstadt.

In wenigen Minuten ist man an der alten Stadtmauer.

Kirche, Burg und Rathaus liegen nah beieinander.

So lässt sich die kleine Stadt gut zu Fuß entdecken.

Wittstock (Dosse) Bahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Welche Strecken kreuzten sich in Wittstock?
Die Strecke von Wittenberge nach Neustrelitz und die Strecke Kremmen–Meyenburg.
Welche Züge halten heute?
Stündlich der Prignitz-Express RE 6 zwischen Wittenberge und Berlin-Charlottenburg.
Wie alt sind die Empfangsgebäude?
Sie stammen aus den Jahren 1884 und 1938.
Warum heißt der Bahnhof Wittstock (Dosse)?
Der Bahnhof behielt die alte Schreibweise mit dem Fluss in Klammern.
Wie hoch ist der Turm von St. Marien?
68 Meter, er kann bestiegen werden.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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